Frage von Marienkaefer70, 190

Was muss ich beachten bei einer erneuten Beurteilung durch den MDK?

Der MDK hat nur Pflegestufe 0 für meine Demenzerkrankte Mutter bewilligt. Jetzt muss ich Einspruch einlegen und ein erneute Begutachtung steht bevor. Was muss ich beachten? Andere Leute haben eine weniger schwere Erkrankung und bekommen Pflegestufe 3. Wie kann das sein.

Antwort
von Akka2323, 125

Du musst ein Pflegetagebuch führen. Das kann man im Internet auf der Seite der Krankenkasse herunterladen. Wichtig sind alle körpernahen Täigkeiten, wie waschen, usw. Außerdem, ob sie Widerstand leistet, wohin man sie begleiten muss, was nachts ist. Wenn Du auf genug Zeiten kommst, dann müßte es klappen.

Antwort
von Seanna, 118

Dich vor allem über die Kriterien informieren nach denen beurteilt wird und genau dokumentieren. Am besten auch vom Arzt Atteste bringen.

Auch genaue Kenntnis des ganzen Begutachtungsverfahrens kann helfen, dann weiß man worauf man achten muss.

Antwort
von Ottovonda, 141

Es gibt sehr viel zu beachten, wenn der MDK kommt. Vor allem sollte die Person nicht alleine begutachtet werden. Das heißt es ist wichtig, daß ein Familienmitglied mit dabei ist. 

Die Mutter sollte - so weit möglich - auf die Begutachtung vorbereitet sein. Es sollte die Alltagssituation gezeigt und nichts beschönigt werden. Falls die Patienten von einem Pflegedienst mit betreut wird, ist es empfehlenswert, einen Mitarbeiter vom Pflegedienst zur Begutachtung mit einzubeziehen.

Viele weitere Tipps gibt es hier

http://www.pflege-durch-angehoerige.de/2015/04/07/tipps-wie-sie-fehler-bei-der-m...

Antwort
von Griesuh, 90

Da keiner von uns weis welcher Hilfebedarf bei den anderen tatsächlich benötigt wird ist dies nicht zu beurteilen ob das OK ist oder nicht.

Auch kann mit den wenigen Angaben von dir nicht beurteilt werden ob die PS Null bei deiner Mutter die richtige war.

Ärger und verdrus entsteht meist dadurch, dass die Einstufungsrichtlinien nicht bekannt sind und völlig falsche Erwartungen in so eine Einstufung gesteckt werden.

Die Pflegestufe Null wird vergeben, wenn der an demenz erkrankte oder der an einer psychischen Erkrankung oder an einer geistigen Behinderung leidende, die Voraussetzungen der Pflegestufe 1 nicht erfüllt, jedoch einen erhöhten Betreuungs - und Beaufsichtigungsbedarf hat.

Um die Pflegestufe 1 zuerhalten sind tgl. min. 46 min Hilfe direkt am Körber bei der Grundpflege, Inkontinenzversorgung, der Mobilität und der Ernärung

( Einkaufen, Kochen gehören NICHT dazu) erforderlich.

Zuzüglich sind mind. 45 min. tgl. hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung erforderlich. Die hauswirtschaftliche Versorgung ist NICHT Pflegestufenrelevant!!

Gefälligkeitshilfen zählen nicht dazu.

Treffen die oben auf geführten benötigten Hilfen auf deine Mutter zu?

oder benötigt sie "nur" die sogenannten psychosozialen Betreuungsdienste?

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