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Was macht man gegen Depressionen in den Wintermonaten

gefragt von 79tanja79tanja am 06.12.2007 um 20:47 Uhr

Hallo mein mann leidet unter depression, nimmt schon Medikamente aber, er würde am liebsten nur schlafen und bekommt nichts runter..was kann ich nur tun, dass es ihm wieder besser geht?


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Reply


waterlilies
beantwortet von waterlilies am 6. Dezember 2007 20:55
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Das klingt gar nicht gut, du solltest ihn nochmal zum Arzt schicken, möglicherweise passt das Medikament nicht für ihn. Vielleicht kannst du ihn dahin begleiten. Mit den richtigen Medikamenten sollte er weitgehend normal schlafen und essen können.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 6. Dezember 2007 20:56
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Als Sofortmaßnahme sollte er sich möglichst oft bei Tageslicht DRAUSSEN aufhalten. Das schadet zumindest nicht.

Wenn er Medikamente nimmt, wird er einen Arzt haben: Mit dem darüber sprechen. Wenn es echte Depressionen sind kann Laienpsychologie kontraproduktiv sein.

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 6. Dezember 2007 23:53

Der Arzt, der das Medikament verschrieb, wird ein Psychiater/ Neurologe ODER ein Hausarzt sein. Und beide haben von der psychologischen Betreuung von depressiven Menschen leider nicht viel Ahnung bzw. das nötige Feingefühl.

Da ist man mit manch einem "Laienpsychologen" bzw. ehemals Betroffenen besser bedient. :-)

Wer hier professionell abhelfen könnte, wäre ein Psychotherapeut (dieser darf nicht medikamentös behandeln). Diesen muss man jedoch erstmal finden und sich artig auf eine Warteliste setzen lassen - außer, es handelt sich um einen Notfall (Depression mit suizidialer Neigung o.ä.). Zumindest schaut es bei uns in NRW in der Regel so aus. Da hilft nur Geduld, leider... Aber vielleicht geht es woanders auch schneller.

Kommentar von Klaus Stich am 7. Dezember 2007 14:31

Die pauschale Ablehnung von Ärzten ärgert mich und die kritiklose Hochstilisierung von Leuten, die nicht medikamentös behandeln dürfen, ist nicht begründet.


koira1975
beantwortet von koira1975 am 6. Dezember 2007 20:58
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Ist es denn als klassische Winterdepression diagnostiziert worden? Die gibt es nämlich viel seltener als angenommen.

Wenn es die Winterdepression ist, hilft ihm evtl die Lichttherapie, aber ich würde das mit dem behandelnden Arzt besprechen. Genauso kann es ja sein, dass die Medikamente nicht die richtigen für ihn sind (wenn keine Besserung eintritt). Da muss ja gerade bei Depressionen oft viel ausprobiert werden.

Du, als Angehörige, solltest, so hart es klingt, auch schauen, dass es DIR gut geht. Lass Dich nicht mit runter ziehen und überhäuf Deinen Mann nicht mit Vorschlägen. In einer Depression ist man oft so ziemlich mit allem überfordert. Versuch ihn an die frische Luft zu bekommen (Tageslicht selbst bei Bewölkung ist enorm wichtig).


anonym
beantwortet von mcwenne am 6. Dezember 2007 21:09
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bei klassischen antidepressiva tritt eine besserung meist erst nach ca. 3 - 5 wochen ein, es sollte sich erst die stimmung bessern, dann der antrieb. dein mann sollte seinen leistungsmaßstab anpassen, Depression ist eine krankheit und keine " faulheit", sich selst abwerten ist keinesfalls hilfreich, sich jeden tag eine kleine überschaubare Aufgabe stellen ist auch ok, wie schon erwähnt viel licht und frische luft, allgemein sportliche aktivität alles gute !!!

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 6. Dezember 2007 23:35

Eine sehr gute Antwort! DH!


Minax
beantwortet von Minax am 6. Dezember 2007 23:44
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Tanja, wie lange nimmt dein Mann das Antidepressivum denn schon? Wie mcwenne schon schrieb, tritt die Wirkung im Allgemeinen erst nach einigen Wochen auf.

