Der langersehnte Hamster, das Meerschweinchen oder Kaninchen: In den meisten Fällen ist es doch so, dass nach der ersten Euphorie die Arbeit (Käfig, füttern, etc.) an den Erwachsenen (bevozugt: Mutter...) hängenbleibt. Wie geht ihr mit diesen Situationen um? "Zwingt" ihr die Kinder? Sind schon Tiere weggegeben worden? Oder freut ihr Euch über Eure "neuen" Haustiere?
Auf keinen Fall dürfen die Tiere darunter leiden! Die Kinder sollten aber trotzdem immer wieder animiert werden.

Man sollte nur Haustiere anschaffen, wenn man auch als Erwachsener bereit ist, die Betreuung zu übernehmen. Kinder sind meist überfordert, bzw. sich der Konsequenzen nicht bewusst. Dennoch kann man die Kinder dazu anhalten, die Betreuung zu übernehmen, allerdings nicht als "Pflicht", sondern besser als "Dürfen"!
moon73 am 11. Januar 2009 19:36 DH
Klar, Erwachsene sollen und müssen einspringen, wenn es nicht klappt. Aber wenn der Wunsch so lang anhaltend und riesig ist muss doch auch irgendwann gelernt werden, dass man sich um so ein Tier "in Echt" kümmern muss, oder?
CrazyDaisy am 11. Januar 2009 19:45 Natürlich, aber es hilft enorm, wenn die Kinder von den Eltern die "Begeisterung" am Versorgen abgucken können. Vorbilder sind immer noch die beste Erziehung.
Man kann auch "nachfragen" - Ist heute schon das Wasser bei den Kaninchen gewechselt worden? Nicht? Oje, dann machen wir das aber gleich zusammen!
Verantwortung ist eine schöne Sache, muss aber eben auch gelernt werden, von selbst finden nur manche Kinder dazu, die haben dann eine natürliche Neigung zum Pflegetrieb...

Vor der Anschaffung eines Haustieres gilt es abzuklären, ob sich alle Familienmitglieder mit dem neuen Bewohner arrangieren können -- dann bleiben solche Frustrationen erspart.
Außerdem sollte man abwägen, inwieweit das Kind die notwendigen Pflegemaßnahmen überblicken und leisten kann. So kann z.B. ein Vierjähriger die Tragweite der Anschaffung eines Haustieres nicht abschätzen; ein Sechsjähriger dürfte mit der selbstständigen Beschaffung von Futter und Streu ebenfalls noch überfordert sein.
Wenn Ihr der Anschaffung des Tieres zugestimmt habt, müsst Ihr Euch der Verantwortung auch stellen.

Wenn ich meinem Kind ein Haustier erlaube, muß mir als Eltern automatisch klar und bewußt sein, dass es auch zukünftig meine Aufgabe sein wird, kein Kind schafft es auf lange Zeit sich "zu verpflichten", dafür sind es einfach Kinder und darum kümmere ich mich mit darum und es wurde deshalb auch noch kein Haustier abgegeben.
CrazyDaisy am 11. Januar 2009 19:36 So ist es.

weggeben würd ich Falsch finden... das ist bei kindern normal...du wirst dich drum kümmern müssen,damit hättest du vorher rechnen müssen... bezieh deine Kinder aber mit ein, also macht es zusammen irgentwann machen sie es dann auch wieder alleine! Und fordere sie auch immer z.b. morgens auf das wasser zu wechseln/sonntags den stalll sauber zu machen usw. das wird irgentwann zum Ritual...
Das risiko liegt immer bei den eltern. Du kannst Kindern auch nicht die umfassende Verantwortung für ein Haustier aufs Auge drücken. Aber ermahnen wenn sie ihre Pflicht nicht erledigen muß schon sein!

Da man sich das vor dem kauf überlegen sollte, dass man evt. an der "Arbeit" kleben bleibt, nehme ich in Kauf das ich das machen muss. Ein Tier deswegen weggeben? Nein! Das überlegt man sich vorher. Und ich habe 2 Kaninchen, meine Kinder kümmern sich wenig regelmässig um die beiden :)

Letzendlich kümmere ich mich um das "Viehzeug". Die sollen ja nicht leiden und mir macht es nichts aus. Ob das jetzt pädagogisch wertvoll ist, ist mir in dem Fall nicht so wichtig.
Ich glaube, so ist es fast überall. Ich wollte nur hören, wie ihr solche Probleme löst.

Also, ich (wir) habe(n) 4 Katzen. Eigentlich sind es meine, aber natürlich dürfen auch mein Mann und die Kinder sie streicheln oder mit ihnen spielen;-). Mein Sohn ist jetzt fast 5, er möchte sie manchmal füttern oder ihnen frisches Wasser hinstellen. Das darf er dann natürlich. Ein eigenes Tier hat er sich auch noch nicht gewünscht. Ich nehme an, das kommt seltener vor, wenn es schon Familientiere gibt. Ich selbst habe mir auch erst mit 17 einen eigenen Hund gewünscht, weil wir immer Katzen und Hunde hatten. Wenn er selbst ein Tier hätte, würde ich jetzt auch noch nicht erwarten, dass er das eigenständig macht. Ich würde es mit ihm zusammen machen und nach und nach die Verantwortung an ihn abgeben. Ich denke aber, dass sich Kinder um ihre Tiere kümmern, wenn ihnen vorher klar ist, dass diese von ihnen abhängig sind und dass man in ihnen gute Freunde haben kann, die man auch ordentlich versorgen muss. Ich weiß nicht, ab welchem Alter das Kindern klar ist, das ist wohl von Kind zu Kind unterschiedlich. Deshalb finde ich auch, dass man gut nachdenken sollte, bevor man einem Kind ein eigenes Tier kauft. Ich plädiere da eher für einen Familienhund oder eine Familienkatze.

