Was macht man beim studium pharmazie genau?

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2 Antworten

Das Studium besteht ungefähr zur Hälfte aus Theorie und zur Hälfte aus Praxis. Die Theorie umfasst in erster Linie Vorlesungen, Seminare, Tutorien und Übungen, während die Praxis Laborpraktika und (in sehr geringem Umfang) Arzneipflanzenexkursionen usw. beinhaltet.

Das bedeutet im Prinzip, dass du vormittags von 8 bis 12 Uhr im Hörsaal oder Seminarraum sitzt und nachmittags von 13 bis 18 oder 19 Uhr im Labor stehst. Anschließend musst du zu Hause noch viel für den nächsten Tag vorbereiten oder Protokolle schreiben.

Aber nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Bei Vorlesungen, Übungen und manchen Tutorien besteht keine Anwesenheitspflicht. Du kannst dir selber überlegen, ob du nicht lieber ausschläfst oder zu Hause besser lernen kannst. Oft ist es aber ganz hilfreich, zu Vorlesungen zu erscheinen. Bei den Praktika hingegen herrscht sehr strenge Anwesenheitspflicht. Allerdings ist man manchmal etwas freier in der Zeiteinteilung und kann auch mal eine Stunde früher gehen, wenn man mit seinen Aufgaben schon fertig ist.

Inhaltlich ist das Pharmaziestudium sehr vielfältig. Größtenteils besteht es aus Chemie, aber auch biologische Abläufe, Physiologie und Anatomie spielen eine große Rolle. In Physik und Mathe sind nur Grundlagenkenntnisse gefragt.

Ich studiere Pharmazie und bin sehr glücklich damit. Es ist wirklich unglaublich spannend. Aber es ist auch ziemlich viel Arbeit. Wenn man sich nicht für den Stoff interessiert, ist es hart. Aber wenn man sich auch nur ein bisschen dafür begeistern kann, macht es auch Spaß, so viel zu lernen.

Du kannst dich ja einfach mal in eine Vorlesung setzen. Such dir eine Uni aus und geh einfach hin. Die Stundenpläne sind online. Wenn du schon da bist, kannst du auch noch andere Studenten nach ihren Erfahrungen fragen. Sie helfen dir bestimmt gerne weiter. Ich werde in der Uni auch oft von Studieninteressenten angesprochen.

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Pharmazie ist ein interdisziplinärer naturwissenschaftlicher Studiengang. Er liefert von den Grundlagen in Chemie, Biologie, Physik und Physiologie bis hin zu Fächern wie Molekularbiologie, Pharmazeutischer Technologie, Pharmakologie und klinischer Pharmazie eine breite naturwissenschaftliche Ausbildung. Die Absolventen werden dadurch in die Lage versetzt, das gesamte Spektrum von Tätigkeiten im Zusammenhang mit Arzneimitteln wahrzunehmen. Dies reicht von der Suche nach neuen Wirkstoffen über die praktische Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln bis hin zur Ausgestaltung der individuellen Therapie von Patienten.
Die Pharmazeutische Chemie beschäftigt sich mit der Synthese und Analytik von Wirkstoffen und deren Wirkmechanismus auf molekularer Ebene. Diese Bereiche werden im Pharmaziestudium insbesondere in zahlreichen praktischen Lehrveranstaltungen vermittelt, so dass unsere Absolventen fundierte Kenntnisse in der chemischen Analytik, der Wirkstoffentwicklung und synthetischen Chemie der Arzneistoffe vorweisen können.
Die Pharmazeutische Biologie vermittelt die Grundlagen der Biologie und darüber hinaus spezielles Wissen über Arznei- und Giftpflanzen sowie den Einsatz von isolierten biogenen Wirkstoffen (aus Pflanzen und Mikroorganismen) in der medizinischen Therapie. Auch die Lehre in der Pharmazeutischen Biotechnologie, bei der rekombinant hergestellte Arzneistoffe im Vordergrund stehen, gehört in das Lehrgebiet der Pharmazeutischen Biologie.
Die Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie befasst sich mit der Verarbeitung von Arznei- und Hilfsstoffen zu Arzneiformen (z.B. Tabletten) und mit den zeitlichen Konzentrationsverläufen eines Arzneistoffes im menschlichen Körper.
Die Pharmakologie beschäftigt sich mit dem molekularen Wirkungsmechanismus von Arzneistoffen im Körper und der Beeinflussung von Organfunktionen. Im Zusammenhang damit stehen klinische Aspekte, die rationale Wahl eines geeigneten Arzneistoffs zur optimalen Therapie einer Erkrankung, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen, sowie die kritische Bewertung von unerwünschten Nebenwirkungen.
Die Klinische Pharmazie in Heidelberg wird durch die Kooperationseinheit Klinische Pharmazie getragen, eine Einheit, in der sich die Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie, die Apotheke des Klinikums und das IPMB funktionell vernetzt haben. Dadurch ergibt sich eine klinisch ausgerichtete, patientenorientierte Lehre und Forschung, die zum Ziel hat, Arzneimitteltherapierisiken zu erkennen und zu vermeiden und die Wirksamkeit der Arzneimittel für den einzelnen Patienten zu optimieren.

Quelle: https://www.uni-heidelberg.de/studium/interesse/faecher/pharmazie.html

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