Frage von Lessuelsch, 167

Was muss beim Verkauf einer Eigentumswohnung beachtet werden?

Mich hat ein älterer Herr gebeten Fotos von seiner Eigentumswohnung zu machen. Er ist schon ziemlich alt und möchte unbedingt seine Eigentumswohnung verkaufen und hat ziemlich schlechte Erfahrungen mit Immobilienmaklern gemacht, daher will er es auf eigene Faust machen. Er hat mich gebeten diese Fotos für ihn online zu stellen.

Da ich mich zwar mit Fotos, aber nicht mal ansatzweise mit Immobilien auskenne, weiß ich nicht was man denn da genau alles beachten muss. Auf welche Seiten kann man denn so etwas online stellen? Sind diese Anzeigen kostenpflichtig? Was muss man alles dabei beachten? Irgendwie tut er mir wirklich leid, seine Kinder wollen ihm auch nicht recht helfen, daher will ich es zumindest versuchen und er will jetzt im Alter mit seiner Frau zurück in das Dörf ziehen wo er als Kind aufgewachsen ist, was aber nicht möglich ist, solange er diese Wohnung nicht los wird. Vermieten ist auch keine Option für sie, da sie meinten sie seien zu alt sich diesen ganzen Stress nochmal anzutun.

Danke schon mal für eure Antworten.

lg

Antwort
von Langlucky, 32

Um eine Wohnung oder ein Haus selbst verkaufen zu können, kann man die bekannten Portale und Anzeigenmärkte nutzen, wie Immoscout24, Immowelt, Immonet und die ebay-Kleinanzeigen. Wenn die Lage und der Zustand sehr gefragt sind, dann kann das zu einem schnellen Verkauf führen. Diese sind jedoch alle außer ebay-Kleinanzeigen kostenpflichtig.

Vorteil eines Eigenverkaufs:

  1. In der Anzeige kann man eventuell den Käufer durch das Wegfallen der Maklercourtage überzeugen
  2. Man kann selbst entscheiden was, wie oft und wann man was für den Verkauf tut

Nachteile eines Eigenverkaufs:

  1. Man muss viel Zeit und Geld für Werbung investieren
  2. Man muss immer für Interessenten erreichbar sein
  3. Man muss Besichtigungen planen und durchführen
  4. Man muss eventuell mit fachkundigen Interessenten verhandeln
  5. Eine Anzeige ohne Makler kann den Interessenten sogar abschrecken, weil er nicht einschätzen kann, ob die Wohnung vielleicht überteuert verkauft wird. (Der Makler ist für beide Parteien da. Wenn die Wohnung ohne Makler verkauft wird, dann weiß man fast mit Sicherheit, dass der Eigentümer auf diese Weise mehr erzielen möchte, als das Objekt tatsächlich wert ist)

Erfahrungswerte sagen, dass 80% der Eigenverkäufe das Objekt nicht verkauft bekommen und einen Rat eines Experten suchen. Dadurch verliert man in der Regel 6 bis 9 Monate. 

Es gibt allerdings Möglichkeiten, bei denen der Eigentümer nicht direkt mit einem Makler arbeiten muss und dennoch seine Dienstleistungen nutzen kann. Dabei bezahlt der Käufer den Makler und nicht der Verkäufer. Der Eigentümer hat keine Kosten. Wenn also der Alleingang nicht klappt, dann empfehle ich z.B. bimmoj. 

Antwort
von schelm1, 37

Ich suche eine Eigentumswohnung zur Kapitalanlage! Schauen Sie mal in Ihre Freundschftsbox oder unter Kopmlimente, da finden Sie meine Kontaktdaten.

Ich kenne mich in allen Formalitäten bei der Abwicklung eines solchen Kaufes bestens aus und zahle sofort bei Fälligkeitsmitteilung durch den Notar ohne Kreditaufnahme!

Der Einfachheit halber mailen Sie mir das alte Exposé bitte  zu.

Antwort
von ChristianLE, 63

Auch wenn der Herr bisher schlechte Erfahrungen mit Maklern gemacht hat, führt bei einem Verkauf der Immobilie kein Weg an einem Makler vorbei.

Wenn Du nicht einmal weißt, auf welche Internetportalen die Wohnung angeboten werden kann, dann vermute ich einfach mal, dass Dir ebenso das fachliche und rechtliche Wissen fehlt, um eine Wohnung zu verkaufen.

