Frage von mAin0x, 123

Was muss ich tun um wieder versichert zu sein?

Ich habe ne Ausbildung angefangen, war dann über die AOK versichert, als ich die Ausbildung aus psychischen Gründen abbrach musste ich eigentlich weder über die Huk- Coburg versichert werden, welche mich aber nicht nimmt, da ich in psychische Folgebehandlung muss und sie diese nicht zahlen möchten.

Aber das kommt mir ehrlich gesagt sehr illegal vor (jemanden nur wegen eines psychischen Zusammenbruchs nicht zu versichern)

  1. Kann ich gesetzlich dagegen vorehen/ ist es überhaupt illegal?

  2. Was kann ich tun, um wieder versichert zu sein?

Antwort
von sonnymurmel, 66

Wenn du freiwillig versichert bist, kann dich die  Versicherung  ablehnen.

Du kannst versuchen dir eine andere private Versicherungsgesellschaft zu suchen.

Wie alt bist du? Evtl. kannst du auch wieder familienversichert werden. Erkundige dich bei deinen Eltern und deren Krankenkasse.

Kommentar von mAin0x ,

Ich bin ja 17 und will bei der Huk Famielienversichert bei meinem Dad werden, die AOK hat eine Brückenversicherung oder so gemacht, was ich auch erst heute erfahre, für welche ich 170 pro Monat nachzahlen muss außer ich werde eben Rückwirkend bei der HUK genommen, was dann weniger kosten würde.

Kommentar von NochWasFrei ,

Du kommst hier mit den Begriffen durcheinander. "Familienversicherung" gibt es nur in der gesetzlichen Krankenversicherung, also definitiv nicht bei der HUK, welche eine private Krankenversicherung ist.

170€ klingt nach Mindestbeitrag in der freiwilligen gesetzlichen Versicherung (inkl. Pflegeversicherung).

Wenn du keine Anwartschaft bei der HUK gemacht hast, sind die nicht verpflichtet dich im bisherigen, günstigen Tarif wieder aufzunehmen. Und bei psychischen Erkrankungen hebt jede PKV die Arme und zeigt dir die Tür...

Kommentar von Apolon ,

 Und bei psychischen Erkrankungen hebt jede PKV die Arme und zeigt dir die Tür...

Dies wäre ein Verstoß gegen geltendes Recht.

Die Huk muss ihn wieder aufnehmen wenn er einen Antrag gestellt hat und wenn es der Basis-Tarif ist.

Kommentar von NochWasFrei ,

Die Aussage war auf den "bisherigen, günstigen Tarif" bezogen. Natürlich ist der Basistarif möglich.

Kommentar von Apolon ,

 Ich bin ja 17 und will bei der Huk Famielienversichert bei meinem Dad werden,

Die HUK ist eine private Krankenversicherung und da haben alle Personen eigenständige Tarife. Da gibt es keine Familienversicherung.

Wenn deine Eltern keine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen haben, und du eine erneute Gesundheitsprüfung benötigst, wird dich die HUK nur zum Basistarif aufnehmen.

Wenn du noch kein Jahr in der GKV versichert warst, musst du wieder zurück in die PKV.  Ein Verbleib in der GKV ist nicht möglich.

Kommentar von sonnymurmel ,

@ Norbert Uhrig .......dem stimme ich zu- genau so ist es .

Kommentar von sassenach4u ,

Stimmt nicht, er irrt.

Kommentar von sassenach4u ,

Norbert Uhrig, das stimmt nicht, es gilt das Prinzip der letzten Kasse- das war die AOK . Das System, zurück in die PKV ist schon lange vorbei. Es gilt dann die obligatorische Anschlussversicherung- die greift hier und damit bleibt er in der AOK.

Kommentar von Apolon ,

Na dann teil mir doch einmal die entsprechende Rechtsquelle mit !

Kommentar von MiaMaraLara ,

§ 188 Abs 4 SGB V

 Für Personen, deren Versicherungspflicht oder Familienversicherung endet, setzt sich die Versicherung mit dem Tag nach dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht oder mit dem Tag nach dem Ende der Familienversicherung als freiwillige Mitgliedschaft fort, es sei denn, das Mitglied erklärt innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse über die Austrittsmöglichkeiten seinen Austritt. Der Austritt wird nur wirksam, wenn das Mitglied das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist. Satz 1 gilt nicht für Personen, deren Versicherungspflicht endet, wenn die übrigen Voraussetzungen für eine Familienversicherung erfüllt sind oder ein Anspruch auf Leistungen nach § 19 Absatz 2 besteht, sofern im Anschluss daran das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachgewiesen wird.


