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Was macht man mit einem Fuchs, der sich auf dem Grundstück häuslich niedergelassen hat?

gefragt von wiele am 29.03.2007 um 12:48 Uhr

Beim Neubau wurde Erde beiseite geschoben. in den so entstandenen Berg hat ein Fuchs seinen Bau gegraben. Schön für die Kinder, die ihn beobachten können, aber demnächst soll die Erde per Bagger verteilt werden und ich weiß nicht, ob der Fuchs schon Junge hat. Hat jemand gute Tipps?


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UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 29. März 2007 14:37
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Bitte lasst, wenn irgendmöglich, den Fuchsbau in Ruhe. Dort leben ggf. nicht nur Füchse, sondern auch Dachse teilen sich oft mit den Füchsen einen Bau.

Und bitte lest euch erstmal etwas mehr Informationen über Füchse an. Eine sehr gute Einstiegsseite ist:

http://www.fuechse.info/main.htmht Jäger kennen in der Regel nur eine Antwort auf Füchse. Diese Antwort kennt ihr alle. Das muss aber nicht sein.

Kommentar von wiele am 29. März 2007 14:55

Vielen Dank für den Link, werde dort mal etwas lesen...

Ein Dachs ist nicht da, aber wir befürchten, dass der Fuchs Junge hat, und wenn der Bagger kommt .... (Ich weiß nicht ob wir das rauszögern können)

Gruß wiele

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 29. März 2007 15:01

Die Fortpflanzungszeit (Ranzzeit) der Füchse fällt normalerweise in die Monate Januar und Februar, zu dieser Zeit kann man die Fuchsrüden auch am ehesten tagsüber beobachten. Nach 52-53 Tagen Tragzeit bringt die Fähe drei bis fünf, manchmal auch 6 oder noch mehr Junge zur Welt. Bei der Geburt sind die Jungen maulwurfsgroß und wiegen etwa achtzig bis hundertfünfzig Gramm. Mit 12 – 14 Tagen öffnen sie die Augen. Etwa mit der 8. Lebenswoche hört das Säugen auf. Vor dem Bau erscheinen die Jungen im Alter von einem Monat.

Quelle:

http://www.natur-lexikon.com/Texte/HWG/001/00065/HWG00065.htmlhtm

Kommentar von wiele am 29. März 2007 14:56

Vielen Dank für den Link, werde dort mal etwas lesen...

Ein Dachs ist nicht da, aber wir befürchten, dass der Fuchs Junge hat, und wenn der Bagger kommt .... (Ich weiß nicht ob wir das rauszögern können)

Gruß wiele


schlaufrau
beantwortet von schlaufrau am 29. März 2007 13:16
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Ich würde mal einen Jäger oder einen Ahnung habenden Tierschützer fragen. Ich persönlich würde wohl auch versuchen, den Fuchs zu schützen, aber leider sind Füchse oft Tollwutüberträger und Bandwurmüberträger (wenn sie die Krankheit nicht sogar haben) und da ist Vorsicht geboten.

Zumindest würde ich meine Kinder etwas zurück nehmen und auf äußerste Hygiene achten.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 29. März 2007 14:34

Leider sachlich falsch.

Kommentar von Simple_avatar2smallschlaufrau am 29. März 2007 15:01

Kein Mensch hat etwas gegen Füchse und jeder mag sie, so er will, behalten. Trotzdem würde ich mir mehr Infos besorgen, bevor hier so ein großartiger Kommentar wie: Leider sachlich falsch steht... Kläre uns doch doch bitte auf !


anonym
beantwortet von jamie07 am 29. März 2007 14:28
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Das kan ich nur unterstreichen, Füchse sehen zwar süß aus, sind aber in hohem Maße Übeträger von Krankheiten und Würmeren. da würde ich den Förster aufsuchen und den Fuchs so oder so schnell von den Konderen fernhalten. Denn auch sein Kot und Urin sind infektiös. Deswegen soll man ja im Wald auch z.B. nur Brombeeren essen, die höher als die gedachte Uringrenze eines Fuchses wachsen.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 29. März 2007 14:33

Diese Mär vom bösen, bösen Fuchsbandwurm ist - auf Deutschland bezogen - hochgradig dummes Zeug. Bitte informiert euch erst, bevor ihr Gerüchte weitertransportiert.