Kannst Du den Wert der Immobilie einschätzen? Hast Du die Teilungserklärung und die Gemeinschaftsordnung vorliegen? Was sagt die Eigentümergemeinschaft nach WEG hierzu? Ist bei einem Verkauf die Verwalterzustimmung erforderlich? etc....

Ein Exposé existiert vermutlich auch nicht, oder? Hier könnte es schon Probleme geben, wenn dieses falsch erstellt wird.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Hände weg von einem selbständigen Verkauf, wenn das Hintergrundwissen fehlt!

Ich selbst arbeite etliche Jahre in der Immobilienbranche und hätte vermutlich dennoch ein paar Probleme mit einem "wasserdichten" Verkauf.

Kommentar von Lessuelsch ,

Hm, vermutlich hast du recht. Expose hatte der Makler zuvor bereits erstellt gehabt und mit einigen Änderung (Design, Formulierung, Fotos) habe ich die Daten übernommen. Aber von dem Rest, habe ich leider keiner Ahnung. Nur wie macht es dann eine Person, die ohne Makler verkaufen will. Es gibt doch sicherliche viele privat-verkäufe? :/

Kommentar von ChristianLE ,

Es gibt doch sicherliche viele privat-verkäufe? :/

Das mag es geben. Wie sagt man so schön: "Wo kein Kläger, da kein Richter".

Es kann durchaus sein, dass viele Personen privat verkaufen, hierbei etliche Fehler begehen, aber die Käufer ebenso keine Ahnung von der Materie haben.

Gefährlich wird es dann, wenn der Käufer Ahnung hat und rechtlich gegen einen Fehler vorgeht.

Such einfach einen seriösen Makler. Hast Du schon einmal überlegt, hierfür eine Bank zu beauftragen? Die "Sparkassen-Immobilien" kümmern sich meines Wissens auch um einen Verkauf.

Kommentar von Lessuelsch ,

Ja bei denen war er zuletzt und war äußerst unzufrieden. Könntest du denn eine Firma empfehlen?

Kommentar von ChristianLE ,

Nicht wirklich. Leider tummeln sich auf dem Markt viele schlechte Makler. Hier würde ich einfach mal Google bemühen und entsprechende Bewertungen prüfen.

Kommentar von AalFred2 ,

Wofür braucht man einen Makler? Man findet einen Käufer und einigt sich auf den Preis. Warum genau ist hierfür ein Makler notwendig?

Kommentar von ChristianLE ,


Wofür braucht man einen Makler? Man findet einen Käufer und einigt sich auf den Preis.

Sinnfreier Beitrag.

Meinen Ursprungsbeitrag hast Du nicht gelesen, oder? Hier geht es nicht um den Verkauf einer Waschmaschine, sondern um eine Wohnung, hier schon mal den Vorgaben des WEG unterliegt.

Ich kann nicht, wie ich lustig bin, eine Wohnung verkaufen, die Teil einer Eigentümergemeinschaft ist. Hier gibt es diverse Rechtsvorgaben, die einzuhalten sind.

Hier sollte mindestens ein Blick in Grundbuch, Gemeinschaftsordnung und Teilungserklärung geworfen werden. Als Laie schaut man dort wie das sprichwörtliche "Schwein ins Uhrwerk"

Kommentar von AalFred2 ,

Ja, und am Ende gibt es einen Vertrag. Das alles ist jetzt aber nicht das Fachgebiet des Maklers sondern eines fachkundigen Anwalts, den man sich sowieso nehmen sollte. Wofür jetzt der Makler?

Kommentar von ChristianLE ,

ich habe nun schon etliche Kaufverträge begleitet, aber niemals erlebt, dass ein Anwalt beauftragt wurde. Macht auch keinen Sinn: Den Makler zahlt der Käufer, den Anwalt der Verkäufer.

und doch: Genau das ist das Fachgebiet eines kompetenten Maklers.

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, das Fachgebiet des Maklers ist verkaufen. Es ist auch eine Illusion, zu behaupten den Makler zahle der Käufer. Der Käufer ist bereit, eine Summe X für das Kaufobjekt auszugeben. Ob sich der Verkäufer die am Ende mit einem Makler teilt oder nicht, ist dem Käufer egal. Für den Verkäufer ist der Makler genausowenig umsonst wie der Versicherungsmakler für den abschliessenden. Welcher Makler garantiert denn dafür, dass er einem wasserdichten Kaufvertrag liefert?

Kommentar von ChristianLE ,

 Der Käufer ist bereit, eine Summe X für das Kaufobjekt auszugeben.

