Frage von Nikita1839, 79

Was macht man, wenn der Standstreifen blockiert ist. Haben die Arbeiter damals überreagiert?

Vor einiger Zeit sind ich und mein Vater wie immer eine 250km lange Strecke über die Autobahn gefahren. Dabei kamen wir an eine Baustelle. Man befuhr also nur eine Spur. Die linke. Die Arbeiter dort waren allerdings fertig. Sie sammelten diese weiß-roten Schilder mit den Lampen ein. Ansonsten war niemand und nichts anderes da. Wie es natürlich kommen musste, überhitztr sich der Motor so stark, das wir schnellstmöglich von der Spur runtermussten, um langsamer zu fahren (80km/h war die vorgegebene Geschwindigkeit). Mein Vater hat also kurzerhand beschloßen, durch die Schilder auf den dahunterliegenden Standstreifen zu fahren. Der "Einsammler" fuhr uns genervt hinterher und hielt uns an, schrie uns an, wieso wir hier langfahren und beleidigte meinen Vater ebenfalls, egal wie oft mein Vater ihm erklärte, dass er von der Spur runter musste, weil das Auto spinnt. Das endete dann mit einer Drohung vom Einsammler, dass er eine Anzeige gegen meinen Vater macht.

Jetzt würde ich gerne wissen, was man machen soll, wenn man eigentlich auf die Standspur müsste aus irgendwelchen technischen Gründen. Ist es da moralisch vertretbar über eine fertige Baustelle zu fahren, um andere nicht zu gefährden? Gerad in diesen 3km Baustellen.

Antwort
von Panazee, 30

Ihr wart auf der Autobahn und dein Vater musste die Spur wechseln, weil euer Auto bei 80 km/h überhitzt?

Da würde ich sagen, dass es von deinem Vater schon fahrlässig war überhaupt auf die Autobahn zu fahren. Mit einem Auto, das eine solche Macke hat und diese Macke bekannt ist fährt man eigentlich gar nicht mehr, sondern bringt es in eine Werkstatt. Dann wäre diese Situation gar nicht erst entstanden.

Dein Vater hat das Leben der Arbeiter gefährdet und ich hoffe er bekommt dafür eine empfindliche Strafe.

Kommentar von Nikita1839 ,

Das Auto hatte vorher nichts! Die Arbeiter waren in ihrem Auto in dem Moment! Ich sass schon in nem Auto das einfach anfing zu brennen. Ist da auch der Fahrer Schuld weil man sowas ja erwarten kann?

Kommentar von Panazee ,

Nein, wenn das unmittelbar bevorsteht, dann fährt man ran und bleibt stehen. Was man nicht macht ist mit verminderter Geschwindigkeit in dem Baustellenbereich weiter zu fahren.

Keiner hätte etwas gesagt, wenn dein Vater auf den Standstreifen gefahren wäre, angehalten hätte, die Warnblinkanlage angemacht hätte und den ADAC verständigt hätte, aber das hat er nicht. Er ist weiter gefahren, wo er nicht hätte fahren dürfen.

Kommentar von Mojoi ,

Ich denke mal, er hat schlüssig erläutert, warum er nicht sofort stehengeblieben ist.

Kommentar von Panazee ,

???

Wo hat er das schlüssig erläutert? Er hat nur erläutert, warum er von der vorgesehenen Spur auf die Standspur gewechselt ist. Eine plausible Begründung warum er da weiter gefahren ist anstatt stehen zu bleiben finde ich nirgends.

Antwort
von marcussummer, 45

Wie der Name sagt, handelt es sich um einen STANDstreifen, Den darf man natürlich bei technischer Notwendigkeit benutzen. Um das Fahrzeug darauf abzustellen. Aber nicht, um darauf "langsamer zu fahren".

Kommentar von Nikita1839 ,

Mein Vater ist KfZ Techniker, in der Situation ist es "ungesund" gleich den Motor auszumachen. Wir sind also eine kleine strecke mit 5kmh gefahren, bis wir den motor ausstellen konnten und abwarteten...

Kommentar von Panazee ,

Das Argument soll also lauten "Ich gefährde lieber ein paar Menschenleben als meinen Motor?". Interessant ich würde gerne das Gesicht des Richters sehen, wenn dein Vater einen Arbeiter anfährt und das als Argument vor Gericht bringt.

Kommentar von lanlan0000 ,

Warum hat er dann nicht angehalten und den Motor laufen lassen?

Kommentar von Nikita1839 ,

Die Arbeiter waren sicher in ihrem Auto!

Kommentar von marcussummer ,

Das weißt du jetzt. Sie hätten aber jederzeit ihre Pause oder Tätigkeit im Auto beenden und aussteigen können. Und genau wegen dieses abstrakten Risikos, ist die Tour so gefährlich.

Antwort
von Herb3472, 30

Mir drängen sich dabei drei Fragen auf:

1. Wie kann ein Motor bei 80 kmh überhitzen?

2. Wieso hat Dein Vater das Auto nicht am Pannenstreifen abgestellt und hat gewartet, bis sich der Motor wieder abgekühlt hatte.

3. Woher hat Dein Vater gewusst, dass auf der Baustelle kein Hindernis mehr zu erwarten ist.

Kommentar von Nikita1839 ,

1. das auto war 25 Jahre alt. Kann mal passieren 2. wie denn wenn es in der baustelle passiert?? 3. weil es nicht einmal mehr als baustelle gekennzeichnet war und wir durch die freie fläche gleich auf den pannenstreifen gefahren sind, da sie schon die schilder eingesammelt hatten

Kommentar von Herb3472 ,

und wir durch die freie fläche gleich auf den pannenstreifen gefahren sind

Genau das meine ich. Der Pannenstreifen ist zum Anhalten bei Pannen da, aber nicht zum langsam Weiterfahren. Dein Vater hätte ja anhalten und den Motor im Stand weiterlaufen lassen können, wenn er geglaubt hat, es täte dem Motor besser, wenn er nicht gleich abgestellt wird.



Antwort
von Mojoi, 25

Vollkommen korrekt reagiert.

Technischer Notfall, keine Pinkel- oder Frühstückspause.

Alternativ hättest du die einzig verbliebene Spur blockieren können oder weiterfahren mis zum Motorfresser und dann halt die Spur blockieren.

Dann hätten dich ca. 40.000 cholerische Autofahrer gelyncht.

Kommentar von Nikita1839 ,

40.000 Autofahrer und dann irgendwann garantiert noch die Polizei wegen Verkehrsgefährdung/Behinderung oder so._.

Kommentar von Kurisutihna ,

Vor allem hätte er einen Unfall riskiert, der vermutlich nicht gerade kleinen Ausmaßes geblieben wäre.

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