Was macht man alles bei einer Beerdigung?

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4 Antworten

Eine wichtige Frage!

Bis zur Beerdigung geht die Zeit schnell herum.

Ich empfehle gerne die Sondersendung der Sendung mit der Maus zum Thema. Da bekommt man viele gute Anregungen.

http://www.veoh.com/watch/v93103624s4BWKKqR

Siehe auch:

http://www.tz.de/tv/sendung-mit-der-maus-kinder-tod-erklaerung-tz-2621146.html

Ich
finde beeindruckend zu erfahren, dass man auch zuhause aufgebahrt
werden könnte. Und dass man dort (oder bei einem Bestatter) Zeit zum
Abschied nehmen haben könnte, alleine oder mit anderen oder auch bei
einem Kölsch (wenn man Kölner ist).

Oder was man anziehen oder ins Grab / in den Sarg mitgeben kann.

Oder dass was man mit Hilfe des Bestatters selber machen kann.

Als
Fritz Roth starb (der auch im Film vorkommt), hatte er Blumen auf dem
Bauch liegen, Briefe von Freunden und Bekannten, alte Familienfotos: Es
war wirklich wohltuend auf diese Weise von ihm Abschied nehmen zu
können.

Wie lange die Feier dauert, hängt dann auch ganz von Dir
ab. Welche Musikwünsche Du hast. Es hängt auch davon ab, wie Du mit dem
Pfarrer ins Gespräch kommst und worauf er sich einlässt.

Es kommt
ein wenig darauf an, ob es eine Urnenbestattung oder eine Erdbestattung
wird. Bei der Urnenbeisetzung kann eine Trauerfeier am Sarg erfolgen. Da
tut es manchmal gut, wenn jeder eine Kerze anzünden kann.

Ich
habe auch schon Beerdigungen erlebt, bei denen jeder einen Gruß auf den
Sarg geschrieben hat. Oder bei der die Angehörigen den Sarg oder den
Sargdeckel bemalt haben.

Manche Angehörigen erstellen eine
Bildercollage mit Bildern aus dem Leben des Verstorbenen und stellen sie
auf einer Staffelei neben den Sarg oder die Urne.

Manche
Angehörige überlegen, welche Gegenstände aus dem Leben der Verstorbenen
wichtig waren und stellen sie neben dem Sarg aus.

Ein wenig
hängt es davon ab, wie viel Zeit einem der Friedhofsträger in der
Trauerhalle gibt. Hält man die Feier bei einem Bestatter mit eigenen
Räumen, dann ist man da oftmals freier. Viele Kirchengemeinden laden
dazu ein, die Trauerfeier mit Sarg auch in ihrer Kirche zu feiern.

Manche Angehörige schreiben auch ganz privat einen Brief an den Verstorbenen und legen ihn mit ins Grab.

Wichtig:
Nicht Du musst Dich danach richten, was "üblich" ist. Sondern der
Pfarrer und Bestatter sollen sich nach dem richten, was gut für Dich und
Deine Mutter ist.

Es geht um Deine Trauer, es geht um Deine
Mutter, also darfst Du auch (wenn Du es kannst), kreativ sein und Dich
und Deine Gedanken und Deine Ideen und Deine Trauer einbringen.

Welche Lieder (selber singen oder von CD hören) drücken Deine Mutter aus? An welche Gelegenheiten musst Du denken?

Was ist Dir schwer gefallen mit Deiner Mutter? Was hat Dir alles gut getan?

Du darfst und sollst auch von Schwerem Abschied nehmen.

Anzeigen in der Zeitung erreichen viele Menschen, aber nicht alle. Wichtigen Menschen sollte man eine Einladung schicken.

Manche können bei der Beerdigung eine kurze Rede halten.

Andere
stehen hinterher beim Kaffeetrinken noch mal auf und erzählen ein
wenig, was ihnen am wichtigsten war, danken für die Begleitung usw. Aber
das kann man man machen, man muss es nicht machen.

Wenn man es
machen möchte: Nach jedem Satz gut ausatmen und einatmen. Dann bricht
man nicht so schnell in Tränen aus. Was ja in diesem Moment eher
ungünstig wäre.

Ansonsten kannst Du davon ausgehen: An diesem Tag sollten die anderen für Dich da sein. Und nicht Du für die anderen.

Dir viel Kraft und alles Gute

P.S.:
Wer hilft Dir jetzt, wo Deine Mutter im Sterben liegt? Hat sie einen
Palliativ-Pflegedienst? Die haben oft Ehrenamtliche mit im Boot, die
Dich in dieser schweren Zeit unterstützen können. Und sie kennen so
manchen Kniff, wie es Deiner Mutter in ihrer Situation leichter gemacht
werden kann.

P.P.S.: Und dann würde ich mir das
Bestattungsunternehmen rechtzeitig danach aussuchen, ob es bereit ist,
mich mit meinen Wünschen zu unterstützen.  Und dort bist Du dann in guten Händen mit allen Deinen Fragen und Wünschen.

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Das tut mir leid.

Wende Dich an ein Beerdigungsinstitut - mir wurde da prima geholfen.

Zur Beerdigung kann jeder kommen.

Ich habe keine Einladungen verschickt. Hatte allerdings eine annonce in die Zeitung gesetzt, als meine Mutter verstorben war. Es kamen u. a. auch alte Arbeitskollegen von ihr.

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Kommentar von Shoami
23.08.2016, 20:30

Ja ok das macht dann alles mein Vater ich wollte nur vorbereitet sein. muss man auch eine Rede halten das könnt ich nämlich nicht?

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Sei ganz beruhigt.....jede Beerdigungssfirma in Deine Nähe erledigt alles für Dich....

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Kommentar von Shoami
23.08.2016, 20:24

Danke

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Ich denke, Du wirst ein Bestattungsunternehmen in Anspruch nehmen müssen und die helfen Dir bei allem was notwendig ist.

LG.

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Kommentar von Shoami
23.08.2016, 20:25

Danke

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