Na und? Die Provisionshöhe muss vorab über Exposé oder Maklervertrag bindend vereinbart werden. In dem Fall, bzw. mit Kenntnisnahme des Exposés verpflichtet sich der Käufer zur Zahlung der Provision zusätzlich zum festgelegten Kaufpreis. Wenn er das nicht zahlen kann oder will, kommt kein Vertrag zu Stande.

Kann sich der Käufer dann auch weigern, die Notargebühren und die Grunderwerbssteuer zu zahlen?

Ob sich der Verkäufer die am Ende mit einem Makler teilt oder nicht, ist dem Käufer egal.

Warum sollte sich der Verkäufer den Preis mit dem Makler teilen, wenn er zusätzlich eine Kaution vom Käufer verlangen kann?

Für den Verkäufer ist der Makler genausowenig umsonst

Warum? Ich selbst habe noch nie einen Cent an einen Makler bezahlt. Das macht mal schön der Käufer. Wenn er nicht will, verkaufe ich an jemanden, der das will.

Kommentar von ChristianLE ,

wenn er zusätzlich eine Kaution vom Käufer verlangen kann?

Provision

Kommentar von AalFred2 ,

Na und? Die Provisionshöhe muss vorab über Exposé oder Maklervertrag bindend vereinbart werden. In dem Fall, bzw. mit Kenntnisnahme des Exposés verpflichtet sich der Käufer zur Zahlung der Provision zusätzlich zum festgelegten Kaufpreis. Wenn er das nicht zahlen kann oder will, kommt kein Vertrag zu Stande.

Du bist Makler, oder? Der Käufer will eine Summe X ausgeben und hat eine Immobilie gefunden, die ihm gefällt und die er für Summe X bekommt. Hat der Verkäufer einen Makler eingeschaltet, bekommt er Summe X abzüglich der Maklercourtage. Hat er das nicht, bekommt er Summe X. Was ist jetzt das schlechtere Geschäft für den Verkäufer? Kann der Käufer sich Kaufpreis + Courtage nicht leisten, könnte sich aber nur den Kaufpreis leisten, verliert der Verkäufer auch.

Kann sich der Käufer dann auch weigern, die Notargebühren und die Grunderwerbssteuer zu zahlen?

Ich habe nirgendwo behauptet, der Käufer könne sich weigern eine vereinbarte Courtage zu bezahlen.

Warum sollte sich der Verkäufer den Preis mit dem Makler teilen, wenn er zusätzlich eine Kaution vom Käufer verlangen kann?

Kaution? Ansonsten siehe oben.

Das macht mal schön der Käufer. Wenn er nicht will, verkaufe ich an jemanden, der das will.

Und überlässt einen Teil des höchstmöglichen Preises dem Makler.

Kommentar von ChristianLE ,

Kann der Käufer sich Kaufpreis + Courtage nicht leisten, könnte sich aber nur den Kaufpreis leisten, verliert der Verkäufer auch.

Solche Situationen sind mir noch nie begegnet und ich bin etliche Jahre dabei (ich bin im Übrigen kein Makler).

Wenn der Käufer sich schon die Provision nicht leisten kann, wie soll er dann Grunderwerbssteuer und Notarkosten aufbringen? Zur Not stottert der Käufer die Provision halt beim Makler ab (das soll aber nicht mein Problem sein).

Nur wenn sich das Objekt in einer schlechten Lage befindet, macht es Sinn, die Provision zu splitten.

Kommentar von AalFred2 ,

Die Summe, die ein Käufer im Höchstfall bereit ist auszugeben, ändert sich nicht durch die Einschaltung eines Maklers. Diese Summe abzüglich der Nebenkosten ist das, was der Verkäufer erhalten kann. Kommen zu den unbedingt notwendigen Nebenkosten jetzt noch Maklergebühren hinzu, sinkt eben der Anteil des Verkäufers an der Höchstsumme.

Kommentar von ChristianLE ,

wie gesagt: Das sind spezielle Fälle, wenn sich tatsächlich kein einziger Käufer findet, der eine Provision zahlen kann.

Wenn der Eigentümer gar nicht verkaufen kann, verzichtet er eben auf eine Provision. Das sind aber eher Einzelfälle.

Kommentar von AalFred2 ,

Du redest am Thema vorbei. Ich versuche es nochmal.

