Frage von Kevken95, 79

Was muss ein minderjähriges Kind an seine allein erziehende Mutter zahlen?

Hallo,

meine Freundin hat eine Mutter, die sehr stark auf ihr Geld fixiert ist und gerne ihre Tochter im Regen stehen lässt. Das Subjektive mal beiseite. Sie ist 16 Jahre alt und macht gerade ihren Realschulabschluss. Danach hat sie eine Stelle für ein freiwilliges soziales Jahr in einer Behindertenwerkstatt, wo sie 400 euro vergütung bekommt.

Meine konkrete Frage ist nun, was ist wer verpflichtet zu zahlen? Ihre Mutter ist berufstätig und hat einen weiteren volljährigen Sohn. Darf sie Miete von meiner Freundin verlangen, oder irgendwelches Kostgeld? Ich kenn mich da überhaupt nicht mit der Rechtslage aus. Und wozu ist ihre Mutter noch verpflichtet?

Antwort
von rasperling1, 22

Die Mutter (und eigentlich auch der Vater) sind grundsätzlich gegenüber der Tochter unterhaltspflichtig. Aber warum ist das eigentlich so? Das ist deswegen so, weil minderjährige Kinder in der Regel ihren Lebensunterhalt nicht selber bestreiten können. Hätte ein minderjähriges Kind aus irgendeinem Grund Vermögen oder ein regelmäßiges Einkommen, dann wären seine Eltern auch nicht unterhaltspflichtig. Daraus folgt: wenn ein minderjähriges Kind - wie Deine Freundin - eigenes Einkommen hat, kann es seinen Lebensunterhalt zumindest teilweise selbst zahlen und braucht entsprechend weniger Unterhalt von den Eltern. Da das Kind rund 100,- Euro für sich behalten darf, kann es bei einem Einkommen von 400,- Euro also 300,- Euro für seinen eigenen Lebensbedarf verwenden. Das heißt, der Unterhaltsanspruch Deiner Freundin sinkt um 300,- Euro. Also: entweder behält Deine Freundin ihr ganzes Geld, die Mutter leistet aber weniger Unterhalt, zahlt also weniger Essen, Kleidung etc. für Deine Freundin, und Deine Freundin kauft sich das Essen usw. selbst. Oder diese Sachen werden weiterhin von der Mutter gezahlt, obwohl sie dies eigentlich in dieser Höhe wegen des eigenen Einkommens der Tochter gar nicht mehr müsste - dann hat sie das Recht, von der Tochter ein "Kostgeld" zu verlangen. Mathematisch kommt beides auf dasselbe raus.

Antwort
von Ebony20, 25

Solange deine Freundin keine abgeschlossene Berufsausbildung hat, bekommt ihr Mutter Kindergeld für das Wohl und die Berdürfnisse des Kindes.

Alles was deine Freundin als Miete oder Kostgeld an ihre Mutter zahlt, sind freiwillige Zahlungen.

Kommentar von petrapetra64 ,

Und das Kindergeld reicht für Miete und alle Unkosten, wo lebst du denn?

Kommentar von scheggomat ,

Das braucht ja auch nicht zu reichen, hat es nie, wird es nie. Es ist als Hauch einer Unterstützung des Staates zu sehen. 

Und nur weil es jetzt möglich ist, muss man seinem Kind das Geld nicht aus der Tasche ziehen. Dann ist es halt finanziell so knapp wie vorher auch. 

Anders sieht es natürlich bei existenzieller Not aus. Dann tut das Kind gut daran, etwas Geld in den elterlichen Haushalt zu pumpen. Wobei solche Probleme meist mit dem planerischen Unvermögen der Eltern einher gehen. 

Aber wenn man seinem Kind etwas gutes tun möchte, sieht man zu, dass es das Geld unter bestimmten Voraussetzungen behalten kann. 

Blödsinn jedweder Art sollte von diesem Geld nicht gekauft werden. Abgesehen von einem Taschengeld-ähnlichen Betrag. 

Kommentar von Ebony20 ,

Habe ich das in meinem Kommentar erwähnt? Nein! Ich habe lediglich die Aussage getätigt, dass alle Zahlungen darüber hinaus keine Rechtsgrundlage haben!

Antwort
von pelin2504, 46

Nein sie kann kein Geld von ihrer Tochter verlangen da sie für Miete, Essen etc Kindergeld bekommt bis ihre Tochter 18 ist

Antwort
von beangato, 39

Eigentlich muss das Kind nichts zahlen, weil die Mutter noch zuständig für das Kind isz.

Allerdings hat das Kind ja Einkommen. Es könnte der Mutter Kostgeld geben - für den Mietanteil z. B.

Hab ich von meinen Kindern auch verlangt, als sie begannen, zu arbeiten.

Antwort
von DGsuchRat, 34

Die Mutter steht im Mietvertrag, nicht ihre Tochter. Deine Freundin kann gerne Geld zum Haushalt dazulegen, muss aber nicht. Wär aber anstandshalber nett.

Natürlich gibt es oft Ärger innerhalb von Familien wegen Geld. Aber wer so fixiert auf Geld ist, hat das schlechtes erlebt.

