Frage von photomade013, 56

Was müssen Architekten können,ich weiß, dass ein Architekt mathematische Fähigkeiten braucht, aber was sonst noch?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tobirobi89, 32

Man braucht als Architekt weder Mathematik noch Wissen von Statik.
Dafür hat man seine Fachplaner als Architekt. Genauso wie für alle technischen Bereiche wie Hausanschlüsse, Elektrik, etc. Sonst hätte man viel zu viel Verantwortung.
Ich arbeite seit mehreren Jahren als Architekt (Bauleitung, teilweise auch Planung) und habe festgestellt, man braucht am meisten folgendes:

- Kreativität bzw. Vorstellungsvermögen

- Einen Willen zu unbezahlten Überstunden in einem sowieso schlecht bezahlten Job

- Das Wissen, wo man Normen und Vorschriften nachschauen muss, weil man täglich mit einem Bein im Gefängnis steht, sollte später was falsch gelaufen sein

- Die Kraft, sich täglich mit Bauherren, Firmen und Fachplanern zu streiten bzw. sie von den eigenen Vorstellungen zu überzeugen. Vor allem Bauherren kommen teilweise mit Ideen, die völlig absurd sind.

- Die Einsicht, dass 3/4 Bürokratie und nicht Zeichnen ist. Selbst in einem Wettbewerbsteam

Kommentar von timo891 ,

dem kann ich mich nicht ganz anschließen. denn NATÜRLICH braucht man auch fachwissen aus statik und haustechnik. wie sonst will man seine fachplaner verstehen oder ein kluges und ästhetisches konzept gemeinsam mit ihm ausarbeiten?

Kommentar von Tobirobi89 ,

Man sollte so weit realistisch einschätzen können, ob etwas funktioniert oder nicht. Ich kann natürlich keine Auskragung auf einen Zahnstocher stellen. Ein Beispiel wie das bei uns läuft (und mit Sicherheit auch bei den meisten anderen Büro unserer Größenordnung):
Wir stellen die üblichen Grundrisse, Schnitte, Details für den Rohbau zusammen, schicken diese an den Statiker und der nennt und Mindestdicken von Säulen, Decken und tragenden Wänden. Manchmal muss man sich fügen, manchmal muss man dem Statiker etwas auf die Nerven gehen, dass er doch bitte nochmal genau nachrechnen sollte ;)
Zum Thema Elektrik und HLS geben uns die Fachplaner schon vorher Angaben, wie viel Platz zum Beispiel für Technikräume benötigt wird. Hier entsteht so leider oft der Fall, dass, bedingt durch die Entwicklung der Technik, am Ende eines 5-Jahres-Projekts massig Raum ungenutzt bleibt. Aber leider sind wir und die keine Hellseher.
Der entscheidentste Punkt ist, dass man mit wirklich guten Fachplanern zusammen arbeitet, die 1. Erfahrung mit neuen Möglichkeiten haben und 2. sich vor allem etwas trauen!

Antwort
von GanMar, 38

Er sollte kreativ sein und über ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen.

Antwort
von mexrrrh, 33

Man muss über rechtliches Bescheid wissen. Statik intus haben. Kreativ sein. Technische und wirtschaftliche Planung.

Sehr grob gesagt ;)

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