Frage von iamsoph, 98

Was passiert bei der Psychotherapie?

Hallo. Folgendes :

Ich war beim Arzt und wurde zur Kontrolle untersucht und dann musste mir Blut angenommen werden. Blöderweise habe ich viele Narben am Arm vom Ritzen. Das ist dann auch aufgefallen und mein Arzt hat mir demnach ein Attest geschrieben, bzw. eine "Einladung" oder "Einweisung", idk wie ich das nennen soll, wegen Verdacht auf Depressionen, dass ich zur Psychologie gehen soll und einen Psychologen bekomme. Meine Eltern haben das auch mitbekommen und geweint.

Jetzt habe ich Angst, dass bald ein Termin da gemacht wird und ich nicht weiß, was auf mich zukommt.

Falls ihr schonmal Erfahrungen mit einer Therapie gemacht hab, wäre ich euch sehr dankbar, mir Diese mitzuteilen!

Danke im Voraus iamsoph

Antwort
von cuttiiiiii0Mia, 46

hallo liebe iamsoph,

zuersteinmal ist es ein gutes zeichen dass deine eltern gewint haben, dass zeigt das es sie sehr beschäftigt. ich hatte beispielsweise keine so "verständnissvollen" eltern.

desweiteren will ich dir sagen, es ist gut zu einer psychologin / einem psychologen zu gehen,

ich weiß nicht wie akt du bist aber ich schätze dass du zwischen 12 und 17 (also ungefähr in meinem alter) bist.

daher würde ich dir eine psychologin empfehlen da man in diesem alter mit frauen besser sprechen kann, dass kenn ich von mir selbst.

es ist wichtig dass du dich mit deiner psychotherapeutin gut verstehst und ihr vertraust und mit ihr reden kannst.

zu beginn wird sie natürlich einige Fragen stellen um deine soziale oder familiäre (oder beide) situationen genauer kennen zu lernen und beurteilen zu können.

denn meist ist es so, so war es auch bei mir, dass es allen beteiligten nicht gut geht und einer, in diesem falle du, der syntomträger ist. dass bedeutet dass du nach außen zeigst dass es nicht alles gut ist und du somit den rettenden hilfeschrei loslässt, auch wenn er zuerst versteckt war, ich bin auch 2 jahre mit langrn ärmeln und fakelächeln rumgerannt bis jemand gemerkt hat dass es mir schlecht geht. aber dass ist in den meisten fällen so.

ich habe jetzt eine therapeutin gefunden die mich für die zeit bis ich in die klinik komme behandelt.

es muss niht darauf hinauslaufen dass du in die klinik kommst oder ins heim, so wie ich. es kommt auf deine familiäre situation und dass einfühlumgsvermögen deiner mitmenschen an. evtl. ist es sogar besser wenn du in die klinik/ ins heim kommst, da sie dich dort intensiever behandeln und betreuen können. dass bedeutet nicht dass du für immer dort bleibst. du kannst nachhause sobald du stabil bist und vortschritte machst.

und wegen den begriffen klinik und heim, für den fall dass du dich damit nicht auskennst, möche ich es dir gerneeinmal erklören.

klinik:

dass ist genaugenommen eine psychatrie, aber in einer psychatrie gibt es nicht nur so psychisch gestörte um es in umgangssprache auszudrücken, wie wir sie aus filmen kennen. die meisten kliniken haben sich auf ein thema spezialiesiert, wie zum beispiel borderline und esstörung.

heim:

nicht dass klassische heim, wo man addoptiert und von den eltern getrennt wird, sondern mehr so eine WG. du kannst sogar auf deiner schule bleiben wenn du und deine psychologen es für sinnvoll halten.die btreuer in diesen heimen sind sehr nette und verständnissvolle leute.

