Frage von Keylasoma, 40

Was muss ich angeben wenn ich einen Pilgerpass bestelle?

Ich möchte zur Vorbereitung auf den Jakobsweg hier in Deutschland kleinere Etappen, oder auch andere Pilgerwege laufen. Brauche ich da jedesmal einen neuen Pilgerpass, oder kann ich immer den gleichen verwenden. Nach Santiago werde ich es erst im nächsten Jahr schaffen. Oder ist es besser, sich von den einzelnen Jakobsgesellschaften für jeden Weg einen neuen zu holen? Bei der Bestellung muss ich ja angeben wohin ich will und wann ich starten will. Freue mich über jeden Tip und Hinweis.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RudolfFischer, 26

In Deutschland bin ich noch nicht offiziell, also mit Pilgerpass gelaufen. In Spanien ist es so, dass niemand darauf achtet, ob man denselben Pass zum zweiten Mal verwendet, indem man z.B. weitere Seiten einklebt.

Gerade wenn man in einem Jahr nur einzelne Etappen läuft, lohnt es sich nicht, sich jedes Mal einen neuen Pilgerpass zuzulegen.

In Münster kann man einen Pilgerpass für 3 EUR blanco im Büro an der Lambertikirche erwerben. Da trägt man selbst alles ein.

Wenn man einen Ausweis aus der Ferne schriftlich beantragt, gibt man außer seinen Angaben an, ab wo und wie (zu Fuß, Fahrrad, ...) man pilgern will. Aber ob man die Angaben nachher einhält, interessiert wohl keinen.

Antwort
von oxygenium, 27

was sollen eigentlich solche Jakobswege oder Kreuzwege wirklich bringen?

Diese Frage stelle ich mir schon seit Jahren.

Wenn es was zum regeln gibt, dann geht das doch immer nur über den Weg nach Innen oder sehe ich das Falsch?

So ein Pilgerweg hat doch immer auch etwas mit Buße zu tun und hier wäre mir meine Zeit viel zu kostbar,sich sowas auch noch zusätzlich anzutun.

Aber weiterhin gute Buße-Zeit und hoffentlich die Erleuchtung

Kommentar von RudolfFischer ,

Das ist keine angemessene Reaktion auf die gestellte Frage.

Wenn man etwas nicht versteht, ist es das Normale, sich erst einmal zu informieren. Dabei riskiert man natürlich, seine Vorurteile überdenken zu müssen.

Wenn du dir nicht vorstellen kannst, dass das Pilgern dir was bringt, musst du es nicht notwendig anderen madig machen. Du kannst bei deiner Überzeugung bleiben oder dich im Netz durch zahlreiche Pilgerberichte informieren, wie Pilger ihren Weg erlebt haben.

Von Buße habe ich dabei noch nie etwas gelesen. Das war vielleicht mal im Mittelalter, als das Pilgern noch lebensgefährlich war.

Kommentar von oxygenium ,

zum Glück dürfen wir in Deutschland immer noch einen freien Willen haben und aufschreiben was man möchte.Wenn du dich da persönlich angegriffen fühlst, ist das wiederum dein freier Wille darüber zu entscheiden,wie du darüber denkst.

Der oder die Fragesteller hat sich nicht beleidigend geäußert.

Jedem sein persönliches HImmelreich

Kommentar von kasalla99 ,

Hi Oxy,

Pilgern ist ein Weg nach innen ;) und muss nicht zwangsläufig was mit Buße zu tun haben. Die körperliche Anstrengung, die Entbehrung, das lange Wandern (was besonders für den Kopf irgendwann zur Herausforderung wird) ist wie Meditation oder besser gesagt kann es sein.

Der freiwillige Verzicht auf Luxus, Reizüberflutung und Ablenkung bringt einen sich selbst näher. Wenn Du dann noch das Glück besonderer Begegnungen hast, dann ist es das i-Tüpfelchen.

Der Weg nach innen zu sich selbst braucht immer Zeit. Für viele Menschen ist der Jakobsweg ja auch nur noch ein Wanderurlaub und kein wirkliches Pilgern. Wenn du noch Fragen dazu hast, werde ich sie dir gerne bestmöglich beantworten.

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