Frage von iranis407, 76

Was passiert bei einem Verstoß gegen das Waffen Schutz Gesetz?

Ich würde in der 1 Ferien Woche der Herbst Ferien mit 3 Kollegen von Polizisten Kontrolliert (Allgemeine Personen Kontrolle). Ich hatte einen Teleskopschlagstock in meiner Tasche. Die haben gefragt woher ich den habe und ich habe gesagt von so einem Typen den ich nicht kenne.Die haben mich nachhause gefahren und mit meiner Mutter gesprochen und etwas von Bußgeld erwähnt.Ich bin 14 (m).

Ich würde gerne wissen was passiert wenn ich den Brief erhalte. Welche Strafe erhalte ich? Und wenn's zu einer Vorladung kommt, kann ich die Aussage dort verweigern?

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 38

Das Führen solcher Teleskopschlagstöcke ist nur zu bestimmten Zwecken ("berechtigtem Interesse") erlaubt, ansonsten ist es verboten (§  42 Abs. 1 Nr. 2 WaffG und wird nach § 53 Abs. 1 Nr. 2 1a WaffG mit einem Bußgeld bedroht). 

Das heisst, dass du in ein paar Tagen ein Schreiben von der Polizeibehörde bekommen wirst, damit du dich dazu äußern kannst. Danach wird sicherlich ein Bußgeld verhängt. Wie hoch es in deinem Fall sein wird, kann ich nicht sagen. Der Schlagstock dürfte dauerhaft weg sein (§ 54 Abs. 2 WaffG).

Sofort zu einem Anwalt solltest du nicht rennen, die Sachlage ist eindeutig, der Anwalt wird an der Sache nichts ändern und kostet vermutlich mehr als das Bußgeld hoch sein wird. Ein Anwalt wäre sinnvoll, wenn die Möglichkeit bestünde,  aus der Sache rauszukommen; das sehe ich aber in deinem Fall nicht.

Kommentar von iranis407 ,

das ist Herbst Ferien 2015 passiert in der 1 Woche und bis jetzt kam kein Brief oder so an

Kommentar von furbo ,

Oha. Dann dürfte auch nichts mehr kommen. Dann haben die Polizeibeamten es vermutlich wegen deines jugendlichen Alters dabei belassen. Ist zwar nicht ganz richtig, weil sie dir den Schlagstock formlos weggenommen haben, dürfte aber im Endeffekt die beste Lösung sein. Ich würde an deiner Stelle die Füße stillhalten und hoffen, dass auch jetzt nichts mehr kommt, denn in ein par Wochen ist das dann sowieso verjährt.

Kommentar von iranis407 ,

der polizeibeamter meinte dass die Briefe in den nächsten Tagen kommen also bis jetzt kam nix und was meinst du mit in paar Wochen verjährt?

Kommentar von furbo ,

Ordnungswidrigkeiten verjähren schnell, ich will jetzt nicht ins Gesetzbuch schauen, aber ich denke, dass deine Tat nach 6 Monaten verjährt ist ( soweit keine Verjährungshindernisse vorliegen). Verjährt heisst, dass eine Tat wegen Zeitablauf nicht mehr verfolgt werden darf. 

Antwort
von Rollerfreake, 41

Was passiert kann niemand sagen, das entscheidet der Stattsanwalt und falls es zur Anklage kommt der Richter. Mit 14 Jahren bist du strafmündig und kannst nach Jugendstrafrecht belangt werden. Wenn du bisher nicht auffällig warst, werden höchstens Sozialstunden auf sich zukommen. Da du den Schlag Stock allerdings "nur" bei dir betragen hast, kann es gut sein, das der Stattsanwalt das Verfahren einstellt und es nicht zur Anklage kommt. 

Antwort
von Aliha, 26

 Ein "Waffenschutzgesetz" gibt es nicht. 

Ein Teleskopschlagstock ist eine Waffe im Sinne des Waffengesetzes. Erweb und Besitz ist für Minderjährige verboten und Volljährige dürfen diesen Gegenstand zwar besitzen aber nur in Ausnahmefällen führen. Du hast zumindest eine Ordnungswidrigkeit begangen die entsprechend geahndet werden kann. Als Beschuldigter musst du nur Auskunft über deine Personalien machen, weitere Aussagen kannst du verweigern. Ob das in deinem Fall ratsam ist, steht auf einem anderen Blatt.

Kommentar von AssassineConnor ,

Führen nur mit Waffenschein und berechtigtem interesse...

Antwort
von haripatz, 31

Ich bin jetzt nicht informiert ob das Mitführen solcher Schlagstöcke tatsächlich strafbar ist, falls ja solltest du von der Polizei schriftlich bekommen, was dir vorgeworfen wird.

Wenn du Post von der Polizei bekommst, nimmst du den Brief und gehst mit einem oder beiden deiner Eltern schnurstracks zu einemm Anwalt.
Wenn du 14 bist, bist du grade strafmündig geworden, d.h. du kannst angeklagt werden.

Als Angeklagter/Beschuldigter mußt du überhaupt nichts sagen, du mußt nur Auskunft über deine Personalien geben ansonnsten komplett die Aussage verweigern, sprich erst mit nem Anwalt bevor du mit jemand anderes sprichst. Lehre fürs Leben ;-)


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