Frage von wetter09,

Was meint man im Märchen "Der Froschkönig" als Bande bzw. Bänder ??

Hallo zusammen,

ich bin ein großer Märchen-Fan. Aber was ich am Ende vom Froschkönig nicht verstehe ist folgendes: Da sagt doch der Königssohn: " Heinrich der Wagen bricht", dann sagt der "Treue Heinrich": Nein, Herr, der Wagen nicht, es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen, als Ihr in dem Brunnen saßt, als Ihr ein Frosch wart."

Was meint man vom "Band des Herzen" ??? Oder könnt ihr mir erklären was der "Treue Heinrich meint mit: "Nein, Herr, der Wagen nicht, es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen, als Ihr in dem Brunnen saßt, als Ihr ein Frosch wart" ????

Vielen Dank und Viele Grüße wetter09

Hilfreichste Antwort von Vergile,
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Nein, das ganze ist nicht metaphorisch gemeint.

In der Geschichte hatte sich Heinrich drei eiserne Bänder um sein Herz legen lassen, damit es vor Trauer nicht zerspringe, weil sein Herr, der Prinz in einen Frosch verwandelt und den Brunnen gesperrt wurde. Als der Prinz nun wieder zurück verwandelt war sprengte sein Herz die eisernen Fesseln eine nach der anderen.

Zitat (Erstausgabe 1812):

"Am Morgen aber kam ein prächtiger Wagen mit acht Pferden bespannt, mit Federn geputzt und goldschimmernd, dabei war der treue Heinrich des Prinzen, der hatte sich so betrübt über die Verwandlung desselben, daß er drei eiserne Bande um sein Herz legen mußte, damit es vor Traurigkeit nicht zerspringe."

""Heinrich, der Wagen bricht!" "Nein, Herr, der Wagen nicht, es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen, als Ihr in dem Brunnen saßt, als Ihr eine Fretsche (Frosch) was't (wart)." Noch einmal und noch einmal hörte es der Prinz krachen, und meinte: der Wagen bräche, aber es waren nur die Bande, die vom Herzen des treuen Heinrich absprangen, weil sein Herr erlöst und glücklich war."

Zitat (Ausgabe 1857):

"Der treue Heinrich hatte sich so betrübt, als sein Herr war in einen Frosch verwandelt worden, daß er drei eiserne Bande hatte um sein Herz legen lassen, damit es ihm nicht vor Weh und Traurigkeit zerspränge."

"Noch einmal und noch einmal krachte es auf dem Weg, und der Königssohn meinte immer, der Wagen bräche, und es waren doch nur die Bande, die vom Herzen des treuen Heinrich absprangen, weil sein Herr erlöst und glücklich war."

Verstehe auch nicht ganz, warum es "Zwänge" oder ein "eingezwängtes Herz" sein sollten...dann hätte es ja bei den Hauptpersonen krachen müssen und nicht bei einem der Diener ^^

Hoffe, ich konnte helfen. Liebe Grüße Mm

Antwort von rhondablue,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Es ist, wie meist in Märchen, bildlich gemeint: Das Herz "lag in Banden", es fühlte sich eingezwängt.

Antwort von bummelliese,

Zwänge

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