Konfuzius am 23.06.2008 um 21:28 Uhr
Meine Eltern sind schon ihr halbes Leben zusammen, sind glücklich verheiratet und arbeiten sogar jeden Tag zusammen. Die kleben sozusagen aufeinander. Ich mache mir schon seit längerer Zeit Sorgen, wenn mal einer von beiden stirbt. Wie geht es dem anderen dann? Was wird dann aus dem anderen? Was kann ich dann tun? Ich wohne nicht in der selben Stadt.

Weißt du, deinen Eltern ergeht es wie vielen anderen Menschen: anstatt im Laufe des Lebens eigenständiger, unabhängiger und eigenverantwortlicher zu leben, versuchen wir über den anderen die Ergänzung, die fehlenden Teile zu erhalten. Wenn dann der andere geht, egal ob durch Tod oder Trennung, ist der Schmerz die "eigenen Anteile" zu verlieren unendlich groß. Sorgen wir dafür, dass wir selbst ganz und vollständig sind, trauern wir auch, aber der Schmerz legt uns nicht lahm und wir wissen, dass das Leben weitergeht, auch wenn wir diesen wunderbaren Menschen nicht mehr greifbar haben. Tja, aber letzendlich dürfen deine Eltern dies selbst lösen, du kannst die höchstens dahingehend inspirieren... Alles Gute.

Jeder geht damit anders um.In meinem Fußpflegekundenstamm erlebe ich es leider immer wieder das jemand stirbt.Dabei habe ich die feststellung gemacht daß der Trauernde mit mir als neutrale Person drüber redet und weint.Die Familie ist ja selbst betroffen und trauert und kann eigentlich wenig trösten,während eine neutrale person wieder anders rüber kommt.Wenn ein Lebenspartner schwer krank ist und bald stirbt oder anfängt an Alzheimer zu erkranken tauscht sich der andere Partner bei mir aus.Die eigenen kinder z.B.wollen oder können das nicht hören vom Tod oder Krankheit weil es ihnen selbst weh tut.Manche Leute von denen man es gar nicht erwartet hätte sind sogar sehr stark.Es ist halt verschieden.Meine mutter wollte von sich aus drüber sprechen was nach ihrem Tod geschieht..es ist schon komisch..denn da bin ich selber betroffen.Aber auch mein Mann und ich haben uns über dieses Thema unterhalten und wir sind Jahrgang 1959.In unserem Umfeld ist einfach schon zuviel passiert. Ich würde auch sagen ...HEUTE...leben wir...also ,nicht soviel an sterben denken,denn das kommt ohnehin irgendwann!

Ich hoffe, dass sie beiden hin und wieder über den Tod reden. Letztendlich weiß keiner im Voraus, wie er die Trauer und den Schmerz überwinden wird.
behutsam und frühzeitig über dieses Thema mit beiden gemeinsam sprechen. Ob ein Umzug in Frage kommt, oder vielleicht jetzt schon mal ins Auge gefasst werden sollte, das beide gemeinsam am neuen Ort Fuß fassen können. Wenn du nicht dort wohnst, haben sie denn viele Freunde oder andere Verwandte?
Entscheidend ist die Sterbephase und wer zuerst stirbt. In Deinem Fall kann Dir keiner einen Rat geben. Wie Ihr nach dem Ableben des ersten Lebenspartner miteinander umgeht müsst Ihr erarbeiten.

Ich glaube da kann man dir keinen Rat geben , jeder geht unterschoedlich mit seiner Trauer um der eine braucht dann nähe ein anderer will allein sein das ist ganz individuell .

Du selbst machst dann wenig. Du kannst nur Deine Hilfe anbieten. Die Trauer und die Umstellung muß jeder allein schaffen.

Da den richtigen Rat zu geben ist schwer, weiln das Situationsabhängig ist, aber ich denke für den noch Lebenden Teil da sein, das kann man auch am Tele zur noch und ihm beistand geben und wenn ein Paar so lange zusammen ist und so sehr aneiander hängt, sagt man eignelich das der andere wohl recht bald hinterher gehen wird. So traurig wie es ist. Geniess doch einfach die Zeit die Du mit Deinen Ellis noch hast und denke nicht so viel darüber nach was ist wenn sie nicht mehr sind, denn das verdirbt einwenig das jetztige beisammen sein..

Schwierig. Was macht man wenn die Mutter/der Vater stirbt? Was macht man, wenn das Kind stirbt? Man versucht zu trauen und vielleicht noch ein bißchen zu leben. LG

Meine Mama leidet sehr unter dem Tod meines Vaters. Es braucht Zeit.
angelela am 23. Juni 2008 21:35 Allerdings.. Mein Papa ist vor acht Jahren gestorben und meine Mama leidet da noch heute drunter, was sie aber nie zugeben würde.. Sie spielt immer die starke..
geheim am 24. Juni 2008 16:20 bei mir sinds sieben Jahre.. meine Mutter leidet zwar drunter, aber sie erkennt glücklicherweise auch "positive" Folgen.
Unser ganzes Leben hat sich geändert. Wir wären nie hierher ausgewandert, und soo viele Dinge gibt es, die wir irgendwie eben doch ihm zu verdanken haben. Auch wenns makaber klingt...^^

Das ist ein wichtiges Thema das aber vor allem die Beiden etwas angeht. Frag sie doch mal in einer ruhigen Minute wie sie darüber denken.