Frage von maryundjane, 80

Was nun nach den Krankengeld?

Eine Bekannte von mir bekam von mir bis jetzt Krankengeld und nun wurde sie " ausgesteuert". Das Arbeitsamt hat ihr Antrag erst angenommen und auch bezahlt . Sie hat Rente beantragt , aber diese abgelehnt .Nun zählt das Arbeitsamt nix mehr.Sie ist weiterhin krank . Sie ist außerdem noch bei ihrer Arbeitgeber angestellt. Jetzt meine Frage wo ist sie jetzt krankenversichert?

Antwort
von kevin1905, 27

Wenn keine Stelle aufgrund von Pflichtversicherung mehr den Beitrag bezahlt und sie nicht familienversichert werden kann, so wäre sie freiwilliges Mitglied und selbst Beitragsschuldner (mind. 170,- € im Monat).

Die Frage lässt auch eine ziemliche Vogel-Strauß-Mentalität schließen. Man sollte ca. 6 Monate bevor das KG ausläuft einen Rentenantrag stellen und dafür die Hilfe von Sozialverbänden oder einem Sozialrechtler in Anspruch nehmen.

Wenn die DRV davon ausgeht, sie sei nicht (voll) erwerbsgemindert, so kann sie natürlich ALG II beantragen und muss sich für die Vermittlung in Arbeit zu Verfügung stellen.

Antwort
von Roquetas, 8

Sie sollte sofort zu einem Verein wie den VdK gehen und gegen die Ablehnung Widerspruch einreichen lassen.

Dazu braucht sie professionelle Hilfe und die bekommt sie dort für einen Jahresbeitrag von ca. 60 €. Dort wird man sie sogar notfalls vor dem Sozialgericht vertreten.

Sobald der Widerspruch läuft, fällt sie wieder unter die Nahtlosigkeitsregelung und bekommt weiterhin ALGI.

Außerdem bleibt sie krankenversichert. 

Antwort
von johnnymcmuff, 40

Läuft das Krankengeld aus muss man Antrag auf ALG stellen, dass wurde ja wohl schon getan.

Dann kann man von der Bekannten verlangen, dass sie einen Rentenantrag stellt; das wurde auch gemacht.

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

1. Sie kann Widerspruch einlegen muss ggf. klagen falls der Widerspruch abgelehnt wird.

2. Möglicherweise Hartz IV beantragen bis eine Entscheidung fällt.

3. Sich an die kostenlose unabhängige Patientenberatung wenden und dort fragen wie das mit der Krankenversicherung ist.

4. Sich vielleicht an das Sozialgericht wenden und dort fragen wie das mit Krankenversicherung ist.

5. Eventuell einen Beratungshilfeschein für einen Anwalt holen (Sozialrecht) und sich dort beraten lassen.

Antwort
von noschlo1978, 24

Sie ist nicht mehr krankenversichert, da sie keine Leistungen oder Gehalt bezieht. Es besteht nur die Möglichkeit der freiwilligen Krankenversicherung oder ggf. Familienversicherung. Sollte Widerspruch gegen den Rentenablehngunsbescheid erhoben worden sein, könnte auch eine Krankenversicherung der Rentenantragsteller bestehen; die kostet aber in aller Regel genauso viel, wie die freiwillige Krankenversicherung.

Ziel sollte es sein, dass das ALG durchgesetzt wird, da dann wieder die Versicherung über das Arbeitsamt läuft.

Aber wie durchsetzen?

Wenn ich es richtig verstehe, ist Ihre Bekannte arbeitsunfähig aber nicht erwerbsgemindert. Das bedeutet im Klartext, dass sie die letzte konkrete berufliche Tätigkeit beim aktuellen Arbeitgeber nicht mehr ausüben kann (=Arbeitsunfähigkeit) aber generell noch leichte Arbeiten mind. 6 Stunden täglich arbeiten kann (= nicht erwerbsgemindert).

Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht dann, wenn man beschäftigungslos ist. Ich denke, dass der Knackpunkt, weshalb kein ALG gezahlt wird, der ist, dass noch ein Arbeitsverhältnis besteht. Das muss aber in meinen Augen nicht gekündigt werden, es genügt, um den Anspruch auf ALG zu erhalten, wenn der Arbeitgeber auf sein Direktions- bzw. Weisungsrecht verzichtet, also zunächst erst einmal das Arbeitsverhältnis sinngemäß zum Ruhen gebracht wird und damit die Arbeitskraft Ihrer Bekannten "frei" wird. Dann bestünde Beschäftigugnslosigkeit mit Anspruch auf ALG.

Aber wie immer in der Praxis: Der eine Sachbeabreiter erkennt das dann an, der andere nicht. Hier sollte sich Ihre Bekannte unebdingt Unterstützung suchen.

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