Frage von Silva1234, 179

Was Muss derjenigen vom Kindergeld bezahlen, der es bekommt?

Hallo, mein Partner (geschieden) hat ein 13jähriges Kind, welches 14tägig bei ihm und 14tägig bei der Mutter lebt. Das Kindergeld bekommt mein Partner, davon wird alles bezahlt, was er braucht (Training, Sachen, Klassenfahrten, Schulsachen, Schulgeld usw.) Nun hat er im nächsten Jahr Jugendweihe; seine Mutter will sich nicht an diesen Zusatzkosten beteiligen, wie sie es auch an den anderen Kosten nicht tut, d.h. braucht er zusätzlich was, müssen wir es kaufen, denn WIR bekommen schließlich das Kindergeld. Ich bin der Meinung, das diese Kosten (Jugendweihe und die Zusatzfahrten die dafür stattfinden) von BEIDEN getragen werden. Wie seht ihr das? Ich denke, da gibt es "kein Gesetz", aber theoretisch wäre es doch selbstverständlich, das beide die Kosten übernehmen.

Antwort
von brennspiritus, 123

Das zählt zu Familienfeiern, da muss sich der unterhaltspflichtige Partner nicht beteiligen. Es gibt aber reichlich andere Gründe für Sonderbedarf. Die stehen hier weiter unten aufgezählt (Klassenfahrten sind da beispielsweise dabei):

http://www.unterhalt.net/kindesunterhalt/sonderbedarf.html

Persönliche Anmerkung: Elternteile, die sich bei sowas drücken wollen, sollten sich schämen. Das spricht wirklich Bände...

Kommentar von Silva1234 ,

Es ging mir NICHT um den Unterhalt ;) denn den gibt es nicht ...es geht um das Kindergeld

Kommentar von brennspiritus ,

Das hab ich schon verstanden, in dem Link stehen Sachen, die geteilt werden müssen. Als Anhaltspunkt für andere Gelegenheiten, weil man sich da eben nicht auf das Kindergeld berufen kann - unabhängig davon, ob es gerechtfertigt ist.

Antwort
von turnmami, 123

Solange ihr keinen Unterhaltstitel habt, könnt ihr vom anderen Teil keine weiteren Leistungen verlangen. Moralisch gesehen ist es wieder ein anderes Thema, aber Anspruch auf weitere Leistungen habt ihr nicht.

Antwort
von Gerneso, 98

Nun hat er im nächsten Jahr Jugendweihe; seine Mutter will sich nicht an diesen Zusatzkosten beteiligen

Welche Zusatzkosten? Die Jugendweihe kostet ja nichts. Sprechen wir von einem Fest mit Familie / Freunden? Wer will das Fest / lädt dazu ein? Der bezahlt auch die Rechnung.

Kommentar von Silva1234 ,

Oh doch, die Jugendweihe kostet Geld, die der Ausschuß ausrichtet, d.h. die Feierstunde und Zusatzfahrten im Rahmen der Jugendweihe! Und das ist nicht wenig

Kommentar von Gerneso ,

Die Eltern müssen sich einigen, wie unvermeidbare / notwendige Sonderkosten für das Kind aufgeteilt werden.

Du hast ja als Freundin des Vaters damit nichts zu tun.

Wenn keine Einigung zwischen den Elternteilen möglich ist, muss dies notfalls über das Familiengericht geklärt werden, was aber auch wieder Anwaltskosten etc. mit sich bringt. Selbstverständlich würde in dem Fall berücksichtigt wie zahlungsfähig die Elternteile einzeln sind (Einkommen). Sollte Dein Partner also verglichen mit der Mutter des Kindes ein sehr gutes Einkommen haben, würde er den größeren Teil fürs Kind zahlen müssen.

Antwort
von FeeGoToCof, 91

Wow, Euch reicht das Kindergeld für ALLES?

Was die "Teilung der Kosten" betrifft:

Wie ist das mit dem Unterhalt geregelt?

Bei einer 50/50 Teilung?

Bei einem normal Unterhaltsbegünstigten ist es normalerweise so, dass Kosten für z.B. Klassenfahrten rechtzeitig bekannt sind und "angespart" werden könn(t)en.

Ein zusätzlicher Unterhaltsanspruch besteht diesbezüglich nicht unbedingt.

Sicher ist es klasse, wenn beide Elternteile sich in Ausnahmesituationen entgegenkommen. Doch die wenigsten bekommen dies geregelt.



