Was muss ich bei einem Kauf von einem Multimeter achten?

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6 Antworten

Das hängt ganz von den Dingen ab, die du messen willst. 

Als Elektroniker für Informationstechnik habe ich täglich mit verschiedensten Messgeräten z.B. aus dem Baumarkt (ca.20€) bis hin zu Highend Geräten die teilweise soviel kosten wie ein Kleinwagen zu tun.

Die Funktionen entscheiden dabei über den Preis.

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Das auch der Messbereich abgedeckt wird den du messen willst. 

Analog oder Digital kommt in Frage. Geht bei unter 10 Euro los (ist für vieles ausreichend aber eben nicht sonderlich hochwertig). Alternativ zu einem Fluke greifen, dann hast du was für die nächsten 30 Jahre. :)

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Es sollte das messen können, wofür Du es einsetzen willst.

Und, ganz wichtig, es sollte ausreichend schutzisolierte Prüfkabel haben, bei denen der zulässige Einsatzbereich auch sauber in der Anleitung dokumentiert ist. Wenn Du das Multimeter für mehr als irgendwelche Kleinstspannungen/-ströme einsetzen willst, dann braucht's auf jeden Fall ein TÜV- oder GS-Siegel (oder ein vergleichbares Prüfzertifikat aus einem anderen Land mit vertrauenswürdiger Produktüberwachung).

Bei irgendwelchen No-Name-Billigimporten von sonstewo, die niemand zertifziert hat, kann es Dir nämlich sonst passieren, dass Du gehörig einen gewischt bekommst, wenn Du sowas wirklich mal z. B. im 230-V-Netz einsetzt.

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Lies dich mal schlau unter den Stichworten "Messkategorie" bzw. "Sicherheitsklasse" (CAT I bis CAT IV)

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Kommt drauf an, auf was zu achten du dir leisten kannst und willst.

CAT III 300V (sowohl das Gerät selber als auch die Prüfspitzen) wäre bei Messungen im 230V Netz angebracht, ebenso wie mindestens ein vertrauenswürdiges Prüfsiegel (muss nicht unbedingt eine deutsche Zertifizierung sein). Dazu wären vernünftige HRC-Sicherungen und eine vernünftige Eingangsschutzbeschaltung recht wünschenswert, ebenso wie natürlich ein solides Gehäuse.

True-RMS brauchst du für Messungen bei Wechselspannungen, ohne kannst du sonst lieber einen Schamanen fragen.

Bei der Auflösung musst du es nicht übertreiben, 4000 Count genügt, die meisten günstigeren Multimeter sind für solche hohe Auflösungen wie sie oft bieten ohnehin zu ungenau.

Die Genauigkeit bei den grundlegenden Messdisziplinen (Spannung, Strom, Widerstand etc.) sollte <0.5% (+2 Count bzw. 1% falls du wenig Geld ausgeben willst) sein, sonst kannst du auch selber raten. Bei Kapazität, Temperatur etc. ist die Genauigkeit nicht so wichtig.
Eine hohe Abtastrate kann hilfreich sein.

Bestenfalls kaufst du ein Modell, welches nicht zu selten vorkommt. Dann gibt es in Foren nämlich eher Hilfe bei Problemen. 

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Kommentar von germi031982
09.10.2016, 16:42

230V sind nicht gleich 230V. Cat. III sagt aus das damit Messungen im 230V-Netz bis zum Zähler gemacht werden dürfen. Im Bereich des Stromzählers und davor soll Cat. IV genommen werden denn dort sind im Fehlerfall die Kurzschlußströme so hoch das ein massives Verletzungspotential besteht wenn man bei der Messung einen Kurzschluss mit den Prüfspitzen verursacht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Messkategorie

Im Stromnetz würde ich bei einer Prüfung auf Spannungsfreiheit kein Multimeter nehmen. Erstens sind diese Geräte so hochohmig das induktiv oder kapazitiv eingekoppelte Blindspannungen angezeigt werden die aber absolut ungefährlich sind (gleiches Problem wie beim "Lügenstift"), zweitens muss man bei der Messung den Blick von der Meßstelle abwenden um einen Wert abzulesen und das stellt unter Umständen auch ein Risiko dar. Da sollte man lieber auf zweipolige Spannungsprüfer wie zum Beispiel Duspol zurückgreifen.

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dass es all das kann wozu es benötigt wird

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