Und leider helfen AD auch nicht immer. Gute 60% sind es laut Studien. Wenn das bestimmte Medikament nicht hilft, dann muss eines aus einer anderen Wirkstoffgruppe verschrieben werden. Das Verhalten deines Mannes klingt sehr lethargisch, er scheint ein sedierendes Medikament bekommen zu haben (Remergil?). Allerdings wirken diese auch eher appetitfördernd.

Das Verhalten (Müdigkeit, Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit etc.) müssen aber auch nicht auf Medis zurückzuführen sein. Es sind klassische Symptome. Er will sich in seine "Welt" flüchten, weil der Tag schwer zu ertragen ist.

Gab es bestimmte Auslöser oder kam es ohne ersichtlichen Grund?

Kannst du mit ihm reden? Ganz sanft und verständnisvoll? Keinesfalls Druck machen, Ungeduld oder Unverständnis zeigen!

Vielleicht braucht er diese "Auszeit" auch einfach, zumindest, wenn er nichts Gegeteiliges will und sagt. Später könnte das Medikament dann wirken (stimmungsaufhellend) und man könnte über eine Psychotherapie bei einem netten Therapeuten nachdenken? Sport soll auch bei leichten Depressionen stärken und Antrieb geben.

Du musst vor allem begleitend und mit Verständnis für ihn da sein. Motiviere ihn, aber überfordere ihn nicht! Er darf nicht das Gefühl haben, als müsse er deine Vorschläge immer ausschlagen oder könne deine Mühen nicht wertschätzen.

Wenn es mit der trüben Zeit zu tun hat, dann wird es in 2-3 Monaten hoffentlich wieder besser sein und dann sollte man vorbeugend etwas tun (viel Reden, Überraschungen, Sport, neue Freund/ Hobbies/ Aufgaben etc.?).

Wünsche euch Kraft!





engelhaar
beantwortet von engelhaar am 6. Dezember 2007 20:55
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Licht ist sehr hilfreich, aber ich weiß nicht ob es für Dich realisierbar ist möglichst täglich 1-2 Stunden mit ihm draußen spazieren gehen. Ansonsten mal mit dem Arzt sprechen wegen einer Lichttherapie. Ich wünsche Eurer Familie alles Gute!


lancelot
beantwortet von lancelot am 6. Dezember 2007 20:58
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ich würde es einmal mit wöchentlichen solarienbesuchen versuchen.


vampire
beantwortet von vampire am 6. Dezember 2007 21:01
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Meine Kollegin futtert Johanniskraut, sie meint es hilft.


Brigitta
beantwortet von Brigitta am 6. Dezember 2007 21:01
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Es gibt Menschen, die wegen der Dunkelheit, Depressionen bekommen. Ich rate dir, schmücke deine Wohung sehr farbig. Die Weihnachtsbeleuchtung könnte da auch noch sehr nützlich sein.


elmara
beantwortet von elmara am 7. Dezember 2007 09:55
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Bei mir hilft Johanniskraut (Mindestdosis 500). Zusätzlich jag ich mich bei höchstem Tageslicht (mittags zwischen 11.30 und 13.30) nach draußen, auch wenn es bedeckt ist. Und dann: Bewegung, Bewegung, Bewegung, sogar wenn es nur ein leichtes Spazierengehen ist: Gut ist grundsätzlich jede Art von Bewegung und Sport, und zwar draußen!


anonym
beantwortet von Klaus Stich am 7. Dezember 2007 14:39
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Was Du tun kannst: Vorsicht mit pauschalem Schimpfen. Nie: "Reiß`Dich zusammen!" Geduld. Begleitung bei Spaziergängen. Ein einstündiger zügiger Spaziergang, möglichst bei hellem Licht, hilft, wenn er trotz der Müdigkeit möglich ist (nicht erzwingen, wenn es nicht geht, gehts nicht.) Für einen geordneten Tagesrhythmus sorgen. Hilfe zum Nachgehen von Hobbies, wenn die derzeit mangels Antrieb nicht geschafft werden.

Zur Depression: Kommerzielle Anbieter von Lichttherapiegeräten siehe bei Google unter "Lichttherapie" Die müde machende Wirkung von Antidepressiva kann erwünscht sein, wenn vorher Unruhe oder gar Selbsttötungsimpulse bestanden haben.


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