Frage von anabellasohalt, 33

Was macht man eigentlich als Grafikdesignerin?

Hallo. Ich habe jetzt Sommerferien und möchte mir schon mal Gedanken machen was ich mal für einen Beruf später ausüben möchte. Ich liebe es zu zeichnen, einfach kreativ zu sein. Meine Cousine meinte, dass es einen Beruf gibt der Grafikdesign heißt, sie ist es selber auch und ihr macht es auch sehr viel Spaß. Doch was tut man eigentlich als Grafikdesigner? Wie lange studiert man das? Wie viel verdient man und wo kann ich dann überall arbeiten? Danke jetzt schon mal !!!! :)

Antwort
von minimalisth, 22

Im Grunde genommen Farbe schön verteilen. Du bekommst vom Kunden den Auftrag z.B. eine Messetafel zu machen, auf der eine Überschift ein Bild, etwas Text und eine Tabelle drauf sollen. Du sorgst dafür, dass das Bild gut aussieht, das Überschrift und Text zu den anderen Tafeln passen, dass die Daten in der Tabelle auch noch nach der 5. Änderung stimmen und die Tabelle trotzdem gut aussieht und leserlich ist. Dann schickst du das dem Digitaldrucker und sorgst du dafür, dass er rechtzeitig liefert.

Das alles kann Spaß machen, aber auch Stress bedeuten. Du kannst Kunden haben, die sich freuen, was du Tolles machst oder Choleriker die dir ins Handwerk pfuschen und du musst Hässliches produzieren. Du kannst Werbung für Umweltprojekte oder Rüstungsvorhaben machen und weder als Angestellter noch als Selbstständiger kannst du dir das immer aussuchen. Du kannst derjenige sein, der ein Messekonzept entwirft, oder derjenige, der immer nur die Tabellen macht.

Kommentar von Saragoza ,

Naja, das ein Resultat gut aussieht, bei einem Auftrag ist eher "relativ", das Aussehen wird zumeist vom Kunden bestimmt, also ihm muss es gefallen, und das  kann  Einiges bedeuten, ..öfter auch eher Negatives, also Frustration ohne Ende, ...!

Antwort
von RayAnderson, 9

Hallo,

zu Deiner Frage

Was macht man eigentlich als Grafikdesignerin?

Der Beruf des Grafikdesigners kann sehr vielseitig sein. Das ist Abhängig vom Arbeitgeber.

Grundsätzlich bedeutet Designen Gestaltung. Beim Grafikdesigner sind es Grafiken, bis hin zu ganzen Webseiten und Webshops. Es kann sich aber z.B. auch auf die Gestaltung von Flyer beschränken.

Es kann auch bedeuten, dass man ausschließlich in der Werbung arbeitet. Unter zeitlichen Vorgaben kann es auch stressig werden.

Dabei ist Kreativität gefragt.

Grafikdesign lässt sich auch als Fernstudium erlernen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine es sind 3 Jahre Studium notwendig.

Der Verdienst ist so variabel wie es der Arbeitsbereich sein kann, je nach Arbeitgeber.

Allerdings hat man als Grafikdesigner eher auch die Möglichkeit sich selbständig zu machen. Dann können sich die Arbeitsbereiche erweitern und der Verdienst richtet sich nach Auftragslage.

Interessant kann auch das Studium kombiniert mit dem eines Creative Directors sein, mehr freier Spielraum, mehr Verantwortung und höherer Verdienst.

Herzlichen Gruß,

RayAnderson

Antwort
von fluffiknuffi2, 26

Öh dass du damit am besten deine Cousine löchern solltest ist ja hoffentlich klar :p Erfahrungen aus erster Hand von einer Person die einem nahe steht sind sehr wertvoll!

Kommentar von minimalisth ,

Die Cousine kann vielleicht nicht gut erzählen, ist ne blöde Zicke oder grad nicht erreichbar. Außerdem schaden andere Meinungen nicht und dafür gibts GF! ;-)

Antwort
von toomuchtrouble, 31

Es ist sowohl ein Ausbildungsberuf https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/14217.pdf als auch eine (in der Regel) Fachhochschulausbildung (hier als Beispiel die Fachhochschule Bielefeld https://www.fh-bielefeld.de/fb1/studium).

Leider haben solche "irgndwas Kreatives"-Studiengänge die abenteuerlichsten Namen, so dass es unter dem Begriff Gestaltung/Design mittlerweile 72 verschieden Studiengänge gibt (http://www.studieren-studium.com/studium/Design___allgemein).

