Frage von Julialieb2013, 21

Was macht man so als Hebamme genau. Nicht nur die Babies helfen auf der Welt zu bringen, sondern welche andere Sachen auch?

Antwort
von isebise50, 9

Hebammen sind die Fachfrauen für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit.

Hebammenhilfe umfaßt die Betreuung in der Vorsorge, die Geburt, das Wochenbett, sämtliche Fragen zum Stillen, die Babypflege, sowie die Begleitung in der Phase der Rückbildung.

Hebammen begleiten Frauen und ihre Familien ganzheitlich von der Familienplanung bis zum Ende der Stillzeit:

Beratungsangebot in Ernährungsfragen, gesunder Lebensweise während der Schwangerschaft sowie Aufklärung über die möglichen Geburtsarten, Aufklärung hinsichtlich sozialer Hilfen und Vermittlungshilfe bei den zuständigen Stellen, regelmäßige medizinische Beratung und Untersuchungen, evtl. vorliegende Geburtsrisiken erkennen, Hilfestellungen bei Schwangerschaftsbeschwerden, Geburtsvorbereitungskurse,  Akupunktur, Aromatherapien, Nachsorge des Gesundheitszustand von Mutter und Kind, Überwachung der Gebärmutterrückbildung, des Heilungszustandes nach einer Kaiserschnitt- oder Dammschnittnaht sowie die Hilfe bei Stillschwierigkeiten, Beistand zur Bewältigung der großen körperlichen und seelischen Herausforderung frischer Eltern oder Paaren, deren Kind während der Schwangerschaft oder bei der Geburt gestorben ist, Säuglingspflege, Säuglingsernährung, Abstillen, Rückbildungs- und Beckenbodengymnastik...

Der Beruf der Hebamme ist nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen, süße Babys, selbstbestimmende, kraftvolle Gebärende und glückliche Mütter...

Als Hebamme begleitest du auch Geburt mit weniger schönem Ausgang; stille (Tod- oder Fehl-) Geburten, Geburten von behinderten oder missgebildeten Kindern bis hin zu nicht mit dem Leben zu vereinbarende Fehlbildungen, dramatische Notfälle unter der Geburt mit Bedrohung des Lebens von Mutter und Kind, Geburten von unerwünschten Kindern...

Du kommst mit sämtlichen Ausscheidungen in Berührung; Blut, Fruchtwasser, Urin, Kot, Erbrochenes... Nicht jede werdende Mutter ist frisch geduscht, wohlduftend und gut gepflegt...

Nicht selten kommst du mit bakteriellen und viralen Infektionen und Pilzerkrankungen in Kontakt; Syphilis, Toxoplasmose, Gonorrhoe, Chlamydien, Varizellen, Masern, Mumps, Tuberkulose, B-Streptokokken, Röteln, Cytomegalie, Herpes simplex, Hepatitis B und C, HIV, Humanes Papillomavirus...

Du arbeitest als angestellte Hebamme im Schichtdienst; nachts, am Wochenende, an Feiertagen..., springst bei Krankmeldungen häufig ein und machst oft Überstunden, immer mehr Schreibkram und weniger Zeit für die eigentliche Hauptaufgabe und das alles bei chronischer Unterbesetzung...

Du arbeitest als freiberufliche Hebamme schlecht bezahlt, in einer ungeklärten Versicherungsproblematik und in Dauerbereitschaft...

Im Krankenhaus wirst du nach Tarif bezahlt (gleich einer Krankenschwester) und arbeitest bei Vollzeit 38,5 Stunden, freiberuflich rechnest du über die Gebührenverordnung mit den Krankenkassen ab.

Hebammen arbeiten in Krankenhäusern, Geburtshäusern, Hebammenpraxen, Arztpraxen, in Beratungsstellen oder Ämtern.

Es ist ein stressiger, verantwortungsvoller, manchmal auch trauriger und unterbezahlter Beruf und er ist vielfältig, erfüllend und wunderbar.

Alles Gute für dich!

Antwort
von Biberchen, 16

die Vorsorgebetreuung der Schwangeren und auch die Nachsorge wenn das Kind dann da ist.

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