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Was muss man bei einer Schülerhilfe beachten?

gefragt von lutzer am 18.02.2008 um 12:30 Uhr

meine schwester will ihren 10jährigen Sohn bei der nachhilfe anmelden. leider hört man in letzter zeit immer öfter, dass solche schülerhilfen unseriös arbeiten, z.b. von scientology sind oder ähnliches. was muss man beachten, wenn man sich eine solche schülerhilfe anschaut? wie erkennt man schlechte arbeitsmethoden?

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boriswulff
beantwortet von boriswulff am 18. Februar 2008 12:38
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Erste Erfolge sollten sich bereits nach einem Monat zeigen. Ansonsten würde ich die Nachhilfe wechseln.

Ich hatte ein paar Schüler die bei Schülerhilfe waren. Diesen Schülern hatte die Nachhilfe nichts gebracht. Sonst wären die Eltern wohl nicht verzweifelt zu mir gekommen. Jeder Schüler steht inzwischen auf einer 2 in Mathe und braucht meine Unterstützung nicht mehr.

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 18. Februar 2008 12:44

Ja, Boris. Die Qualität wird auch vom TüV nicht garantiert, sondern nur die Qualität des Qualitätmanagementsystems! Man kann es ausprobieren. Wunder kann man eh nicht erwarten. Bei den meisten Schülern happert es an Fleiss und Übung. Machen sie dir üblichen Aufgaben unter Aufsicht mit, dann hilft das i.d.R. schon.

Kommentar von Sonnenstern am 21. Februar 2008 21:26

Du meinst Schüler die bei einer anderen Nachhilfe waren - aber sicher nicht bei der Schülerhilfe!!! Aus meiner Schule besuchen etliche die Schülerhilfe- mit Erfolg, in den ersten Monaten Verbesserung um mindestens eine Note! Ein Schüler, der jahrelang Lücken aufgebaut hat, kann nicht nach 4 Wochen von einer 5 auf eine 2 kommen, da muss man schon realistisch sein!

Kommentar von Sonnenstern am 21. Februar 2008 21:35

Du meinst Schüler die bei einer anderen Nachhilfe waren - aber sicher nicht bei der Schülerhilfe!!! Aus meiner Schule besuchen etliche die Schülerhilfe- mit Erfolg, in den ersten Monaten Verbesserung um mindestens eine Note! Ein Schüler, der jahrelang Lücken aufgebaut hat, kann nicht nach 4 Wochen von einer 5 auf eine 2 kommen, da muss man schon realistisch sein!


Indy72
beantwortet von Indy72 am 18. Februar 2008 12:36
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Scientology hat mit dem Franchise-Konzept der "Schülerhilfe" nichts zu tun. Das lernen erfolgt in kleinen, inhomogenen gruppen, die meist von Studenten betreut werden. Einzig die Noterveränderung kann einen Anhaltspunkt für die Qualität einzelner Dozenten liefern. Ein Programm oder Konzept, bis auf eigens entwickelte Übungshefte war zu meiner Zeit dort als Lehrkraft, nicht vorhanden. Das war vor 2-3 Jahren.

Kommentar von Sonnenstern am 21. Februar 2008 21:19

Die Schülerhilfe hat ein klares Konzept. Nach Bestimmung des Lerntyps wird das Kind individuell gefördert - es existieren Übungsbücher, die gezielt Lücken aufdecken und aufarbeiten. Wichtig ist aber immer der Nachhilfelehrer vor Ort - viele sind ja auch Ansprechpartner bei den großen und kleinen Problemen der Schüler. Nur mit dem Material allein kann man sich auch zu Hause hinsetzten - wichtig ist die gezielte Arbeit.


dtimmermann
beantwortet von dtimmermann am 18. Februar 2008 12:35
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http://nachhilfe.schuelerhilfe.de/

Die Schülerhilfe gleichen Namens (siehe Link) hast auf jeden Fall ein TÜV Siegel für TÜV-geprüftes Qualitätsmanagementsystem.

Vielleicht ist dies ein Anhaltspunkt

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 18. Februar 2008 12:42

Die Qualität wird auch vom TüV nicht garantiert, sondern nur die Qualität des Qualitätmanagementsystems!

Kommentar von 803d8da23bffd7056bfd6d28d5baad9bsmalldtimmermann am 18. Februar 2008 12:45

Ich kann lesen - danke! Auch ein geprüftes Qualitätmanagementsystem kann aufschlussreich sein.


