Frage von StopGrey, 52

Was macht man mit einem Kind unter 3 Jahren (Betreuung)?

Beide Elternteile wollen eigentlich arbeiten, aber finden keinen Betreuungsplatz. Bei den angefragten Einrichtungen gibts teilweise eine Warteliste von über 150 anderen Eltern.

Das Kind wird in den nächsten Monaten 1 Jahr alt.

Welche Optionen gibt es jetzt noch?

Antwort
von teafferman, 2

Tagesmutter, Leihoma

Bei letzterer bin ich tatsächlich skeptisch, ob über offizielle Stellen da agiert werden sollte. 

Auf der einen Seite haben wir eine zunehmende Anzahl vereinsamender alter Menschen.

Auf der anderen Seite haben wir viel zu viele Rumpffamilien. Seid Ihr. 

Also hängt Zettel in Einkaufstempeln aus, inseriert, sprecht scheinbar einsame alte Menschen an. 

Natürlich auch:

Eigenen Kindergarten mit anderen Betroffenen gründen. Infos in Massen sind dazu im Netz zu finden. 

Grundsätzlich aber

Die Frage nach Rabeneltern oder nicht sollte sich nicht stellen sondern verbieten.

An erste Stelle ist dagegen die schlichte Tatsache zu setzen, dass wir Menschen nun mal nicht fertig auf die Welt kommen sondern mit individuellen existentiellen Bedürfnissen. 

Hättet Ihr Euch vor Zeugung dieses neuen menschlichen Wesens kundig gemacht, würde sich diese Frage wahrscheinlich gar nicht stellen. Denn dann würdet Ihr Euch mit der Elternzeit abwechseln können. 

Ihr habt Euch aber dafür entschieden, ein Kind zu zeugen, damit verbindlich die Verpflichtung einzugehen, für dieses schutzbedürftige Wesen so lange angemessen und SEINEN natürlichen Bedürfnissen gemäß zu sorgen. Anstatt ein Gummi über zu ziehen oder so. 

Schon im Urtext zu unserem Alten Testament steht, dass wir Menschen entweder Mammon oder dem Leben dienen können. So neu ist also diese zu fällende Entscheidung nicht. 

Mit Rabeneltern hat das Thema für mich keinen Zusammenhang. Allerdings mit der Tatsache, dass ein kleines Kind kein Spielzeug ist. So hart dieser letzte Satz auch von manchen Menschen aufgefasst werden mag, er ist wahr. 

Antwort
von ikinikin, 39

Eine Tagesmutter oder ein Kindermädchen. Vielleicht habt ihr ein Mädchen in der Bekanntschaft das vielleicht auf das Kind aufpasst für ein kleines Taschengeld

Antwort
von tanztrainer1, 7

Da wir das gleiche Problem hatten:

Ich hab halbtags vormittags gearbeitet und mein Mann immer nur Vollzeit in Spätschicht. Und wenn ich es mal nicht pünktlich aus der Arbeit schaffen konnte, war unser Sohn kurz bei unserer Nachbarin. Hat ganz super geklappt.

Hört Euch doch mal um.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Lass Dich nicht unterkriegen.


Ich lese da wieder bei anderen Antworten zwischen den Zeilen, dass man gleich eine Rabenmutter ist, wenn man schnell wieder arbeiten geht.


Bei mir war es dann ganz übel: Nachdem mein Mann recht früh gestorben war, brauchte ich einen anderen Job, bei dem ich mehr verdienen konnte. Da war aber Gott sei Dank die Betreuung ganz gut geregelt. Es dauerte dann über 10 Monate bis ich Witwenrente bekam. Und die ist auch nicht so üppig.

Und da gab es auch welche, die mich dann als Rabenmutter beschimpften.

Und genau die Gleichen hätten, wenn ich nicht gearbeitet hätte und zum Sozialamt gegangen wäre, mich dann auch wieder beschimpft, dass ich wohl zu faul zum Arbeiten wäre!

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 11

Meine Ansicht ---------> Dann soll in Gottes Namen eben einer der beiden zuhause bleiben, solange es sich finanziell einrichten lässt. Gerade mit "Elterngeld" und ähnlichen Lösungen sollte es doch gehen.

Sorry, aber ich verstehe es nicht, wieso jemand Kinder in die Welt setzt & dann gleich wieder arbeiten geht also die Erziehung anderen überlässt.. das ist doch total kontraproduktiv. Auf diese Weise entfremdet man die Kinder künstlich von den Eltern & das muss auch nicht sein.

Kommentar von StopGrey ,

Nach 6 Monaten zu Hause kann man das ja nun wirklich nicht " gleich wieder arbeiten" nennen.Beide Eltern verdienen überdurchschnittlich gut und sind nicht auf staatliche Hilfe angewiesen.

Kommentar von rotesand ,

Ich für meine Begriffe nenne das schon so --------> erst recht, wenn man es finanziell doch sowieso stemmen kann, sollte einer den Mut haben und zuhause zu bleiben. Keine Angst, das gesellschaftliche Image verschlechtert sich deswegen nicht.

Kinder sollten Bindungen entwickeln & wenn die Eltern keine Zeit haben bzw. arbeiten, was umso schleierhafter erscheint wenn das Geld offenbar keine Rolle spielt, wird das umso schwieriger. "Wochenendeltern" sind nicht der Sinn der Sache, genauso wie eine omnipräsente Tagesmutter, die die leibliche Mutter emotional ersetzt während man zur Mutter keinen Bezug aufbauen kann...

Kommentar von StopGrey ,

Was hat das mit Mut zu tun? Die Frage war: Welche Optionen gibt es neben den geläufigen Möglichkeiten? Hier geht es nicht darum ein Kind abzuschieben.Die Warteliste macht deutlich, dass es kein Einzelfall ist.


Kommentar von rotesand ,

Manche denken, dass sie als "Hausmütterchen" gelten, wenn sie erstmal zuhause bleiben oder belächelt werden. Gab es in meinem Umfeld auch schon. Da geht es dann bei der Arbeit auch um den sozialen Status & Selbstverwirklichung.

Neben den geläufigen Möglichkeiten gibt es noch diese, vllt. Oma und Opa oder eine Tante usw. in Anspruch zu nehmen. Oder man inseriert in der Zeitung mit dem Gesuch um eine liebevolle "Leihoma" oder einen fürsorglichen "Leihopa". 

Kommentar von StopGrey ,

Alles klar.Ich sehe schon, worauf das hinausläuft.Ich wünsche ein schönes Leben.

Antwort
von irgendeineF, 19

Eine Tagesmutter. Oder vielleicht die Großeltern, sofern diese in der Nähe wohnen, nicht Vollzeit arbeiten und sich dafür bereit erklären.

Kommentar von StopGrey ,

Großeltern leben nicht in der Region.

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