X will eine Immobilie verkaufen. Y ist derjenige, der am meisten Geld dafür ausgeben will, beispielsweise 500.000€ + Nebenkosten. Damit sind 500.000€ der höchste Preis, den X erzielen kann, da niemand bereit ist, mehr Geld auszugeben. Beauftragt x jetzt einen Makler ist der höchste Preis, den er erzielen kann, nur noch 500.000€ minus Maklercourtage. Selbst dir sollte nun klar sein, dass X mit Makler am Ende weniger in der Tasche hat, als er ohne gehabt hätte.

Kommentar von ChristianLE ,

Das ist total Praxisfern, bzw. die Seltenheit (und darauf wollte ich auch hinaus). Es gibt ein konkretes Angebot/Exposé vom Verkäufer, auf dem Kaufpreis und Provision festgeschrieben sind.

Daneben schließt der Verkäufer mit dem Makler einen Vertrag, aus welchem hervorgehen wird, dass die Provision durch den Käufer zu zahlen ist.

Im Normalfall meldet sich ein Kaufinteressent und nimmt das Angebot an. Gibt es auch nach längerer Zeit keinen Interessenten, wird dies der Makler entsprechend mitteilen und der Verkäufer muss reagieren.

Der Immobilienmarkt ist doch kein Basar, wo sich jeder Interessent meldet und den Kaufpreis nach unten verhandelt.

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist praxisfern. Ich habe noch nie eine Immobilie gekauft oder verkauft, ohne den Kaufpreis zu verhandeln. Warum auch? Aber auch ein Festpreis ändert nichts am Prinzip.

Man inseriert selber für 500.000€ und bekommt diese oder der Makler inseriert für 500.000€ = Kaufpreis + Courtage und der Verkäufer bekommt 500.000€ - Courtage. Was ist jetzt das bessere Geschäft?

Kommentar von ChristianLE ,

Wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben, ist hier jede weitere Diskussion überflüssig.

Abschließend: Das bessere Geschäft ist für den Verkäufer selbstverständlich 500.000 € zzgl. Provision. Es gibt keinen Grund, die Provision als Verkäufer zu zahlen, wenn es Interessenten gibt, die das übernehmen.

Kommentar von AalFred2 ,

Wenn jemand bereit ist 500.000 + Provision zu zahlen, ist wohl das bessere Geschäft die gesamte Summe selber einzustreichen, auch wenn du das hier permanent bestreitest. Warum du es für besser hälst die Provisionssume dem Makler zu überlassen, wird wohl dein Geheimnis bleiben.

Antwort
von hilflos99, 86

Da beim Kauf der Käufer den Makler zahlt, wäre das das einfachste. Wenn man es selber machen will, muß man sich über den Preis der zu erzielen ist ziemlich sicher ist. Vertrag mach aber der Notar

Antwort
von brido, 84

Dein Auftrag ist es Photos zu machen. Wenn dieser Herr nicht entmündigt ist muss er alles Andere selbst entscheiden. Frag ihn ob er sonst Hilfe braucht. So schwierig ist es nicht. Es geht aber über den Auftrag hinaus. Portale gibt es wie Heu aber er wird unzählige Anrufe von Maklern bekommen. Da würde ich ihn warnen. 

Kommentar von Lessuelsch ,

Dennoch bin ich kein Roboter. Ich kann zumindest versuchen ihm zu helfen. Zumal er sich mit dem Thema Internet null auskennt. Er wusste nicht mal, dass man einen Endgerät braucht, um überhaupt das Internet nutzen zu können. :/

Kommentar von ChristianLE ,

Er kennt sich mit dem Internet nicht aus und Du hast keine Ahnung von der Vermittlung von Immobilien. Es wäre grob fahrlässig, hier irgend etwas selbst zu machen.

Antwort
von Charlybrown2802, 83

du musst dich mal schlaumachen ob du auch einen energieausweis brauchst. einstellen kannst du das bei mobile kostenlos und alles beschreiben und nichts verheimlichen. das Problem ist nur, das der Eigentümer hinterher nicht sagt, das hab ich so und so nicht gemacht und gemeint, nur weil du das für ihn gemacht hast.

Kommentar von Lessuelsch ,

Die Seite heißt "mobile"?

Kommentar von Lessuelsch ,

Ist das nicht ein Fahrzeigmarkt?

Kommentar von Skibomor ,

Ja, das ist eine Website für Fahrzeugverkäufe. Hier siehst Du schon, was für fragwürdige Tipps Du bekommst.

Kommentar von Charlybrown2802 ,

immobilenscout, sorry, aber man muss doch nur im Internet schauen. gibste imobilie verkaufen ein

Kommentar von ChristianLE ,

das Problem ist nur, das der Eigentümer hinterher nicht sagt, das hab ich so und so nicht gemacht und gemeint, nur weil du das für ihn gemacht hast.

