Prowler am 16.01.2009 um 20:17 Uhr
Anders gesagt: Ein ungeheiztes Haus wird so kalt und frostig wie seine Umgebung, egal wie gut isoliert es ist (geringste Erdwärme-Effekte über den Keller einmal vernachlässigt)

Sackleinen um pflanzen bewirken das sich der Morgentau nicht auf die Pflanzen setzten kann und daher sich auch keine eisschicht drauf bildet.

Es geht dabei weniger um die Wärme: eine nicht winterharte Pflanze würde trotz Einpackens nicht überleben. Bei den Immergrünen z.B. hilft es, die Verdunstung (durch weniger Kontakt mit bewegter Luft) geringer zu halten, was besonders bei gefrorenem Boden wichtig ist, wenn die Pflanzen keinen Nachschub an Wasser bekommen können. An sonnigen Wintertagen hält es die Pflanzen davon ab, zu zeitig mit dem neuen Wachstum zu beginnen und bietet Schutz vor zu viel UV-Licht für die Schattenpflanzen, die ja sonst im Streulicht unter (nicht kahlen!) Bäumen/Büschen stehen. Außerdem ist das Leinen gut für den Gärtner: gibt ihm das gute Gefühl, alles für seine Pflanzen getan zu haben ;o)
Prowler am 17. Januar 2009 15:29 Klasse Antwort - Danke!

Die Erdwärme-Effekte in ungeheizten Häusern sind nicht von schlechten Eltern, wenn das Haus geschlossen ist. Das Sackleinen hält ebenfalls Erdwärme, die sonst einfach in die Luft abstrahlt.

Sackleinen. Es läßt Licht und Luft durch, schattiert Immergrüne wie Rhododendron und Buchs vor der Wintersonne und verhindert, um die Stämme gewickelt, Rindenfrostrisse an Bäumen und Sträuchern. Bei starkem Dauerfrost sollten Sie die Töpfe der winterharten Kübelpflanzen dick mit Sackleinen umwickeln. Später im Jahr dient das vielseitige (und schließlich kompostierbare) Gewebe zum Einschlagen von geerntetem Gemüse oder auch zu Dekorations- und Bastelzwecken.
Gutgut. Aber der Wasseranteil innerhalb der Pflanze wird doch trotzdem gefrieren und die Zellwände der Pflanze sprengen.. Oder wie??