Frage von lockenkopf1993, 34

Was muss ich als Onlineverkäufer tun, wenn ein Kunde Garantieansprüche innerhalb der gesetzlichen Garantiezeit erheben will?

Schick ich das Produkt dann einfach zu meinem Großhändler und die kümmern sich drum? Oder bedeutet es dass ich die Kosten selber übernehmen muss wenn ich das kaputte produkt geliefert bekomme? Muss ich denn überhaupt selber zahlen wenn es ein Garantiefall ist ? oder übernimmt es dann komplett der Hersteller?

Antwort
von emib5, 20

Du solltest erst mal wissen, dass es keine gesetzliche Garantiezeit gibt.

Und den Unterschied zwischen Gewährleistung /  Sachmängelhaftung und Garantie kennen.

Antwort
von dresanne, 27

Wenn das erste halbe Jahr herum ist, gilt die Beweis-Umkehrpflicht. Er kann dann Ansprüche nur noch direkt beim Hersteller erwirken. Innerhalb des ersten halben Jahres kann er es zu Dir zurück geben und Du musst Dich kümmern: nachbessern oder rückabwickeln. Wieso weißt Du das als Händler nicht?

Kommentar von lockenkopf1993 ,

ich habe erst angefangen zu verkaufen- und bevor es diesen fall gibt dann will ich gewappnet sein. und wenn ich mich innerhalb der ersten 6 monate drum kümmern muss - heißt es dann durch die garantie wird das gerät kostenlos bezahlt??

Kommentar von dresanne ,

Du musst eine Widerrufsbelehrung hinterlegen, aus der das alles ersichtlich ist. Arbeite Dich mal hier durch, damit Du Abmahnern nicht zum Futter wirst, denn ebay ist ein Haifischbecken:

http://pages.ebay.de/rechtsportal/gewerbliche\_verkaeufer.html

Kommentar von Mindermeinung ,

Nein, das ist falsch.

Selbstverständlich bleibt der Händler für den Käufer einer Sache innerhalb der gesamten zwei Jahre ab Kauf (bzw. Erhalt der Ware) derjenige, gegenüber dem er seine Ansprüche geltend machen darf und kann - nämlich aus Gewährleistungsrecht.

Gegen den Hersteller hat ein Käufer nur dann Ansprüche, falls dieser eine Garantie gibt. Der Käufer hat aber trotzdem das Wahlrecht, wen er in Anspruch nimmt: den Verkäufer oder den Hersteller - oder beide.

Es ist auch keine Beweis-Umkehrpflicht. Die Beweislast kehrt sich zwar beim Verbrauchsgüterkauf nach 6 Monaten (wieder) um, § 476 BGB - das ist aber nicht verpflichtend. Zum Vorteil des Käufers kann natürlich davon abgewichen werden; Und wenn dem Käufer dieser Beweis z.B. durch Sachverständigengutachten vor Gericht gelingt - dann wird es für den Händler natürlich teuer.

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