Frage von Mancen, 61

Was muss ich mir als Minijobber bezüglich meiner Arbeitszeiten und den Wartezeiten vor der Arbeit gefallen lassen ?

Hi, ich arbeite derzeit in der gastro auf 450€ Basis, habe aber folgende Probleme:

Oft werde ich zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Arbeit bestellt und muss dann noch so ein bis zwei Stunden unbezahlt warten, bevor ich dann arbeiten kann oder teilweise sogar wieder nach Hause geschickt werde. Oft arbeite ich dann sogar nur eine Std, was sich schon durch die Anfahrtskosten nicht lohnt. Zudem bin ich oft auf Abruf (also das ich vielleicht kommen soll wenn ich gebraucht werde) eingetragen und kann dann an dem Tag nichts anderes machen, weil ich Zuhause warten soll, ob im Laden noch was passiert und ich gebraucht werde. Dazu kommt, das ich auch nie weiß wie lange ich arbeiten muss, da mir nur die Zeiten gegeben werde, wann ich zu kommen habe. Kommen wir nun zu den Fragen:

1.) Ist es legal, das ich bei der Arbeit mehrere Std warten muss ohne bezahlt zu werden und dann sogar teilweise nach Hause geschickt werde?

2.) Gibt es irgendwie Fristen bei denen mir auf Abruf mitgeteilt werden muss, ob ich arbeiten soll?

3.) Ist es rechtens das ich nie weiß bis wann ich arbeiten muss?

4.) Und als letztes: Bis wann muss der Schhichtplan aushängen (bei uns passiert es oft das ich erst einen Tag vorher erfahre das ich arbeiten soll)?

Ich würde mich sehr über Antworten freuen, wär auch schön wenn sie begründet sind, so das ich das meinem Vorgesetzten besser sagen kann. :)

Antwort
von Novos, 37

erste Frage, bist Du mindestlohnberechtigt? Wenn Du das bist, kannst Du für die Bereitschaftszeit (Wartezeit im Betrieb) Mindestlohn verlangen. Zur Arbeit einbestellt um 10 Uhr, darfst aber erst ab 11:30 Uhr arbeiten, dann hast Du die 1,5 Stunden anrecht auf Mindestlohn.

Anderes zum Thema hier: https://www.shiftjuggler.com/blog/2014/04/03/haeufige-rechtliche-fragen-zu-diens...

Kommentar von Mancen ,

Den Mindestlohn erhalte ich, danke für die schnelle Antwort 

Antwort
von SiViHa72, 29

http://www.n-tv.de/ratgeber/Was-darf-der-Chef-verlangen-article10477501.html

4 Tage vorher sollte man üblicherweise bescheid wissen ,d as ist wie bei Änderungen des Dienstplans:

"Als angemessen gelten nach einem aktuellen Urteil des  Arbeitsgerichts Berlin in der Regel vier Tage (Az. 28Ca 10243/12)."

Zu Deinen Fragen:

1. > nein

2.> s.o., Du solltest 4 Tage vorher bescheid wissen.

3. > nein, auch das sollte festgelegt sein

4.> s.o.

Insgesamt gesehen sage ich mal: Der vera* Dcigh aber gehörig.

Das sagst Du ihm natürlich nicht, aber mal ehrlich: von dem Job würde ich mich trennen. Du bist kein Sklave,d er immer springen muss, wenn der Master es sagt.

Kommentar von Mancen ,

Ich hab auch vor eventuell zu kündigen, jedoch wird das frühstens so in zwei Monaten sein, deswegen suche ich gerade nach einer Zwischenlösung. Können sie mir vielleicht noch etwas zu Punkt 3 beisteuern, darauf würde ich die Vorgesetzten gerne mal ansprechen und sie scheinen recht viel in dem Gebiet zu wissen :)

Kommentar von SiViHa72 ,

Ein Dienstplan enthält ja Anfangs- uind Endzeiten. HAT er zu enthalten. kenne ich niergendswo anders. Also kann man sdagen: wenn 8siehe mein früheres Zitat)-w enn also der Dienstplan 4 Tage vorher feststehen soll- dann eben Anfangs UND Endzeiten.

Ich bin kein jurist, aber für so ein Geeier wie bei dir- sorry, Ihnen- dafür hätten mich meine früheren Chedfs aber bald mal strammstehen lassen (ich hab früher Diebnstpläne schreiben müssen). Später in Hotelservice gabs so ein geeier auch nicht. Wir kriegten undere Pläne meist nen Moonat vorher, manchmal kurzfristig Änderungen ne Woche vorher.

Oder auch mal,w enn man eigentlich kurz (10.30) eingeteilt war, die Kollegin mit Dienst bis 12.00 krank war- kurzfristig bis 12.00 Weil man die Gäste ja nicht allein lassen will.

Kommentar von Mancen ,

Okay, bei uns stehen eben nur die Anfangszeiten 

Antwort
von Frangge, 32

Mal abgesehen davon, ob es da Vorschriften für die in deiner Frage erwähnten Gegebenheitenm gibt:

Such dir doch einfach einen neuen Minijob, bei dem die Voraussetzungen passen und du halbwegs vernünftige Arbeitsbedingungen hast.

Kommentar von Mancen ,

Ich mag meine Kollegen sehr gerne, weswegen ich nicht einfach so kündigen möchte, da sich dann auch an ihrer Lage nichts ändern würde und ich das Verhalten der Vorgesetzten unter aller Sau finde...

Antwort
von Gastrooldie, 9

In der Gastro kommt so etwas häufiger vor, aber sollte nicht einfach so hingenommen werden. Am besten zeigt und legt man frühzeitig seine Grenzen fest. Einen Rechtsstreit zu beginnen (worauf es der AG oft ankommen lässt) ist ein ziemlicher Aufwand und wenn dort noch nie jemand was gesagt hat, dann verlasse dich nicht auf deren ehrliche Aussage vor Gericht. Wenn du sowieso nicht mehr lange dort sein wirst, dann ist wohl ein Kompromiss das beste. Sage doch deinem AG das du (aus Zeitgründen und zwecks Fahrtkosten) es nicht mehr hinnehmen kannst umsonst (weil keine oder wenig Arbeit) aufzutauchen. Sage ihm dass du wenn du kommen sollst auch schon mind. (2-4 Std.) Oder so... arbeiten möchtest, weil der Aufwand und die Kosten sonst zu hoch sind. In der Gastro kann es aber auch immer passieren dass du dann nicht mehr gebraucht wirst, weil ja auch die Gäste kommen wie sie wollen. Er könnte dir aber auch irgendwelche anderen Aufgaben geben, wenn kaum Gäste da sind. Naja, wahrscheinlich musst du es unter "Erfahrung" abhaken und beim nächsten Job frühzeitig deine Grenzen setzen. "Wer viel kann, der muss auch viel machen." Und wenn du bisher immer konntest, dann.... 😉

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