Frage von Slayyy98, 29

Was motiviert die ehrenamtlichen Arbeiter, ihren Job Ehrenamtlich zu machen?

Mit welcher Begründung/ Motivation machen die ehrenamtlichen Arbeiter ihren Job ehrenamtlich.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SaraWarHier, 20

Ich bin 16 Jahre alt und seit ca einem halben Jahr im Altenheim tätig. 

Erst habe ich auch gezweifelt - würde mir das überhaupt Spaß machen...? Aber ja, genau das ist es, das mich jedes mal wieder gerne dort hingehen lässt. 

Ich liebe es, das Lächeln der alten Leute zu sehen, wenn man wieder kommt. Bei mir geht die Sonne auf, wenn teilweise schwer demente plötzlich meinen Namen kennen, und das nach zwei Wochen noch. Es gibt nichts schöneres, als die Leute zu sehen, die dich gar nicht mehr loslassen wollen und ewig lang umarmen, weil sie sich so freuen, dass man ihnen mehr als fünf Minuten Aufmerksamkeit geschenkt hat, ohne gehetzt zu sein und/oder dafür bezahlt zu werden. Es gibt auch mir ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich gebraucht werde, anderen Leuten eine schöne Zeit zu schenken. Es ist einfach unglaublich befriedigend (natürlich nicht auf sexuelle Art und Weise, falls das ein präpubertärer Scherzkeks liest), wenn man abends im Bett liegt und sagen kann, ja, das war heute ein sinnvoll verbrachter Tag, weil ich anderen Menschen geholfen habe. Das muss man einfach mal gemacht haben.

Dazu kommt, dass ich auch einiges dazulerne, zum Beispiel über die Wirbelsäule, Diäten, Allergene, Ernährung, Umgang mit behinderten Menschen (psychisch wie physisch), wie man in Gefahrsituationen doch nicht der Panik verfällt. 

Als letztes ist es natürlich auch die Anerkennung, die mir ein gutes Gefühl gibt. Es kommt öfters vor, dass Schwestern, Angehörige und, wie gesagt, die Senioren total dankbar sind, dass ich da bin. Lob bringt doch immer ein Lächeln hervor :)

Aber egal, wie kaputt ich am Ende des sechstündigen Tages im Altenheim bin, es lohnt sich jedes mal wieder, auch wenn ich manchmal echt schlucken muss, wenn jemand gestorben ist, dem ich versprochen habe, noch einmal vorbeizukommen oder jemand im Sterben liegt und man machtlos danebensteht. 

Es hört sich zwar wirklich egoistisch an, wie ich beschreibe, dass es mir danach immer total gut geht, aber ich muss sagen - hauptsächlich mache ich das für die Menschen, die dort ihre letzten Tage verbringen. 

Ich kann es nur empfehlen!

LG :)

Antwort
von Eriiika, 11

Ich bin ehrenatmlich als Trainer in einem Verein tätig... Ich kann dir jetzt aber gar nicht genau sagen, was mich motviert... Ich kenne das einfach nicht anders. Bin seit 20 Jahren aktiv in diesem Verein und dann in die Rolle als Übungsleiter reingwachsen. Für mich gehört das so einfach schon immer dazu. Seit 6 Jahren bin ich auch Vorstandmitglied in diesem Verein. Da überlege ich mir gar nicht, warum ich das eigentlich mache. Das Team ist für mich schon fast wie eine Familie.

Antwort
von Faharade, 29

Der Job macht ihnen Spaß und sie haben ein Gutes Gefühl, weil sie anderen Helfen. Si machen sie zwei Sachen in einem.

Antwort
von hermesxy, 18

Wollen Menschen in Not helfen, weil ...

- solch ein Schicksal, welches dem, für den sie sich sozial engagieren, wiederfahren ist, schon einmal jemanden aus dem Bekannten - oder Familienkreis getroffen hat

- weil sie durch eigene Erfahrungen wissen, wie es ist in solch einer Lage zu stecken

- weil sie ein gutes Herz und Empathie (Mitgefühl) empfinden 

Antwort
von kwon56, 17

Uch mache das, weil ich Lebensbereiche kennen lerne, die ich bezahlt nie kennen lernen würde.

Antwort
von Rollerfreake, 15

Das Ehrenamt macht man, weil es einem gefällt, interessiert und wie der Name schon sagt zur Ehre, also zum positiven Ansehen in der Bevölkerung. 

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