Was willst Du uns damit sagen?

immobilenscout, sorry, aber man muss doch nur im Internet schauen. gibste imobilie verkaufen ein

Eine Annonce ist das eine, die rechtlichen Anforderungen und Voraussetzungen das andere. 

Kommentar von Lessuelsch ,

Und eine Anzeige bei Immobilienscout ist kostenpflichtig. Und auch nicht gerade günstig.

Antwort
von Skibomor, 70

Und was ist, wenn sich Interessenten melden, die das Objekt kaufen wollen? Wer von Euch kennt sich mit den rechtlichen Formalitäten aus, wer kann einen wasserdichten Vertrag aufsetzen? Wer übernimmt die Besichtigungstermine, wer erstellt ein korrektes Exposé?

Die Gefahr, etwas falsch zu machen, ist hier doch größer, als einen Makler zu beauftragen, der sich auskennt und auch für eventuelle Fehler haftet.


Kommentar von Lessuelsch ,

Die Daten vom Expose haben wir vom vorherigen Makler übernommen und Vertrag ich vermute mal, dass er eine Vorlage dazu bereits hat, da er schon seit fast einem Jahr versucht seine Wohnung zu verkaufen. Besichtigungstermine würde er auch selbst machen. Ich bin nur Fotografin, keine Maklerin. ich werde auch nicht sein Haus für ihn verkaufen. Er bat mich lediglich um den Gefallen ihm eine email adresse zu erstellen, sowie die den Design und die Fotos der Exposé zu neu zu bearbeiten und für ihn die den Verkauf online zu stellen. Bzw herrauszufinden wo man denn solche Anzeigen online stellen kann. Hatte gehofft, dass es evtl nicht zu schwierig werden kann. Um den Rest würde er sich selbst kümmern.

Kommentar von ChristianLE ,

Die Daten vom Expose haben wir vom vorherigen Makler übernommen

Ich will hier gar nicht den Teufel an die Wand malen, aber wer sagt denn, dass das Exposé des vorherigen Maklers korrekt ist?

Bei Falschangaben könnte hier der Makler haftbar gemacht werden. Wenn es aber keinen gibt, dann haftet der Eigentümer.

Kommentar von AalFred2 ,

Seit wann setzen Makler Verträge auf. Den Besichtigungstermin werden dann wohl die Eigentümer übernehmen. Seit wann haften Makler für Angaben in ihren Exposes?

Kommentar von ChristianLE ,

Einfach mal "Makler, Haftung und Exposé" googeln....

Kommentar von AalFred2 ,

Brauch ich nicht. Wenn der Makler sich nicht völlig dämlich anstellt, haftet er für nichts und wird sich am Ende des Tages immer schön heraushalten.

Kommentar von ChristianLE ,

Warum verstehst Du das nicht? Sofern es keinen Haftungsausschluss gibt, haftet der Makler für alle fehlerhaften Angaben im Exposé, es sein denn, diese wurden schon fehlerhaft vom Verkäufer übermittelt.

Das hat auch nicht mit "dämlich anstellen" zu tun. Hier kann es beispielweise schon kritisch werden, wenn bei der Wohnflächenermittlung versehentlich eine falsche gesetzliche Grundlage oder Norm verwendet wurde.

Ich verweise hier noch einmal auf die ursprüngliche Fragestellung, wonach der User das Ursprungsexposé gutgläubig übernehmen und ins Internet stellen will.

Das Haftungsrisiko geht dann auf den Verkäufer über. Der Makler hat in der Regel eine Vermögenschadenhaftpflichtversicherung, der Verkäufer nicht.

Kommentar von AalFred2 ,

Wieviele Exposes ohne Haftungsausschluss sind dir denn schon untergekommen. Jeder Makler, der, ich wiederhole, nicht völlig dämlich ist, hat einen solchen in seinen Exposes. Ansonsten hat er zumindest ziemlich schnell keine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung mehr.

Kommentar von ChristianLE ,

Wieviele Exposes ohne Haftungsausschluss sind dir denn schon untergekommen.

leider etliche...

Nochmal langsam...Es geht in der Fragestellung darum, dass der User selbst annoncieren will und hierfür ein altes Maklerexposé verwenden will, von dem er gar nicht weiß, ob es korrekt ist.

Ergo gibt es in dem speziellen Fall kein Makler, der für das falsche Exposé haftbar gemacht werden kann und der Verkäufer haftet.

