Frage von Arcanus187, 56

Was muss ich tun um Arbeitslosengeld für 2 Monate zu bekommen?

Derzeit bin ich noch in meinem Betrieb angestellt, möchte aber im laufe der nächsten Wochen kündigen, grund dafür ist ein Berufswechsel der im Juli stattfindet, undzwar habe ich eine feste Stelle bei der BW bekommen, in welcher ich am 04.07. einsteigen werde.

Um mich körperlich noch vorzubereiten und etwas zu entspannen will ich eineinhalb bis zwei Monate vorher mit dem arbeiten aufhören. (Falls erforderlich: ich bin seit nunmehr 2,5Jahren voll ausgelernt)

Mit meinem Arbeitgeber habe ich nach aktuellem stand ausgemacht das ich diese 1,5-2Monate Urlaub quasi als unbezahlten Urlaub haben kann wenn ich das möchte, das Problem dabei ist das ich in derzeit wirklich absolut kein Einkommen habe und nur den ersten Monat versichert bin, den zweiten Monat müsste ich mich dann privat versichern. Jetzt habe ich von einem Aufhebungsvertrag gehört, mithilfe dessen es möglich sein soll ALG zu bekommen, allerdings gibt es da auch gewisse regelungen wie man die Sperrfrist verhindert, da ich mich hier nicht gut genug auskenne dachte ich mir frage ich euch mal, vielleicht kennt jemand sogar eine bessere möglichkeit als diese oder kann mich dabei beraten.

Vielen Dank

Antwort
von dadamat, 10

Bei einem Aufhebungsvertrag bekommst du eine Sperrfrist von 12 Wochen, weil diese als einer Entlassung auf eigenen Wunsch gewertet wird. Nur wenn du mit ärztlichen Attesten nachweisen kannst, dass du aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit nicht ausführen kannst, wird auf die Sperrfrist verzichtet. Nach vier Wochen ohne Anstellung und auch ohne Zahlung einer Lohnersatzleistung (ALG) bist du nicht mehr krankenversichert.

Antwort
von DerSchopenhauer, 33

Wer die Arbeitsstelle wechselt, darf keine Sperrzeit bei Eigenkündigung erhalten. Die grundgesetzlich garantierte freie Berufswahl wäre sonst nicht möglich.

Wenn man sich beruflich verändern oder verbessern möchte, man also nachweislich ein neues Beschäftigungsverhältnis eingehen wird oder wenigstens die Aussicht auf eine neue Stelle hat, darf man keine Sperrzeit erhalten.

Es ist aber darauf zu achten, daß die vertragliche/tarifliche Kündigungsfrist eingehalten wird (so kündigen, daß es die letzte Möglichkeit ist, bevor die neue Stelle beginnt).

Weil es aber immer wieder Probleme bei den Arbeitsagenturen gibt, sollte das Vorgehen VOR der Kündigung mit der Arbeitsagentur geklärt werden.

Erholen ist kein Argument, daß eine Sperrzeit verhindern würde.

Antwort
von skychecker, 23

Gott sei dank, dass dieses so nicht klappen wird.

Gerne gönne ich Dir Deinen Urlaub, aber doch bitte nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft.

Es gibt wenige Ausnahmen, bei denen der Aufhebungsvertrag nicht zu einer Sperrfrist führen wird.

Dein Wunsch nach Urlaub ist nicht davon abgedeckt.

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 31

Vergiss den Aufhebungsvertrag. Da gibt es nur dann keine Sperre, wenn Du nachweisbar auch ohne diesen betriebsbedingt gekündigt worden wärst

Hier würde es sich aber um Eigenverschulden handeln und Du würdest wie bei einer Eigenkündigung oder fristlosen Kündigung eine Sperre des ALG bekommen.

Dass Du so eine lange Auszeit brauchst um Dich zu regenerieren und auf den neuen Job vorzubereiten erschließt sich mit nicht. Du bist noch jung und schon so wenig belastbar? Stell Dir mal vor jeder AN würde das vor einem Stellenwechsel machen und dann erwarten dass die Allgemeinheit das bezahlt. Alleine bei dem Gedanken graust mir

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community