Praline am 29.11.2008 um 12:43 Uhr
Umzugsgedanken, deshalb die Frage...

gibt es Einkaufsmöglichkeiten? WO ist die nächste Einkaufsmöglichkeit? Busverbindungen in die nächstgrößere Ortschaft,um einzukaufen.Ist ein Auto vorhanden? In einem Dorf ist oft Landwirtschaft angesiedelt-also muß man sich mit dem Gestank (Kuhmist und was auf den Feldern versprüht wird) anfreunden.In einem Dorf wird viel getratscht-da kennt jeder jeden,man ist bestens über die anderen informiert (was mir persönlich sehr auf die Nerven geht.Der Nachbar weiß genau,wann und von wem ich gestern Besuch hatte)=die Anonymität der Stadt fehlt.Ansonsten ist es auf dem Dorf (bei uns heißt es AUF dem Dorf wohnen grins) sehr idyllisch,ruhig,landschaftlich wunderschön.

Jeder kennt jeden. Das kann Vorteile und Nachteile haben. Am besten einem örtlichen Verein beitreten, dann hat man bald Anschluß.
Und bitte nicht im Nachhinein die dörfliche Welt "retten" wollen. Ich kenne genügend Leute, die erst ihr Haus auf die Schlüsselblumenwiese gestellt hatten und dann als Naturschützer ebensolche schützen wollten.

Je nach Größe des Dorfes brauchst du ein Auto, weil du weniger Einkaufsmöglichkeiten hast. Die soziale Kontrolle ist auf dem Dorf noch viel größer als in der Stadt. Aber sonst ... hmmm ... beachten? Weiß nicht. Kannst du etwas genauer fragen?
Praline am 29. November 2008 12:49 Soll ich mit dem Pastor als erstes sprechen - z.B. ?
wernilein am 29. November 2008 12:50 ..aber nur sprechen..
Eselin am 29. November 2008 12:50 Der freut sich immer. Aber worüber willst du mit ihm sprechen?
wernilein am 29. November 2008 12:53 na,vieleicht will sie im Kirchenchor mit Trällern..
Eselin am 29. November 2008 12:58 wenn das das wichtigste Anliegen ist, dann kann man sich natürlich sofort an die Kirchengemeinde wenden. Aber sonst haben wir von Kirchens auch hier auf dem Dorf nicht mehr viel zu melden ....
wernilein am 29. November 2008 12:59 lach...das weiss sie doch nicht,sie zieht doch erst hin..:-))
Dass man dich dort sehr schnell kennen wird und wenn du dich nicht "anpasst" du schnell ausgeschlossen werden kannst. Dran denken, dass man mobil sein sollte, je nach dem, welche Geschäfte und Einrichtungen es dort gibt.
das wenn man etwas falsches sagt das gleich das genze dorf hört aber sonst is es cool in einem dorf zu leben

Jeder kennt jeden. Jeder will alles über jeden wissen. Ich bin auf dem Dorf groß geworden und lebe jetzt in der Großstadt, hier fühle ich mich wohler. Aber wer gesellig ist und alles mitmachen will, Feuerwehrball, Maibaumpfanzen, Entedankumzug und immer den Rasen schön kurz mäht vor seinem Haus und die Fahrstraße fegt, der mag's mögen.

Smalltalk ist keiner. Nie!
Das ist Informationsaustausch im Stealthmodus, gewandet im Mantel der Wettervorhersage.
Baiana am 29. November 2008 12:53 Perfekt ausgedrückt! Einmal etwas im Vertrauen ausgeplaudert, schon laufen die Telefone heiß! grusel

stell dir das nicht so einfach vor das Leben auf dem Lande :-))

Also, ich habe als Berliner zwei Jahre in einem Dorf in Niedersachsen gewohnt. 1. Da weiß einer vom anderen alles! 2. Unbedingt einem Verein beitreten, dann hast Du bei allen "Gute Karten" 3. Nicht hochnäsig daher kommen! 4. Wenn man die Ruhe & schöne Landschaft liebt, ist es Klasse! 5.Bin aber nach zwei Jahren zurück in die Großstadt,Kulturangebote u.s.w. sind einfach größer. Auch die Fahrverbindungen sind besser. Viel Glück!
Wir wohnen auch auf dem Dorf - würde nie etwas anderes wollen. Zum Thema Leute: laß sie doch reden! Bin ich abhängig von der Meinung der Leute?
Ich würde aber als Neuankömmling entweder die Nachbarn kurz besuchen und mich vorstellen, oder sie gesammelt einladen (muß nichts großartiges sein); einfach damit Du sie jedenfalls vom Ansehen her kennenlernst.
Das habe ich damals wegen der Geburt eines Kindes verschlunzt und mich lange darüber geärgert. Es dauert dann einfach länger, die Menschen kennenzulernen.
Pflege guten Kontakt mit einigen wenigen, damit Du auch mal Eier oder Sahne oder was auch immer borgen kannst, wenn man Besuch kommt... (das klingt materialisitsch, aber ich meine, daß man auf so gutem Fuße steht, daß man sich so eine Frage erlauben kann - das nennt man Vertrauen).
Kannst ja auch mal ein Frauenfrühstück anbieten, das kann sehr nett sein.
nicht gerade einfach, aber trotzdem wunderbar :)
Ich selbst habe mal in einem kleinen Dorf gewohnt, da mein Mann beruflich in einem ansässigen Unternehmen einen lukrativeren Job erhalten hat. Für uns als Stadtmenschen war es nichts.
Man sollte auf jeden Fall mobil sein, wie bereits schon öfters erwähnt. Die Naturliebenden werden es lieben. 200 m hinter unserem Haus hat der Wald angefangen.
Die Freizeit- und Weggehmöglichkeiten sind meist ebenfalls sehr spärlich. Meine Kinder (12 und 17) fanden es anfangs sehr langweilig, trotz neuer Freunde.
Bin letztens mal auf eine witzige Internetseite gestoßen, http://www.mehr-action.de, da versuchen welche das Leben in einem kleinen Ort mit mehr Action zu füllen.
Wir sind wieder in die Stadt gezogen, aber wir haben jetzt noch Kontakt zu Bekannten aus der früheren Wohngegend. Anschluss hatten wir relativ schnell gefunden. Man muss sich halt in das Dorfleben intergrieren. Mitglied im Verein werden etc. Was ich sehr toll und anfangs merkwürdig fand ist, dass mich die (fremden) Menschen grüßten. Das macht man da einfach.
DH