Ich studiere an einer Privatschule Modejournalismus. Die Schule kostet meine Eltern ordentlich Geld im Monat und ich habe die Hälfte der Zeit bereits hinter mich gebracht. Ich merke mehr und mehr, dass ich wohl nicht als Modejournalistin arbeiten werde, vor allem nachdem ich nun mein drittes Praktikum gemacht habe. Leider hat mich diese Erkenntnis dermaßen irritiert, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich machen soll. Und meinen Eltern will ich meine Zweifel auch nicht zumuten, bevor ich nicht konkret weiß, was ich machen möchte.

Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende (ich weiß, das ist etwas abgegriffen). Aber überleg mal, wieviel wertvolle Zeit du vergeudest. Willst du denn als Journalistin arbeiten? Da gibt es neben Mode doch noch ein sehr breites Spektum von Alternativen. Gerade im journalistischen Bereich wimmelt es von "Quer-Einsteigern", denen der Beruf viele persönliche Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

ganz schwierig da ein Rat geben zu wollen. Wenn es dich total anödet würde ich es beenden, denn das wäre denn vertanes Leben und echt zu schade. Wenn du meinst, dass du es durchziehen könntest mit dem Wissen ich mache denn doch was anderes, wäre ja auch etwas. Du könntest noch ein anderes Studium dranhängen oder als Quereinsteigerin womöglich ganz was anderes machen, hättest aber schon mal bewiesen, dass du etwas durchziehen kannst. LG Lotusblume
Ja, manchmal ist das Durchziehen soo wichtig und Grundlage fuer spaeter das "Richtige". Oft bereuen Hinschmeisser hinterher. LG

Hör auf und beginne etwas anderes.
Wenn Du noch keine neue Idee hast, dann jobbe erstmal in Bereichen, die in Frage kommen könnten, damit Du einen besseren Eindruck bekommst und die Zeit nicht weiter verplemperst.
Ich glaube, meine Eltern drehen durch, wenn ich erstmal anfinge zu jobben. Die wollen schon sehen, dass ich einen Beruf erlerne oder studiere.
wenn du wirklich kurz vor schluss bist, das entnehme ich jedenfalls deinen angaben, solltest du das studium fertig machen. danach kannst du dir immer noch überlegen, was du machen willst. eine ausbildung ist in deutschland grundlegend und immer gut, auch, wenn du nachher etwas anderes machst. und ein abgebrochenes studium sieht im lebenslauf nicht gerade toll aus...

Rede erstmal mit deinen Eltern darüber. Wenn ihr zu dem Schluss kommt, dass das echt nix für dich ist dann brich es ab und fang was neues an. Aber denk vorher gut darüber nach. Du solltest wirklich nur dann abbrechen, wenn du auf keinen Fall weitermachen willst. Denn sonst geht es dir beim nächsten Studium genauso und du brichst wieder ab, weil du Zweifel hast. Irgendwann muss man mit dem Kopf durch die Wand und etwas durchziehen. Ob das jetzt ist, musst du dir überlegen.

Wenn du nicht mehr lange hast und du denkst das du es schaffst, zieh es durch. Kannst du nicht mehr lernen, weil dein Inneres sich dagegen sträubt und dir nichts mehr von der Hand geht, dann brech es ab. Hatte die Gleiche Situation nach 6 Semestern Maschinenbau Studium. Hatte in Mathe eine totale Blockade weil sich mein Inneres dagegen gesträut hat. Da war nichts mehr mit durchbeissen. Hab mir einen Zwischenjob gesucht und wollte dann meinen Techniker machen. In dem "Zwischenjob" bin ich jetzt 15 Jahre weil mir die Arbeit total gut gefällt und gut bezahlt wird. Außerdem hatte ich in der Zwischenzeit eine Familie gegründet. LG Delot

Wenn das nichts für Dich ist, gib es auf und mach etwas anderes.
Aus eigener Erfahrung: Erst Mathematik und Physik studiert. Dabei gemerkt, daß das nichts für mich ist. Zunächst zu Philisophie gewechselt und dann zur Juristerei gekommen. Das war dann genau das Richtige. Beide Staatsexamina erfolgreich abgelegt und kurz darauf meine Stelle angetreten. Erfolgreich im Beruf. Ich bin froh, daß ich gewechselt habe und auch von meinen abgebrochenen Studiengängen profitiere ich heute.
Also: Finde Deinen Weg!
Kann Dir nur raten, rede mit Deinen Eltern. Unser Sohn hat während seines Studiums - er hat auch kein Bafög bekommen - schon früh Zweifel gehabt und dann doch durchgezogen bis zum Vordiplom. Dann mit uns gesprochen, dieses Studium dann abgebrochen und Jura studiert. Jetzt ist er schon seit Jahren in seinem Beruf tätig und froh, dass er diese Entscheidung getroffen hat. Uns als Eltern wäre es jedoch lieber gewesen, er hätte eher mit uns gesprochen und evtl. auch so eher das Studienfach gewechselt.
Ich habe eine falsche Ausbildung zu Ende gemacht. Mit schlechter Prüfung, weil es einfach nicht das Richtige war. Dann drei Jahre gejobt, weil ich mit der schlechten Prüfungsnote natürlich auch keine Stelle bekommen habe. Nach drei Jahren Jobben habe ich eine neue Ausbildung gemacht, die dann das Richtige für mich war. Aber die sechs Jahre war ich immer hintendran. Also mein Rat ist, so wenig Zeit wie möglich verschenken, nicht fertigmachen. Lieber jobben, bis du dir sicher bist.