Antwort
von DerHans, 31

Natürlich muss jedes Haushaltsmitglied nach seinen Kräften zu den Gesamtkosten beitragen.

Sie kann doch nicht ernsthaft erwarten, kostenlos bei ihrer Mutter leben zu können

Kommentar von Ebony20 ,

Sie kann doch nicht ernsthaft erwarten, kostenlos bei ihrer Mutter leben zu können

Echt jetzt?

Dann sollte man lieber keine Kinder in die Welt setzten, wenn man ihnen nicht ermöglichen möchte, sich ihre eigenes Lebensgrundlage zu finanzieren um Führerschein, Auto oder z.b. Studium auf die Beine zu stellen, weil man gleich jeden Cent abschöpft.

Kommentar von petrapetra64 ,

Und warum sollten junge Leute nicht auch frühzeitig lernen, was das Leben kostet und dass man auch als Kind nicht immer nur nehmen kann, sondern auch mal was geben muss und sich auch an den Kosten beteiligen kann.

Das ist eine wichtige Lektion fürs Leben, denn da muss man seine Kosten auch selbst tragen, arbeiten und lange sparen, bis an sich Führerschein, Auto und ähnliches leisten kann.

Manch einer hat es halt nicht so Dicke, um Kindern alles zu finanzieren. Und warum sollten bitte nur reiche Leute das Recht auf Kinder haben? Wer würde dann noch unsere Rente zahlen, wenn es keine Kinder mehr gibt.

Kommentar von scheggomat ,

Diese Lektion sollte schon gelernt sein, bevor man auch nur den ersten Groschen in der Arbeitswelt verdient hat.

Welchen Sinn sollte dann Taschengeld haben? Ist das einfach Geld anderer Leute zum verjuxen? 

Die Hand gegenüber seinem Kind auf zu machen, solange man von anderer Seite 'Subventionen' in Form von Kindergeld einstreicht, halte ich für den absolut falschen Weg. 

Und wenn man -warum auch immer- am Hungertuch nagt, dann sollte man sich höchstens auf den Einkauf von Lebensmitteln verständigen, aber keine Zahlungen fordern. 

Wo liegt denn sonst die Lektion?"Ich gehe arbeiten und kann mir trotz dessen keine finanzielle Sicherheit aufbauen, nichts für die Zukunft beiseite packen, keine Bildung finanzieren"?

Ich hoffe nicht! 

Da kommt dann nämlich -gerade bei jungen Menschen- schnell der "neidische" Blick Richtung Hartzer und Co.. Die sind nämlich in der selben finanziellen Situation, können dabei aber vor der PlayStation sitzen bleiben. 

Arbeit muss sich für die Kinder am Anfang über Gebühr lohnen, selbst wenn sich die Eltern dafür ordentlich lang machen müssen. Dann klappt es auch in der Folgegeneration mit der Rente. 

Kommentar von DerHans ,

Das ist einfach nur Unsinn.

Eine alleinstehende Mutter hat wahrscheinlich gerade genug um sich und das "Kind" über die Rinden zu bringen.

Man sollte früh genug lernen, dass man von dem lebt, was man verdient.

Das Kindergeld kann nicht annähernd ausgleichen, was ein Kind tatsächlich kostet, bis es seine Ausbildung beendet hat.

Antwort
von petrapetra64, 15

Sicher muss deine Freundin mit ihrem Einkommen zu ihrem Lebensunterhalt beitragen und zu Hause Kostgeld abgeben, wenn sie Geld verdient. Das ist doch ganz normal, dass man nicht lebenslang die Eltern zahlen lassen kann für den eigenen Unterhalt. Die Mutter muss dann immer noch genug selbst zahlen für die Tochter.

Sie muss das mit ihrer Mutter aushandeln, was sie abgeben soll und was sie als Taschengeld behalten kann.

Ich durfte damals mein Lehrgeld behalten, bekam aber kein Taschengeld mehr und musste Kleidung und Benzinkosten selbst zahlen. Da blieb dann auch nicht mehr viel mehr.

Kommentar von scheggomat ,

Die Tochter muss gar nichts! Jedenfalls solange sie keine abgeschlossene Ausbildung hat und somit offiziell nicht auf eigenen Beinen stehen kann.

Ab einem gewissen Alter kann sie vor die Tür gesetzt werden, das war es dann aber auch. 

Bis das soweit ist, haben sich die Eltern vollumfänglich um die Finanzen zu sorgen. 

Wenn das Kind freiwillig etwas abgibt, gut. Wenn nicht: Pech gehabt. 

Antwort
von Lumpazi77, 27

Die Tochter sollte für alles 100,- mtl. abgeben, das wäre eine angemessene Beteiligung

Antwort
von Biberchen, 21

die Mutter bekommt doch Kindergeld für ihre Tochter, damit soll deren Unterhalt abgedeckt werden. Die 400,- € gehören also der Tochter.

Antwort
von TheMentaIist, 36

Nein, wenn die beiden kein Vertrag haben, darf die Mutter kein Geld verlangen. Ist ja ihre Sache wen sie in ihrem Haus schlafen lässt.

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