Frage von Eidolon150, 66

Was meint Ihr - wie groß ist der (indirekte) Einfluss der Familie (Eltern, Geschwister) auf die Partnerwahl?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Partnerwahl und der eigenen Rolle in der Familie bzw. hinsichtlich der Beziehung zu Eltern oder Geschwister? Ich z.B. möchte niemanden, der ähnliche Charakterzüge hat wie meine direkte Verwandschaft (die ich total ablehne!).

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tragosso, 16

Ich denke negative Erfahrungen haben fast immer Einfluss auf die Partnerwahl. Sowohl wenn diese in der Kindheit auftraten, als auch in der Jugend oder im Erwachsenenalter. Ich lehne z.B die Charaktereigenschaften meines Erzeugers extrem ab und finde sie abstoßend.
Außerdem kommen für mich keine großen Altersunterschiede in einer Beziehung mehr in Frage und auch keine Südländer. Die negativen Erfahrungen ob nun direkt oder indirekt, überwiegen.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 2

Hallo!

So etwas kann es geben bzw. ich schließe es nicht aus. Meine Partnerin sieht meiner Tante recht ähnlich, mit der ich schon immer recht viel Zeit verbrachte & mit der ich mich sehr gut verstehe.

So richtig fiel mir das erst bei einer Familienfeier auf, als die beiden nebeneinander am Buffet standen. Davor merkte ich aber immer wieder schon, dass die Stimme meiner Freundin sehr ähnlich ist wie die meiner Tante.

Aber es war reiner Zufall, dass wir uns kennen lernten & mir fiel das alles erst auf, als wir schon rund zwei Jahre zusammen gewesen sind.

Im Gegenzug war ich als Jugendlicher oft sehr barsch zu jungen Frauen etwa Lehrerinnen, weil sie mich an meine Mutter erinnerten, mit der es nur Probleme gab weswegen mein Opa mich dann aufgezogen hat... andere Geschichte, aber ich finde sie passt indirekt auch hierher.

Antwort
von Kitharea, 27

Im Grunde legt die Beziehung die man im Kindesalter hat die Basis für spätere Beziehungen. Grade die Eltern - der gegengeschlechtliche Teil davon - ist ausschlaggebend dafür, was einem später mal gefällt oder nicht gefällt. Welchen "Typ" man anziehend findet oder nicht. Das KANN sich ändern im Laufe der Zeit. Ob man die Eltern ablehnt oder nicht spielt dabei allerdings keine Rolle. Man liebt und sucht was man kennt im Grunde genommen - weil man das gewöhnt ist und damit umgehen kann.

Antwort
von meerjungfrau994, 38

Hey Eidolon150,

ich glaube schon, dass unsere Rolle in unserer Familie Einfluss auf unsere Partnerwahl hat. Aber vor allem glaube ich, dass die eigenen Eltern großen Einfluss darauf haben, wie wir zu Beziehungen stehen, wie wir lieben und wie groß unsere Chancen stehen, mit einem Partner dauerhaft glücklich zu sein. Viele Scheidungskinder schaffen es leider oft selbst nicht, aus dem Muster ihrer Eltern auszubrechen und stehen selbst oft irgendwann an dem Punkt, wo sie sich scheiden lassen. Das ist natürlich nicht zu pauschalisieren!

Wenn du die Charakterzüge von deiner Verwandtschaft ablehnst, wirst du auch bei deiner Partnerwahl indirekt darauf achten, diese zu vermeiden. Du sagst jetzt nicht genau, was dir genau an deiner Verwandtschaft nicht gefällt. Wenn man beispielsweise zerrüttelte Familienverhältnisse ablehnt oder selbst sagt "ich mache alles besser" wirst du dir vermutlich eher einen Partner suchen, der aus einem stabilem Umfeld stammt.

Antwort
von Autogase5, 15

Erinnere mich mal gelesen zu haben das man als Frau sich jemanden sucht der Eigenschaften des Vaters hat und als Mann halt Ähnlichkeiten mit der Mutter hat. Denke ehr das Verhaltensweisen dadurch vertrauter sind und man sich deswegen einen ähnlichen Partner sucht. Ob das nun so korrekt ist.🤔 aber ich glaube schon daran.

Antwort
von 2fan41, 32

Naja es ist häufig so das man jemanden findet der/die jmd aus der familie vom aussehen ähnelt deswegen fühot man sich der person auch etwas angezogen/näher

Kommentar von Tragosso ,

Oder genau das Gegenteil, wenn man sich in der Familie nicht wohlfühlt.

Antwort
von Kittylein123, 27

Mich hat das sehr beeinflusst. Meine Mutter wollte einen bestimmten Typ Mann für mich. Der überhaupt nicht zu mir passt. Ich hatte lange Zeit immer schwarzhaarige Freunde, jetzt liebe ich einen blonden Mann. Weil ich eine Therapie gemacht habe ziehe ich Männer, die mich respektieren und das tut mir gut. Mein Vater und mein Bruder haben beide schwarze Haare.

Antwort
von Melinda1996, 18

Mein Partner ist meinem Vater sehr ähnlich.

Antwort
von Skibomor, 26

Siehst du: Deine Abneigung gegen die Charakterzüge deiner Verwandtschaft beeinflusst dich jetzt schon, indem du jemanden, der so wie sie ist, schon im Vorfeld ablehnst.


Kommentar von Eidolon150 ,

Ich muss allerdings dazusagen, dass ich bisher (darüber bin ich froh), noch niemanden getroffen habe, der mir z.B. so die Ohren volljammert wie meine Mutter, so eine Schl*mpe ist, wie meine Schwester, oder so ein kleingeistiger, geiziger Despot wie mein Vater.

Und was das Aussehen angeht, da waren es komplett verschiedene Typen von Frauen, die mich angezogen haben.


Kommentar von Kitharea ,

Man kann die Eigenheiten, die du hier aufzählst nicht einfach über einen Kamm scheren. Es geht nicht darum wie du deine Verwandtschaft siehst - es geht hier um viel tiefere emotionale und psychische Dinge die man - vermute ich - erst nach langer Arbeit mit und an sich selbst erkennt. Mitunter macht man es selbst genauso und erkennt es erst 20 Jahre später wenn man bereit dazu ist.
Als Beispiel: Mein Dad war auch ein Despot und sehr geizig. In Allem wenn man so will. Sowohl mit Geld als auch mit Gefühlen. Geld ist bei mir so eine Sache - es interessiert mich nur periphär. Ich achte darauf das Licht auszuschalten wenn ich aus dem Haus gehe - mein Dad hätte damals durchgedreht wenn ich das nicht mache wenn ich ein Zimmer verlasse für 5 Minuten. In der Hinsicht habe ich nicht viel von ihm. ABER was Männer betrifft finde und/oder fand ich genau jene immer sehr reizvoll die nicht viel von sich preisgeben und gefühlstechnisch am Sparen sind. Es geht bei dem Thema fast nur um die Gefühlsebene - die KANN man niemals mit den "Eigenschaften" vergleichen die so manch einer mit sich trägt.
Dass du deine Schwester als Schl*** bezeichnest ist eher ein Hinweis darauf, welche Einstellung dein Vater zu Frauen hat und weniger darauf, welche Frauen du anziehend findest.

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