Die Gefahr, mit Fuchsbandwürmern infiziert zu werden, besteht m.W. ermittelt nur in einer einzigen, sehr kleinen Region in Süddeutschland zu einem so geringen Prozentsatz, dass man eher Gefahr läuft, von Hagelkörnern erschlagen zu werden.

Kommentar von Simple_avatar2smallschlaufrau am 29. März 2007 15:00

Deswegen werdden Füchse auch mit Impfködern, etc. gefüttert, weil sie eben so harmlos sind und keine Krankheiten verbreiten...;-(((, Quatsch...wie wäre es mit etwas mehr fundiertem Input?

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 29. März 2007 16:43

Schaut mal hier rein http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalt/20030707/b_3.phtmlphtmund gebt einmal Fuchsbandwurm bei Google ein - dann wisst Ihr mehr.


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 29. März 2007 16:40
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Hier zur Info der offizielle Text zum Fuchsbandwurm des Bundesverbandes der Tierärzte. Diesem Infotext nach kann ich nur sagen, dass man mit der normalen Hygiene, die man im Umgang mit freilaufenden Tieren und mit Früchten des Waldes walten lässt gefahrlos auch mit einem Fuchs im Garten leben könnte.

Fuchsbandwurm

Infektionsgefahr für Mensch und Haustier

Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der nicht nur den Fuchs befällt. Neben Kleinnagern, die immer in die Infektionskette einbezogen sind, können auch Katzen, in selteneren Fällen Hund und Mensch betroffen sein.

Der geschlechtsreife, nur wenige Millimeter lange Bandwurm lebt im Dünndarm seines Endwirtes. Wie alle Bandwürmer braucht er einen Zwischenwirt, in dem sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne vollzieht.

Der Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms spielt sich hauptsächlich in einem Kreislauf unter Wildtieren ab. Der Fuchs als Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen Wurm und scheidet mit seinem Kot Bandwurmeier aus. Mäuse und Bisamratten nehmen die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf und werden dadurch zu infizierten Zwischenwirten. In den inneren Organen dieser Zwischenwirte vollzieht sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne. Die Kleinnager wiederum werden vom Fuchs als Hauptbeutetiere gefressen. So gelangt die Bandwurmfinne in den Endwirt, in dessen Darm sie sich zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt.

Auch Hunde und Katzen können infizierte Mäuse fressen. Sie werden dann genau wie der Fuchs zu Endwirten, in deren Dünndarm der Fuchsbandwurm parasitiert. Krankheitserscheinungen, wie Darmentzündung, Durchfall, Abmagerung oder stumpfes Fell treten jedoch nur bei starkem Wurmbefall auf. Die Fuchsbandwurminfektion bei Hund und Katze gewinnt dadurch an Bedeutung, daß die Tiere zu Ausscheidern von Bandwurmeiern werden und ihr Kot - ebenso wie der des Fuchses - Ansteckungsquelle für den Menschen sein kann.

Der Mensch muß Bandwurmeier über den Mund aufnehmen, um sich zu infizieren. Im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms ist er ein Fehlzwischenwirt, weil er die Infektion nicht an einen Endwirt weitergeben kann. In seinen Organen findet aber - wie bei echten Zwischenwirten - eine Finnenentwicklung statt. Vornehmlich Leber und Lunge werden befallen. Dabei entsteht ein Netzwerk von Schläuchen, das diese Organe weitgehend zerstört. Für den Zwischenwirt Mensch ist die Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich. Eine Heilung ist kaum möglich.

Die Vermeidung von Infektionsrisiken ist besonders wichtig. Bodennah wachsende Früchte wie Beeren und Pilze können mit Bandwurmeiern behaftet sein und sind dadurch eine gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen. Sie sollten niemals ungewaschen gegessen werden.

Im Umgang mit vierbeinigen Mäusefängern ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Hände, die das Fell in der Afterregion berührt haben, dürfen nicht ungewaschen zum Mund geführt werden. Auch sollten Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchspopulationen gehalten werden, regelmäßig entwurmt werden. Der Tierarzt verabreicht ein gegen den Fuchsbandwurm besonders wirksames, rezeptpflichtiges Medikament. Die Darmparasiten sterben dadurch ab und die Produktion von Wurmeiern wird unterbrochen.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 29. März 2007 16:47

Gut zitiert, Rolf. Ergänzend muss man sagen:

Die Menschen, die sich am ehesten infizieren, sind Jäger, die einem Fuchs das Fell abziehen. (Das kommt davon. :-) )


anonym
beantwortet von luetzelmatt am 12. Februar 2009 10:50
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