anonym
beantwortet von robie am 20. Februar 2008 17:21
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Sollten bisherige Fördermaßnahmen in der Schule, die laut Lehrplan geregelt und im Schulunterrichtsgesetz verankert sind, keinen Erfolg bringen und Zusatzunterricht außerhalb der Schule angedacht sein, so würde ich empfehlen. Vorweg Erkundigungen und Erfahrungswerte über Nachhilfelehrer und –institutionen im Bekanntenkreis und deren Umfeld einhole und anhand eventuell vorhandenem Wissens über die Ursachen der Lernschwäche(n) einen kompetenten Nachhilfelehrer kontaktiere. Im Vorgespräch mit dem vorgesehenen Nachhilfelehrer mir von ihm (ihr) erwarte, dass der (die) Betreffende mir folgendes anbietet: Dass er (sie) den Ist-Zustand des Schülers eruiert und nachweislich festhält, die Ursachen der Lernschwächen hinterfragt oder in Form eines Screenings dies macht (dabei keinesfalls eventuelle Wahrnehmungsschwächen, psychische und psychosomatische Komponenten außer Acht lässt) und ein Ursachenprofil erstellt, dass er keinesfalls die Betreuung bei Hausaufgaben als Ersatz für den Nachhilfeunterricht betrachte (möglich wäre eventuell Teile der Hausaufgaben als Kontrollinstrumentarium verwende und hintan hänge), das bisherige Umfeld bei der Lernarbeit ins Auge fasst und mit einbezieht, anhand des Ursachenprofils einen Therapie-/Lernschritteplan erstellt und welche eventuellen erforderlichen Lernhilfen er in die Arbeit mit einbeziehen will. Von der Warte des Nachhilfelehrers aus betrachtet würde ich von selbst außer oben angeführten Punkten dem Interessenten folgendes anbieten: Die Zeit für Nachhilfeunterricht so koordinieren, dass diese nach der Erholungsphase des Schülers fallen (später Nachmittag nach den Hausaufgaben und keinesfalls vielleicht gleich nach Unterrichtsschluss oder gar am Wochenende; eine Aussage: „Ich kann nur in der Zeit von … bis …“ wäre nicht im Sinne des Schülers!). Anhand des festgehaltenen Ist-Zustandes das Positive des Schülers hervor kehren und dort aufbauen, was der Schüler leicht lösen kann. Auf Metaebene (zwischendurch) Lernerfolgskontrollen durchführen und eventuelle Korrekturen im Therapieplan vornehmen. Allgemein möchte ich nicht unerwähnt lassen: Einen guten, erfolgreichen Nachhilfelehrer zeichnet besonders aus, wenn er die Motivation des Schülers stets hochhalten und immer wieder von neuem anfachen kann. Gruppenunterricht (vielleicht sogar im Ausmaß von 5 bis 8 Schüler oder noch mehr pro Gruppe) in Nachhilfeinstituten halte ich rein gar nichts, da die individuelle und spezialspezifische Betreuung verloren geht. Eine Betreuung in Kleingruppen (bis höchstens 4 Schüler) auch nur dann, wenn dies eine homogene Gruppe mit den gleichen oder annähernd ähnlichen Lernschwächen ist.


claude5
beantwortet von claude5 am 18. Februar 2008 13:16
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Ich habe da mal gearbeitet ... und kann es nicht empfehlen.

Erst Mal, um Dir Deine Sorgen zu nehmen (oder doch zu bestätigen, je nach Interpretation): Ich musste im Vertrag unterschreiben, dass ich nicht Scientology angehöre oder deren Ideen/ Methoden vertrete. Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig (und nein, ich hab mit dem Haufen nichts zu tun).

Warum ich diese Nachhilfeinstitute (wie etwa Schülerhilfe) nicht empfehlen kann? Ganz einfach: Es werden kleine Gruppen gebildet (bis zu ca. 8 Schüler), die im Alter vielleicht noch ungefähr übereinstimmen. Sie müssen aber die unterschiedlichsten Fächer üben. Du hast aber nur einen Nachhilfelehrer im Raum. Der macht dann mit dem einen Rechtschreibung Klasse 4, Mathe Klasse 8, Englisch Klasse 7... Wer dort als Nachhilfelehrer arbeitet, wird vorher gefragt, welche Fächer und bis zu welcher Klasse er denn unterrichten könnte (Auslegung der Antwort ist flexibel). Führte z.B. dazu, dass ich mal eine Schülerin, Klasse 11 unterstützen durfte, die Probleme in Französisch hatte. Habe selber in der Schule Latein und Italienisch gelernt, danach noch ein paar andere Sprachen (aber kein Franz...). War kein so großes Problem, weil ich grundsätzlich weiß, wie Sprachen und Sprachenlernen "funktioniert" - aber eben nicht das Gelbe vom Ei...

Ein Zitat eines erstaunten Schülers fasst es wohl am besten zusammen: Sie wollen ja wirklich, dass ich was lerne. Die Schüler hatten wohl ansonsten den Eindruck, dass es sich höchstens um ein betreute Hausaufgabenmachen handelte... wenn überhaupt.

Alternative: Lieber einen älteren Schüler / Schülerin engagieren und mit Einzelstunden genau das abarbeiten, was aktuell gerade im Unterricht läuft. Erfolg ist so wesentlich wahrscheinlicher!

Kommentar von Sonnenstern am 21. Februar 2008 21:34

wichtig ist vor allem, das Lücken aufgearbeitet werden - nicht den Unterrichtsstoff abarbeiten - das machen wir Lehrer in der Schule... Unsere Erfahrung nach funktioniert das mit ältern Schülern nicht so gut, etwas Ahnung von Pädagogik sollte man schon haben.... Leider muss ich Ihnen in einem Punkt recht geben - ich habe hier an meiner Schule Kollegen, die haben wirklich kaum noch Interesse daran, dass der Schüler etwas lernt, sondern arbeiten ihr Pensum ab - der Rest interssiert sie nicht....deshalb empfehle ich den Eltern die Schülerhilfe bei uns.


anonym
beantwortet von flex2 am 18. Februar 2008 13:07
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überlege mal

wenn eine werbeminute im fernsehen 10 000 euro kostet, glaubst du, dass du gratis hilfe bekommst ? warum sollte jemand etwas gratis machen, wenn er andererseits 10 000 euro bezahlt ?

Kommentar von 4b75d2f61430b2306d2fe1658ff5b57fsmallquaki am 18. Februar 2008 13:26

was willst du damit sagen? worauf bezieht sich das?


sheewa
beantwortet von sheewa am 18. Februar 2008 12:54
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Meine Tochter war bei drei Schnupperstunden für Mathe.

Es war nicht das Gelbe vom Ei. Es sitzen meist bis zu 6 Kinder in dem Raum. Meine Tochter hat drei verschiedene Lehrer ausprobiert und es hat nichts gebracht. So toll erklären konnten die auch nicht.

Teuer ist es außerdem.

Du musst gleich einen Vertrag für 6 oder 12 Monate abschließen. Was ich als eine Frechheit empfinde.


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