Frage von edadefne, 55

Was muss beim Verfassen einer Biografie beachten (Facharbeit)?

Mein Thema für die Facharbeit ist Adolf Eichmann und seine Tätigkeiten im NS Regime und der darauffolgenden Flucht. Informationen und alles habe ich schon stichpunktartig doch wenn ich nur dies ausformuliere hab ich ja nichts eigenes miteingebracht. Wie geht man bei so einem Thema voran?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 34

Du könntest z. B. diskutieren und beurteilen, ob Eichmann mit der Begründung, er habe nur Befehle befolgt, eine nachvollziehbare persönliche Rechtfertigung für seine Verbrechen vorgebracht hat oder nicht.

MfG

Arnold

Kommentar von edadefne ,

Danke, das mach ich ! Mein Lehrer hat mir nichts über die Behandlung einer Fragestellung gesagt, während den ganzen 3 Beratungsgesprächen nicht.  Jetzt komme ich bestimmt weiter

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Es freut mich, dass ich helfen konnte.  :-)

Kommentar von edadefne ,

Hey, also mir ist noch eine Frage aufgekommen...1 .) Wenn ich über Fakten berichte, z.B wann jemand geboren wurde oder über seine Schullaufbahn/ , muss ich das zitieren, bzw als Fußnote kennzeichen?

2.) Was ist mit Informationen die ich zusammengefasst mit eigenen Worten wiedergebe, bei der es sich auch nur um Fakten handelt und keine Meinung etc. anderer enthält?

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Zu 1)  Wenn es sich um allgemein bekannte Fakten zu Eichmann handelt, dann brauchst du nicht jedes Detail nachzuweisen. Wenn du z. B. über Eichmanns Schullaufbahn erzählst, dann reicht es, wenn du eine Anmerkung am Ende anfügst, etwa: Zur Schullaufbahn sh. Autor, Werk, S. ..

Zu 2)  Nach dem Abschnitt der Wiedergabe dieser zusammengefassten Informationen gibst du an, welches Buch/welche Bücher du als Grundlage benutzt hast, etwa: Vgl. dazu Autor(en), Werk(e), S. ..

Antwort
von findesciecle, 23

ArnoldBentheim hat Dich auf die allerwichtigste Frage bei der Beurteilung des "Hanswurstes" (Bitte googlen!) gestoßen. 

Ich kann nur einen weiteren Aspekt ergänzen: Er kam zwar - wie die meisten "Macher" des Reichssicherheitshauptamtes - aus der Mittelschicht, aber nicht wie die meisten, aus der höheren Mittelschicht. Er hatte kein Abitur, kein Studium vorzuweisen..... Er musste also auch nach der "Machtergreifung"  im Reichssicherheitshauptamt auf der Mittleren Ebene  anfangen....   Er war der Unterprivilegierte....  (Sein Konkurrenten hatten meist Jus studiert) 

Denkbar : Wurde er von oben nach unten angesehen?   Könnte das vielleicht deinen Dienst-Eifer beeinflusst haben? 

Also großzügiger als Arnold und ich kann man Dir niemand helfen!  

   

Kommentar von edadefne ,

Danke, das ist auch ein interessanter Punkt, denn es sieht so aus als hätte gür eine Beförderung immer mehr tun müssen als andere, z.b wurde er einmal übergangen als es um eine Besetzung einer hohen Position ging.

Ich weiß, das hat auch gereicht ;)

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