Kommentar von Silva1234 ,

nein natürlich NICHT, ab SIE ist der Meinung, das alles davon bezahlt wird *grrrrrrrrrr* (Sie hat keinen Plan, was das Leben kostet); Unterhalt gibt es nicht, das wie oben geschrieben, alle 14 Tage das Kind bei einem anderen Elternteil lebt (was ich nach wie vor für den größten Blödsinn halte *grrrrrrrrrrr* )

Kommentar von FeeGoToCof ,

Dann müsst Ihr - alleine schon im Interesse des Kindes - endlich zu einer verbindlichen Unterhaltsregelung gelangen. Einem Titel, aus dem auch die Ansprüche wirksam abgeleitet werden können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wechselmodell

In Deutschland ist Eurer "Modell" übrigens nicht gesetzlich verankert und könnte auch schwierig werden, falls eine, der Parteien dies durchsetzen möchte.

Ich bin der Meinung, dass Ihr alle miteinander ein wenig konfliktscheu seid und nicht an einer ordentlichen Klärung interessiert.

Das ist nicht gleichbedeutend mit "Kampf und Streit", sondern mit Verantwortungsgefühl fürs Kind.

Offensichtlich ja auch nötig.

Kommentar von Silva1234 ,

ich bin 100 % deiner Meinung, aber meine Meinung zählt in dieser Situation bei meinem Partner nicht; seine Exfrau macht immer genau das Gegenteil, und mein Partner möchte keine Konflikte und Streß mit ihr, und gibt somit meist "Kleinbei" :( (was ich für den größten Schwachsinn halte)

Kommentar von FeeGoToCof ,

http://www.scheidung-online.de/unterhalt/kindesunterhalt/sonderbedarf/

Bitte nicht nur die Tabelle, sondern auch den Text darunter lesen!

Antwort
von Zumverzweifeln, 100

Wenn das Kind 14-tägig bei der Mutter lebt, dann müsste sie doch die Hälfte von dem Kindergeld bekommen und ihr müsstet euch über die zusätzlichen Ausgaben einigen????

Kommentar von Silva1234 ,

stimmt, das hatte ich meinem Partner auch schon vorgeschlagen, aber trotzdem würde SIE sich an diesen Kosten definitiv nicht beteiligen!!! Alles würde dann an "uns" trotzdem hängen bleiben.

Antwort
von Dexxer, 87

Also Gerechterweise sollte jeder der Beiden die hälfte der kosten tragen, aber vielleicht sollte der, der mehr verdient einen kleineren betrag mehr zahlen. 

Kommentar von Silva1234 ,

was hat das mit dem Einkommen eines jeden zu tun?

Kommentar von Dexxer ,

Würden wir mal annehmen das die Mutter 1600€ Netto verdient und dein Partner 2000€ Netto so hat z.B. Er mehr Geld zu Verfügung und könnte gerechterweise einen kleinen Betrag mehr zahlen. 

Kommentar von Silva1234 ,

dieser Meinung bin ich nicht, weil wir ja sowieso schon alles für das Kind bezahlen

Kommentar von Dexxer ,

Falls das wirklich so ist stimme ich dir da zu, dass jeder die Hälfte zahlen sollte. 

Kommentar von FeeGoToCof ,

Dass das Kindergeld zwischen Euch noch nie diskutiert wurde, liegt daran, dass Ihr offensichtlich keine gerichtliche Regelung dafür getroffen habt.

Normalerweise steht das Kindergeld den Eltern gleichermaßen für die Aufwendungen, die ein Kind so mit sich bringt, zu.

Wenn das Kindergeld jetzt (auf Antrag) einer Partei zugeschrieben wurde, so darf der Unterhaltsverpflichtete (den es ja bei Euch gar nicht gibt, was gar nicht geht!!!!) die Hälfte rechnerisch in Ansatz bringen. Dies würde dann die Unterhaltszahlung um den Betrag mindern.

Kommentar von Silva1234 ,

Es gibt keinen Unterhalt, also kann auch nix gemindert werden

Kommentar von FeeGoToCof ,

Ja, ist doch klar, deswegen ja auch mein Hinweis "....Wenn das Kindergeld jetzt (auf Antrag) einer Partei zugeschrieben wurde, so darf der Unterhaltsverpflichtete (den es ja bei Euch gar nicht gibt, was gar nicht geht!!!!) die Hälfte rechnerisch in Ansatz bringen..." (Zitat Ende)

Antwort
von HeroHacker, 83

Hallo, eine Frage damit ich es verstehe, also dein geschiedener Mann hat jetzt eine andere Frau und dein geschiedener Mann bekommt das Kindergeld oder? Wenn ja wieso bekommst du nicht einen Teil von Geld? Normalerweise teilt man es sich doch wenn das Kind auch mal da mal da ist. Und was ist nun mit der Jugendweihe? Sollst du was dazuzahlen oder dein Exmann?

