Frage von Monster2012, 48

Was muss man beim Aktien kaufen und verkaufen beachten?

Hallo Leute, mich interessiert das Thema Aktien sehr. Ich hab folgende Fragen an euch... Wenn ich in Frankfurt an der Börse Aktien eines Amerikanischen Unternehmen kaufe, kommen das zusätzliche Gebühren auf mich zu ? Welche Steuern werden nach dem Verkauf von Aktien abgezogen, in Prozent ? Wieviel Geld sollte man mindestens Investieren in Aktien ? 100 Euro, 1000 Euro,...

Danke !

Antwort
von kevin1905, 48

Du musst die Orderprovision deiner Bank bzw. deines Brokers bezahlen und die Handelsplatzabgabe.

Welche Steuern werden nach dem Verkauf von Aktien abgezogen, in Prozent ?

Einkommensteuern in Form der Kapitalertragssteuer gem. § 32d EStG, i.H.V. 25% zzgl. Soli und ggf. KiSt, sofern der Freibetrag ausgeschöpft ist.

Wieviel Geld sollte man mindestens Investieren in Aktien ? 100 Euro, 1000 Euro,...

Wenn du Einzelpapiere handeln willst, keine Fonds oder ETFs, dann sollte pro Position mind. 1.000,- € eingesetzt werden und mind. 10 verschiedene Positionen zur Risikostreuung.

Auch solltest du mind. bereit sein die Papiere 10 bis 15 Jahre zu halten, ansonsten sind Aktien vermutlich für dich der falsche Ansatz.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Das mit dem lange halten war einmal. Heute ist das kein Allheilmittel mehr. Schau dir mal die welligen Kursverläufe vieler AGs an.

Wer Deutsche Telekom lange hält, wird es dir bestätigen können.

Viele Minen haben sich nach 2009 super entwickelt mit einigen hundert Prozent plus und sind danach mit fallenden Metallpreisen in die Pleite gestürzt.

Viel wichtiger ist es, sich eine Grenze zu setzen, bis zu der man einen Verlust akzeptiert. Verliert eine Aktie 20%, braucht es anderswo nur 25% Gewinn zum Ausgleich. Verliert sie 50%, braucht man 100% Gewinn.

Kommentar von kevin1905 ,

Ich bin nach wie vor konsequent auf Buy- und Hold Strategie und ohne Stop-Loss unterwegs.

Limits sind ehr interessant für den kurz- bis mittelfristigen Bereich der Spekulation und Wetten.

Die Fehler werden oft im Vorfeld gemacht bei der Fundamentalanalyse und der Markteinschätzung. 100% Sicherheit gibt es nirgendwo und auch die besten liegen mal falsch, aber man kann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch mittelfristig die Performance eines Unternehmens antizipieren.

Streut man breit genug nach Land und Branche hat man auch wieder eine gewisse Sicherheit. Dass nämlich alle Branchen und Länder gleichzeitig anfangen zu brennen ist sehr selten und unwahrscheinlich.

Und wenn man es nicht kann, sollte man von Einzelaktien ohnehin die Finger lassen und lieber Fonds oder ETFs kaufen. Wenn es knallt und ich freies Kapital habe kaufe ich nach.

Ein Kursrutsch sagt ja nicht per se etwas über die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

15% Durchschnittsrendite die letzten 5 Jahre in Folge geben mir Recht, dass ich nichts verändern muss.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Oder nimm die Energieversorger. Nimm Solarworld, Deutsche Bank, Coba und so viele andere. Wer ist da besser dran, wer eisern hielt, oder wer mit tragbarem Verlust rausging und den anderswo wettmachen konnte.

Kommentar von napoloni ,

Oder nimm die Energieversorger. Nimm Solarworld, Deutsche Bank, Coba und so viele andere. Wer ist da besser dran, wer eisern hielt, oder wer mit tragbarem Verlust rausging und den anderswo wettmachen konnte.

Wahrscheinlich derjenige, der erst in Coba investiert war, dann zu Solarworld flüchtete und mit dem dort abgezogenen, verbliebenen restlichen Geld in die Deutsche Bank investierte? ;o)

Kommentar von GuenterLeipzig ,

@Sonnenstern811: Du hast offenbar die Ausführungen von Kevin nicht verstanden.

Wer zuvor eine gut recherchierte Fundamentalanlayse und Betrachtung des Marktumfeldes bei den von Dir genannten Unternehmen gemacht hat, hätte diese Papiere sich nicht ins Depot gelegt oder wenn diese bereits drin liegen, bei Zeiten die Reißleine gezogen.

Der Kurverfall bei den Energieversorgern war ja mit Ansage (EEG-Gesetz, Fikushima, Atomausstieg & Co).

Günter

Kommentar von Monster2012 ,

könnte ich trotzdem nur 100 Euro in Aktien einsetzen, wenn der Preis pro Aktie 0,01 € beträgt. Wenn ich dann min. 100 % Gewinn mache, bleiben dann immer noch - 25 % Steuern. ca. 75 % Übrig. wäre ein Gewinn von 7.500 Euro was haltet ihr davon ?

Kommentar von napoloni ,

Du kannst auch 10 Euro einsetzen, und wenn der Preis auf 2 Millionen steigt, hast du auch was raus.

Bei 100% Gewinn werden aus 100 Euro aber auch nur 200 (bzw. 175). Nicht 7500^^

Kommentar von kevin1905 ,

Keine Ahnung von Aktien aber Pennystocks handeln wollen....

Da kannst du dein Geld auch im Garten verbrennen.

Antwort
von Sonnenstern811, 27

Du solltest dir unbedingt vorab einiges an Börsengrundwissen aneignen. Bishe rfehlt es dir deutlich daran, sonst würdest du nicht wegen 100€ fragen.

Es gibt jede Menge Bücher und einige seriöse Teitschriften wie Finanztest (für Anfänger), Börse online, Euro am Sonntag, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Höre nie auf unverlangte Werbung, womöglich noch telefonisch, und sei vorsichtig mit Empfehlungen in Börsenforen wie ariva und wallstreet online. Hier wird oft auch nach eigenen Interessen gepusht oder gebasht.

Antwort
von BTyker99, 20

Bei meiner Bank (Ing Diba) sind die Gebühren so, dass es sich ab 400 Euro lohnt, also ab dem Betrag pro Auftrag sind die prozentualen Gebühren niedriger als die Mindest-Gebühren (falls ich das noch richtig im Gedächtnis habe).

Vom Gewinn musst du ca. 25% Steuern zahlen, aber man hat einen jährlichen Freibetrag von ca. 800 Euro pro Person. Die Gebühren stehen normalerweise irgendwo auf der Internetseite deiner Bank, bzw. zusätzlich auf der Seite der Börse an der du handeln möchtest. Insgesamt sind die Gebühren aber nicht besonders hoch. auch wenn ich die nicht auswendig kenne.

Hast du schon ein bestimmtes Unternehmen im Kopf?

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