Falls du noch Fragen hast oder einfach mit jemandem reden möchtest der dich durch eigene erfahrung auch wirklich verstehen kann, kannst du dich gerne bei mir per direkt melden.

mit den aller liebsten grüßen,

Mara <3

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst & Psychologie, 61

Hallo Iamsoph,

vorweg gesagt: es wird nichts Schlimmes auf Dich zukommen. Und dass Deine Eltern geweint haben, zeigt nur, dass sie Dich lieben und sich um Dich sorgen. Und das ist auch gut so :)

Macht bitte bald einen Termin aus, denn ein Psychologe kann Dir helfen. Das Ritzen hat ja einen Grund und Du wirst es nicht alleine schaffen, damit aufzuhören. Und genau dabei hilft man Dir in einer psychologischen Praxis.

Du kannst ganz unbesorgt zu Deinem ersten Termin gehen. Der/die Psychotherapeut/in wird Dich begrüßen, Dir vielleicht Fragen stellen oder Dich erstmal nur erzählen lassen. Das läuft ganz easy, keine Sorge.

Wichtig ist, dass Du Dich gut aufgehoben fühlst und Vertrauen fassen kannst. Die ersten fünf Sitzungen sind zur Probe. Die nachfolgenden Termine laufen dann ähnlich ab wie zu Beginn. Wenn Du Fragen hast, traue Dich zu fragen. Insgesamt wirst Du aber durch die Therapie geführt werden.

Du siehst - nichts Schlimmes :-)

LG und gute Besserung wünscht Dir

Buddhishi

Antwort
von BlakRose, 31

Eine Therapie zu machen ist überhaupt nicht schlimm und du musst keine angst davor haben. Am anfang habe ich mich auch sehr unwohl gefühlt. ich wusste nicht was ich machen soll und fand es dumm mit einer fremden person über mich zu reden, aber glaub mir es ist gut und hilfreich. der/die therapeut/in ist verständnisvoll und wird dich zu nichts drängen. Das ganze funktioniert nähmlich nur wenn du es möchtest und auch wirklich mitmachst.

Es gibt verschniedene weisen soetwas zu beginnen. Beimeiner ersten therapeutin war es so, dass sie mir erst mal diese basic fragen zu meiner person gestellt hat. dann bekam ich einen fragebogen mit unglaublich vielen fragen(ich kann mich nicht mehr an viele erinnern. aber es war unter anderem ob ich selbstmordgedanken habe oder geschichten erfinde um interessanter gegenüber anderen zu wirken...)

Bei eier anderen haben wir erst mal 3 (therapie-)Stunden über mich geredet und sie hat mir viele fragen zu meiner kindheit, meiner familie, meinem sozialen umfeld und nätürlich meinen 'problemen' gestellt. um erst einmal einen überblick über meine situaton zu bekommen. erst später gingen wr mhr in detail.

Und... was deine eltern angeht... meine mutter fing auch schrecklich an zu weinen... ich weiss, dass es eigentlich nur heisst, dass sie mich lieb hat... aber es ist verdammt schwer damit umzugehen. für mih ar es einer der schrecklichsten momente.. wenn niht sogar DER schrecklichste in meinem ganzen leben(es ist zwar noch nicht so lang... aber trotzdem). die trauer, den schmerz und die verzweifelung in ihren nassen augen werde ich wohl nie vergessen. Aber... es ist gut, dass sie anteil nehmen und mitfühlen. Sie werden dich unterstützeen be deiner therapie und das wiederum wird dir helfen zu heilen.

Ich hoffe sehr, dass die Therapie dir hilft und dass sie sich frei macht, sodass du vom ritzen los kommst. Lass dich darauf ein, denn es kann nur funktionieren wenn DU es willst. und mit eigener kraft kommst du aus dem loch in dem du dich befindest ganz bestimmt nicht raus.

Ich wünsche dir alles gute- LG Miriam

Antwort
von CamilleMeer, 45

Eine Therapie ist gar nicht schlimm!
Wenn du den richtigen Psychologen findest, kann dir das dein Leben viel leichter machen.
Viele Psychologen sind total nett und gehen auf dich ein, wenn es dir zuviel wird, kannst du aber jeder Zeit Bescheid sagen.
Mach dir keine Sorgen und probier es einfach aus!

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