Was passiert alles bei der praktischen Hundeführerscheinprüfung?

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2 Antworten

Hallo,

Hundehalter sind für ihr Tier und sein Verhalten verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, dass sie für diese Rolle ausreichend ausgebildet sind. Das wichtigste Ziel des VDH-Hundeführerscheins ist das rücksichtsvolle Auftreten von Hund und Halter in der Öffentlichkeit. Deshalb umfasst die VDH-Ausbildung diese drei Säulen:

Sachkunde des Hundehalters Gehorsam des Hundes ozialverträglichkeit des Hundes

 

In der Prüfungssituation A) werden folgende Elemente geprüft: Gehorsamsübungen und Handling. Die einzelnen Übungen können nach Einschätzung des Prüfers mehrfach und in wechselnder Reihenfolge abverlangt werden.

1. Der Halter lässt seinen Hund kontrolliert ins Auto ein- und aussteigen

2.1 Kommen auf Ruf
2.2 Gehen an lockerer Leine
2.3 Sitz, Platz, Steh
2.4 Bleib
2.5 Korrekturwort

Hund und Halter befinden sich in der Bewegung. Der Hund läuft frei und ist mindestens 10 m vom Halter entfernt. Der Halter gibt ein Signal zum Herankommen. Der Hund soll zügig herankommen und sich problemlos vom Halter anleinen lassen.

Die Leine soll nicht andauernd gespannt sein, kurzfristiges Anspannen wird toleriert. Der Hund hat seinem Halter auch bei Richtungswechseln und Tempowechseln schnell willig zu folgen. Der Hund kann sowohl links, als auch rechts geführt werden. Der Hund soll jedoch nicht ständig vor oder hinter seinem Halter kreuzen. Wenn der Halter stehen bleibt, soll der Hund auch anhalten. Ob der Hund sich setzt, legt oder im Stehen verbleibt ist unerheblich.

Der Hund muss in Stufe 1 zwei von diesen drei Positionen auf Signal des Halters einnehmen und solange darin verbleiben, bis er vom Halter ein anderes Signal erhält. (In Stufe 2 muss der Hund alle drei Positionen sicher zeigen können.)

Der Halter bindet den Hund an geeigneter Stelle an. Er gibt dem Hund das Signal für Sitz, Platz oder Steh. Nachdem der Hund die Position eingenommen hat, entfernt sich der Halter in Sichtweite des Hundes mindestens 30 Schritte vom Hund und bleibt dort stehen. Er kehrt erst auf Anweisung des Prüfers (nach ca. 2 Minuten) wieder zu seinem Hund zurück. Der Hund muss die Position beibehalten, bis der Halter wieder zu ihm zurückgekehrt ist und ihm ein anderes Signal gegeben hat. (In Stufe 2 wird dieselbe Übung ohne Leine durchgeführt.)

Die zu unterbrechende Handlung wird durch Futter oder Spielzeug provoziert. Im Bedarfsfall kann der Prüfer eine andere Ablenkung herbeiführen. Auf Signal des Halters muss der Hund die von ihm begonnene Handlung sofort abbrechen. (In Stufe 2 wird dieselbe Übung ohne Leine durchgeführt.)

Der Halter zeigt, dass er folgende Handlungen an seinem Hund vornehmen kann:

Ohren, Zähne und Pfoten kontrollieren Den Hund mit einem Fixiergriff effektiv fixieren Dem Hund einen Maulkorb anlegen und damit an der Leine 10 Schritte gehen Dem Hund ein Spielzeug oder Futter wegnehmen

Der Prüfungsteil  B soll den Charakter eines Spaziergangs haben, bei dem Gehorsamsübungen und Verhalten in der Öffentlichkeit geprüft werden. Die einzelnen Übungen können nach Einschätzung des Prüfers mehrfach und in wechselnder Reihenfolge abverlangt werden. Begegnungssituationen sollten sich aus dem öffentlichen Verkehr ergeben. Andernfalls müssen sie mit Auftragspersonen gestellt werden. 

Mindestens vorkommen müssen:

Schnell bewegliche Objekte (zwei aus folgender Liste: Radfahrer, Skater, Jogger, Roller, Reiter, Segway, rennende Kinder)Objekte/Personen mit ungewöhnlichem Bewegungsmuster (zwei aus folgender Liste: Rollstuhl, Rollator, Person mit Krücken, Person mit Nordic Walking Stöcken, Person mit besonderem Gang, Person mit auffälliger Kleidung, Kinderwagen)

Weitere Situationen, die in Prüfungsteil B) geprüft werden, sind:

Person schüttelt dem Hundehalter die HandPerson mit angeleintem Hund spricht mit dem HundehalterFremder Hund angeleint passiert das Team (ein anderer Hund als bei vorheriger Aufgabe)Andere Tiere

Folgende Gehorsamsübungen aus Teil A) sollten im Laufe des Prüfungsteil B) situationsangemessen gezeigt werden:

    Kommen auf Ruf
    (entfällt bei Stufe 1)Gehen an lockerer LeineSitz, Platz, Steh
    (in Stufe 1 muss der Hund mindestens zwei von diesen drei Positionen zeigen, in Stufe 2 muss der Hund alle drei Positionen sicher zeigen können.)Korrekturwort

Die Übungen sollten vom Hundehalter situationsgerecht eingesetzt werden.
Andernfalls werden sie vom Prüfer dazu aufgefordert.

C) Prüfungssituation: Im innerstädtischen Bereich

In diesem Prüfungsteil werden alle Übungen mit angeleintem Hund absolviert. Der Prüfungsteil soll den Charakter eines Stadtbummels haben. Geprüft werden Gehorsamsübungen und das Verhalten in normalen Begegnungssituationen in einem belebten Innenstadtbereich (z.B. Fußgängerzone). Die einzelnen Übungen können nach Einschätzung des Prüfers mehrfach und in wechselnder Reihenfolge abverlangt werden. Begegnungssituationen sollten sich aus dem öffentlichen Verkehr ergeben. Andernfalls müssen sie mit Auftragspersonen gestellt werden.

Die folgenden Situationen sollten vorkommen:

Entlanggehen an einer stark befahrenen StraßeBelebte ÖrtlichkeitBegegnung mit einer fremden Person auf einem schmalem WegFahrstuhl fahren mit fremden PersonenAufsuchen eines GeschäftesAufsuchen Cafe/Restaurant u. kurzes Platznehmen an einem Tisch

Folgende Gehorsamsübungen aus Teil A) sollten im Laufe des Prüfungsteil C) situationsangemessen gezeigt werden:

    Gehen an lockerer LeineSitz, Platz, Steh
    (in Stufe 1 muss der Hund mindestens zwei von diesen drei Positionen zeigen, in Stufe 2 muss der Hund alle drei Positionen sicher zeigen können)Korrekturwort

Die Übungen sollten vom Hundehalter situationsgerecht eingesetzt werden.
Andernfalls werden sie vom Prüfer dazu aufgefordert.

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Soweit ich weiss, entscheidet der Prüfer. Es  gibt es totale Unterschiede bei diesen. Bist Du in einem Hundeverein? Es gibt bei Vdh angeschlossenen Vereinen Vorbereitungskurse. Kann ich nurempfehlen..

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Kommentar von Besserwisserin3
21.07.2016, 10:42

Ich war bei der Hundeschule wo ich die Prüfung mache voher einige Zeit im Junghundekurs

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