Das Studium dauert in der Regel 6 Semester und schließt mit dem Bachelor ab, der mittlerweile kaum noch für einen Job reicht. Ein Masterstudiengang ist geradezu Pflicht (hier wieder Beispiel FH Bielefeld).

Üblich sind heute übrigens umfassende Fertigkeiten in Photoshop, Lightroom und anderen Programmen der Creative Cloud von Adobe, die in den meisten Jobs Dein Handwerkszeug sein wird. (hier gibt es Sonderangebote für Schüler und Studenten https://creative.adobe.com/de/plans?store_code=de&promoid=Y2KRH1B2&mv=other)

Da die besseren Fachhochschulen Aufnahmeprüfungen haben, wirst Du auch frühzeitig über eine eigene Mappe nachdenken müssen. Schon für diese Präsentationsmappen mit Arbeitsproben in Zeichnen, Fotografie, Typografie usw. gibt es Vorbereitungskurse.


Arbeiten kannst Du in Verlagen, Werbeagenturen, aber auch viele große Unternehmen haben eine eigene Werbeabteilung.....Anspruchsvollere Tätigkeiten z.B. in Museen oder auch freiberufliche Tätigkeitensind sind selten so gestaltet, dass man/frau davon leben könnte.

Verdienst? Unterirdisch schlecht. Selbst Aldi-Kassiererinnnen verdienen mehr. Ein Einstiegsgehalt von studierten GrafikdesignerInnen liegt selten über 1800 Euro brutto. Eine Freundin ist 38 und Vorgesetzte von 15 Girlies in einer Agentur und verdient gerade einmal € 4.000 mit einer 50-Stunden-Woche


Kommentar von minimalisth ,

Sorry, falschen Pfeil gedrückt!!! Wollte positiv bewerten! :-(

Kommentar von Saragoza ,

"Unterirdische Bezahlung", ist doch wohl eher Ansichtssache und weit her geholt , das man/ frau sich in diesem Job gut anbieten und verkaufen muss, ist doch Tatsache
und wenn es einigermassen klappt, dann verdient man/ frau als "Fachpersonal" auch dementsprechend und ist um einiges freier in seiner Tätigkeit als irgendeine Kassiererin, das ist schon recht einseitig und  fast "blind" das/ den Beruf so abwertend zu beschreiben, ...!? Oder?

als Freiberufler gibt es ebenso diverse Kundenprofile und Bezahlungsmass-stäbe,

Kommentar von toomuchtrouble ,

Du solltest Deinen Kommentar vielleicht noch etwas überarbeiten und von allzu wahllosem Gebrauch von Begrifflichkeiten wie "Ansichtssache", "Tatsache", "einseitig" absehen. Klingt ein wenig nach "wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist."

Langjährige (Berufs-)erfahrung im Bereich Verlag, Medien, Print, Freunde im Dunstkreis der FH Bielefeld, die zu den renommiertesten Adressen im Bereich Grafikdesign gehört und eine aktive Mitarbeit bei Verdi haben mein Urteil zu der Bezahlung beeinflusst.

Außerdem kenne ich Mitarbeiter- und Gehaltsstruktur in mehreren Agenturen und Verlagen. Es gibt jede Menge (Dauer-)Praktikantinnen, es gibt jede Menge unfreiwillige Teilzeitkräfte und unfreiwillige Freelancer, die für absolute Hungerhonorare mal gerade 60 Weihnachtspostkarten incl. Gestaltung, Druckvorstufe und Bild- und Textrechteverwaltung fertigstellen und dafür keine 300 Euro bekommen und es gibt nur ganz wenig fest angestellte Kräfte, die sich bei zahllosen unbezahlten Überstunden kaputtmachen und es gibt wenig überraschend ganz wenig Frauen über 30.

Grund hierfür ist eine total überlaufene Ausbildung, die zu 100 qualifizierten Bewerberinnen auf eine halbe Stelle führt, einen Anteil von Gewerkschaftsmitgliedern von unter 2% und etwas verhuschten Girlies, die eh' alles mit sich machen lassen.

Antwort
von pinsel58, 13

Du hast ja die beste Gelegenheit direkt in den Beruf reinzuschnuppern. Frag doch mal Deine Cousine ob Du sie mal begleiten darfst an ihren Arbeitsplatz. Sie weiss ja auch genau, wie lange das Studium dauert und ob Du die schulischen Vorraussetzungen dafür hast.

Antwort
von MindShift, 25

Du kannst als Grafikdesigner entweder für ein Unternehmen oder als Selbstständiger arbeiten. Dann gibt es viele Möglichkeiten: Logodesign, Grafiken für Spiele/Websites/Videos und vieles mehr!

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