Würde er jedoch einen Makler beauftragen (und das predige ich hier), dann würde die Haftung ggfs. auf diesen übergehen.

Kommentar von AalFred2 ,

Die Verwendung des alten Exposes wäre dämlich. Aber es geht eben nicht darum, dass du davon abrätst, sondern darum, dass du eine Makler für unabdingbar erklärst. Eine Begründung hierfür hast du aber bisher nicht.

Ich behaupte, ich kann zufällig 10 Exposes von Maklern auf immonet oder immobilienscout auswählen, und alle enthalten den Standardhaftungsausschluss. Das hilft dem Verkäufer dann gar nicht.

Kommentar von Skibomor ,

Niemand behauptet hier irgendwo, dass ein Makler immer unabdingbar ist! Aber bei den gegebenen Voraussetzungen des Fragestellers wäre alles andere eine Gratwanderung!

Kommentar von AalFred2 ,

Nachdem der Makler aller Voraussicht nach nicht haftet, was verbessert seine Einschaltung grundsätzlich für den Verkäufer?

Kommentar von Skibomor ,

Man mag zu Maklern seine eigene Meinung haben: Erfahrener und sachkundiger als ein Opa ohne Internetanschluss und eher weniger Ahnung vom Immobilienverkauf - genau wie der Fragestelller - ist ein Makler allemal.

Kommentar von AalFred2 ,

Im Normalfall schon. Das muss man allerdings bezahlen.

Kommentar von ChristianLE ,

Eine Begründung hierfür hast du aber bisher nicht.

Selbstverständlich habe ich das schon mehrfach getan. Hier geht es darum, dass ein (fähiger) Makler die Rechtslage und Finanzierung klärt sowie den Verkauf vorbereitet und im Idealfall der Käufer hierfür zahlt.

Allein die Tatsache, dass es deiner Meinung nach Fälle gibt, wonach es keinen Käufer gibt, der eine Provision zahlen kann, ändert nichts daran, dass die Zahlung durch den Käufer der Regelfall ist.

Nachdem der Makler aller Voraussicht nach nicht haftet, was verbessert seine Einschaltung grundsätzlich für den Verkäufer?

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fehler passiert, reduziert sich, wenn ein Fachmann mit der Erstellung eines Exposés beauftragt wird.

Kommentar von AalFred2 ,

Auch wenn du es permanent bestreitest, zahlt der Käufer nur auf dem Papier. Faktisch zahlt der Verkäufer. Der muss sich dann überlegen, ob die Dienstleistung des Maklers, die ihm keinerlei Rechtssicherheit verschafft, das wert ist.

Ich habe inzwischen auch mit diversen Maklern zu tun gehabt. Von diesen hat keiner sämtliche meiner Angaben überprüft. Bei einigen wären sie dazu auch gar nicht in der Lage.

Kommentar von ChristianLE ,

Auch wenn du es permanent bestreitest, zahlt der Käufer nur auf dem Papier.

Das mag vielleicht in einer brandenburgischen Kleinstadt so sein, aber nicht bei Immobilien, für die eine gewisse Nachfrage besteht.

Ich begleite derartige Verkäufe/Käufe seit etlichen Jahren und habe es noch nie erlebt, dass der Verkäufer auch nur einen Cent bezahlt.

Der Verkäufer gibt seinen Wunschpreis durch, der Makler rechnet seine paar % Provision durch und das war's (einfach ausgedrückt).

Hier ist auch jede weitere Diskussion überflüssig, da mit mein Berufsalltag immer etwas anderes gezeigt hat.

Ich habe inzwischen auch mit diversen Maklern zu tun gehabt. Von diesen hat keiner sämtliche meiner Angaben überprüft. Bei einigen wären sie dazu auch gar nicht in der Lage.

Deswegen schrieb ich explizit etwas von fähigen Maklern. Mit Maklern, die keine Ahnung von Mietrecht, WEG, Finanzierung, Grundstücksrecht etc. haben, arbeite ich grundsätzlich nicht zusammen.

Dann kann ich es nämlich auch gleich selbst machen.

Kommentar von AalFred2 ,

Du hättest also auch die Maklerprovision selber einstreichen können, indem du sie einfach auf den Kaufpreis aufgeschlagen und selber verkauft hättest. Also hast im Endeffekt du bezahlt.

Auch ein fähiger Makler kann den Zustand eines Gebäudes nur einschätzen aber eben nicht jeden Baumangel beurteilen.

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