 Folge: Er ist freiwilliges Mitglied der AOK

Antwort
von eulig, 60

wenn du mit der Ausbildung bei der AOK versichert warst, dann schließt an diese Versicherung idR automatisch eine obligatorische Anschlussversicherung an. d.h. es laufen bereits seitdem jeden Monat Beiträge auf, die zu der Kasse schuldig bist. versichert bist du aber trotzdem. wenn auch nur für Notfälle und Schmerzbehandlungen.

wenn deine Mutter oder dein Vater gesetzlich versichert sind, dann könntest du dort auch bis zum Tag vor dem 23. Geburtstag in die kostenfreie Familienversicherung.

Kommentar von mAin0x ,

Das erste habe ich schon erfahren (auch wenn ich unerfreut darüber bin) aber die Huk lässt mich nicht in die Familienversicherung, da die Folgebehandlung anscheinend zu teuer ist...

Kommentar von DerHans ,

In der privaten Krankenversicherung gibt es den Begriff Familienversicherung nicht. Da wird jede Person einzeln versichert, entsprechend dem bestehenden Risiko (Oder eben auch nicht)

Antwort
von sassenach4u, 28

Du bist versichert bei der AOK für 170,-- Euro/Monat.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 77

Du bist ja versichert.

Eine private Krankenversicherung kann sich ihr Kunden eben aussuchen.

Du warst pflichtversichert durch die Ausbildung und bist jetzt automatisch freiwilliges Mitglied dieser Krankenkasse. Damit ist der Pflichtversicherung Genüge getan.

Eine psychische Erkrankung kann natürlich sehr schwer ins Geld gehen. Kein Wunder, dass der Versicherer das ablehnt.

Kommentar von mAin0x ,

Okay. Aber warum hat mich die Aok dann folgeversichert und verlangt jetzt Cash? Wenn es nur freiwillig wäre?

Kommentar von DerHans ,

Als Azubi warst du pflichtversichert. Da muss die gesetzliche Versicherung dich nehmen. Die anschließende freiwillige Versicherung ist dann obligatorisch.

Das gilt jetzt wiederum NICHT, wenn du jetzt die Versicherung wechseln möchtest. Auch eine gesetzliche kann dann eine Gesundheitsprüfung durchführen und dich auf den jetzigen Versicherer zurück verweisen.

Kommentar von MiaMaraLara ,

DerHans: Gesetzliche Krankenkasse führen keine Gesundheitsprüfungen durch. Wieso auch. Sie dürfen dich wegen deinem gesundheitlichem Zustand sowieso nicht abweisen.

Kommentar von sassenach4u ,

Quatsch- KEINE gesetzliche KV macht eine Gesundheitsprüfung- lassen sie doch ihr Halbwissen ,BITTE!!!!

Kommentar von Apolon ,

 Auch eine gesetzliche kann dann eine Gesundheitsprüfung durchführen und dich auf den jetzigen Versicherer zurück verweisen

Hast du dies in der Bildzeitung gelesen ?

Kommentar von kevin1905 ,

Als freiwilliges Mitglied bist du selbst der Beitragsschuldner und erzielst ein fiktives Einkommen von 967,33 € im Monat, auf welches der Beitrag erhoben werden muss.

Es ist nicht freiwillig krankenversichert zu sein!

Den Hinweis von Norbert Uhrig zur Versicherungszeit unbedingt beachten. Es kann sein, dass die PKV dich versichern muss!

Antwort
von Apolon, 57

 Ich habe ne Ausbildung angefangen, war dann über die AOK versichert, als ich die Ausbildung aus psychischen Gründen abbrach musste ich eigentlich weder über die Huk- Coburg versichert werden, welche mich aber nicht nimmt,

Sorry - aber hier fehlen einige Informationen.

Soll man daraus entnehmen, dass du bis zu dem Ausbildungsbeginn über ein Elternteil in der PKV (HUK) versichert warst ?

Wie lange hat denn danach  die GKV-Pflicht-Versicherung bei der AOK bestanden ?

Wenn es weniger als ein Jahr war, musst du wieder zurück in die PKV.

Bedeutet die HUK muss dich wieder nehmen, aber nur über den BASIS-Tarif. ( Es sei denn deine Eltern haben für dich eine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen bei der HUK).

Scheinbar habt ihr den falschen Versicherungsvermittler gehabt, denn sonst würden deine Eltern mit Sicherheit eine weitergehende Anwartschaftvers. für dich abgeschlossen haben.

Gruß N.U.

Kommentar von sassenach4u ,

Nein, muss er nicht. Da irren Sie aber richtig- dann kommt es zur obligatorischen Anschlussversicherung und damit der AOK.

Kommentar von Apolon ,

Nur dann wenn er über die AOK mindestens 1 Jahr versichert war, ansonsten kommt er wieder zurück in die PKV.

Anspruch auf ALG 1 besteht ja auch noch nicht.

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