Kommentar von Silva1234 ,

Nein, falsch, mein Partner (er ist geschieden von seiner Exfrau) bekommt das Kindergeld, weil ER alle Kosten für das Kind übernimmt (siehe ganz oben). Die anstehende Jugendweihe sollte meiner Meinung nach von BEIDEN Elternteilen finanziell getragen werden, und da meine ich die Feierstunde und die Klassenfahrten; nicht die Feierlichkeit mit der jeweiligen Familie.

Antwort
von Stadtreinigung, 83

Mit Sicherheit bekommst du keinen Cent für die Jugendweihe,ist im Gesetz nicht vorgesehen.

Kommentar von FeeGoToCof ,

Zumal ich diese Art der "Feier" schon dem Grunde nach (diplomatisch formuliert) vollkommen überflüssig und ersatzlos-streichbar finde.

Kommentar von Silva1234 ,

stimmt, aber das steht auf einem anderen Papier ... wenn er es möchte, soll er auch diese Feierstunde bekommen

Kommentar von FeeGoToCof ,

Aber die Eltern sind Eltern und treffen solche Entscheidungen FÜR ihr Kind. Wenn ich dies als Eltern nicht gutheisse, dann lass` ich es.

Kommentar von Silva1234 ,

ja die Eltern möchten das, nur der VATER soll die Kosten tragen, denn er bekommt ja das Kindergeld, so die Aussage der MUTTER

Kommentar von FeeGoToCof ,

Sorry, für den strengen Ton jetzt gleich: "Aber die paar Kröten Kindergeld" reichen nicht aus, um ein Kind zu versorgen." Weshalb macht Ihr keinen Unterhalt geltend und kommt endlich zu einer vernünftigen Aufenthaltsbestimmungsvereinbarung und Gestaltung des Umgangsrechtes. Das geht so doch wirklich nicht!

Kommentar von Silva1234 ,

100 % deiner Meinung; aber leider denkt mein Partner nicht so,  ich bin mit dieser 14tägigen Wechselsituation überhaupt nicht einverstanden, da das Kind KEINEN geregelten Tagesablauf, Regeln, Richtlinien usw. hat; er hat sozusagen alle 14 Tage eine anderes Zuhause; wo sich jede Seite anders kümmert; doch selbst das JA findet dieses Modell als "gerecht", wenn "ZITAT: das Kind ein Dach über dem Kopf hat und regelmäßig Essen bekommt" und das Kind es so möchte ..... (Anm. von mir: *grrrrrrrrrrrrr* )

Es würde ja vielleicht funktionieren, wenn BEIDE Elternteil an Einem Strang ziehen; aber leider ist es nicht so :(

Kommentar von FeeGoToCof ,

Hm, "dass das Kind es so möchte...."

Schwierig, Du als "Nicht Erziehungsberechtigte" und Einzige, die etwas ändern möchte.

Du hast nur die Möglichkeit, über Deinen Partner zu wirken.

Das wird nicht einfach sein und Stress bedeuten.

Oder Du wendest Dich ans Jugendamt, wegen Überforderung...die werden dann schon nachsehen, was man tun kann. Dies wiederum wird Dir Dein Partner als "Hintergehen" auslegen, also auch Stress für Euch.

Oder Du entscheidest Dich gegen eine Beziehung mit diesem Mann, denn es wird sich vermutlich nichts ändern, solange der Junge berechtigt ist, von Euch Unterhalt zu beziehen.

Ich würde mir über alle Fakten bewusst werden wollen, an Deiner Stelle.

Kommentar von Silva1234 ,

Ich weiß,  du hast vollkommen recht und ich habe es mir auch nicht ht so kompliziert vorgestellt. Und es liegt definitiv an meinem Partner hier energischer und konsequenter zu handeln,  aber lt.  Seiner Aussage will er mit der ex keinen Stress und allem ärger aus dem Wege gehen.  Diesen Weg finden ich allerdings falsch und stoße hiermit immer wieder an meine Grenzen,  ob es noch für uns eine Zukunft gibt.  Er holt sich ja auch keine Hilfe,  aus Angst sein Kind zu verlieren. Auch das finde ich totaler Blödsinn. 

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