Wenn die Tiere den Kindern gehören und in deren Zimmern stehen (Käfig), würde ich als Mutter mich nicht allein um die Pflege kümmern und die Faulheit der Kinder unterstützen.
Ich würde die Kinder aber an ihre alltäglich Arbeiten (Füttern, Wasser geben) erinnern und sie unterstützen indem ich zum Beispiel Grünzeug griffbereit hinstelle, sodaß es von dem Kind nur noch in den Käfig gestellt werden muß.
Auch bei größeren Arbeiten wie der Reinigung des Käfigs würde ich das Kind unterstützen.
Es ist auch vom Alter des Kindes abhängig, wieviel Verantwortung es übernehmen kann / wieviel Hilfe (der Mutter) es für die Pflege braucht.
Sollte das Kind seine Aufgaben gar nicht erledigen, sollte es Konsequenzen tragen müssen. Zum Beispiel könnte der Käfig dann im Zimmer des Geschwisterchens stehen, wenn dieses mehrmals freiwillig bei der Pflege geholfen hat.
Oder man schafft die Tiere von vorneherein als Familientiere an und schenkt nicht jedem Kind sein Eigenes. Dann könnte es zentral in der Wohnung stehen und die Pflege geht reihum.

Nix zu essen geben. Erst kommen die Tiere, dann der Mensch. Punkt.

Kein Haustier für ein Kind unter 12 Jahren! Und dann Zwang und Druck bei der Pflege! Verantwortung zu übernehmen, muß gelernt werden.
CrazyDaisy am 11. Januar 2009 19:34 Mit Zwang und Druck verleidet man den Kindern womöglich lebenslang die Freude daran. Besser: Selbst erst die Pflege übernehmen und dann den Kindern "erlauben", sich an der Pflege zu beteiligen!
@ Daisy das ist die Lösung!
CrazyDaisy am 11. Januar 2009 19:38 Hoffentlich. Es gibt natürlich auch Kinder, die trotzdem diesbezüglich "Fauleritis" haben. Dann kann man eben nix machen. Aber die meisten reißen sich drum, vor allem, wenn man als Erwachsener selbst das Interesse behält. Mir geht immer das Herz auf, wenn ich meine Tiere sehe, auch wenn ich's mal eilig habe und "Schnellversorgung" angesagt ist.
Aber gerade bei jüngeren Kindern wird doch immer auf die positive Wirkung von Haustieren hingewiesen... Dass sie lernen, Verantwortung zu übernehmen :-)
raubkatze am 11. Januar 2009 19:48 Wir haben seit eh und je Katzen! Die Kinder wachsen damit auf und übernehmen auch mal die Pflege. Aber wenn es sich um ein Tier nur fürs Kind dreht, dann muß das Kind dafür auch alt genug sein.
CrazyDaisy am 11. Januar 2009 19:53 Ja, mit dem Alter hast Du natürlich recht, raubkatze.

Es kommt darauf an, wie alt die Kinder sind. Aber ich würde sie schon anhalten, sich um das Tier zu kümmern. Allein schon ,um Verantwortung zu lernen.
wir haben 4 kaninchen für uns waren die am anfang süß usw. aber jetzt müssen es nur noch die eltern machen .für uns ist das schon plus pukte holen wenn wir den kaninchen was zu essen bringen. eigentlich ja voll fies .aber manchmal machen wir kinder das schon und manchmal kuscheln wir auch mit den hammer traurig aber jeder macht mal ne phase durch.

Ich finde, das ist vom Alter des Kindes abhängig. Aber wenn du die Anschaffung des Tieres erlaubt hast - nun dann musst du auch dafür sorgen, dass das Tierchen zu seinem REcht kommt. Wenn dir das zuviel ist, dann würde ich mich nach einem Nachbesitzer umschauen, denn wenn du dein Kind zwingen willst, wird das eh nix. Und wenn das Tier nicht gerade ein Hund ist, der personenbezogen ist, dann ist auch das Abgeben eines Tieres nicht so problematisch. Das ist einfach eine Konsequenz auf die Vernachlässigung des Tieres von deinem Kind. Oh weh, jetzt schreit bestimmt jeder: wie kann man sein Tier abgeben- blabla... Wenn du deinem Kind dies als Folge seiner Vernachlässigung angedroht hast, wirst du das irgendwann machen müssen. Sonst wirst du ja nicht mehr ernst genommen...Aber im allgemeinen tendiere ich eher dazu: du hast es erlaubt, also weiterhin darauf aufmerksam machen und darauf achten, dass das Tier ordentlich versorgt wird...
Fernsehverbot, Computerverbot, Handyverbot... Bis das Kind seine Pflichten wieder erfüllt, dann das Verbot aufheben
CrazyDaisy am 11. Januar 2009 19:46 Kommt mir doch sehr vor wie Holzhammerpädagogik. Motivieren geht anders.
Damit muß man doch als Eltern schon vorher rechnen, daß die Kinder die Tiere nicht allein versorgen.
Auf keinen Fall sollten die Tiere weggegeben werden. Die können doch wirklich nicht dafür.
Abhängig vom Alter der Kinder kann man gewiß irgendwelche erzieherischen Maßnahmen durchsetzen. Bei kleinen Kindern sollte man die Pflege des Tieres vielleicht gemeinsam machen. Größere sollten zumindest Pflichtaufgaben bekommen, vor denen sie sich nicht ohne Sanktionen drücken können.

gib die tiere weg ! sei konsequent! wenn deine kinder unbedigt tiere haben wollen musst du ihnen auch sagen das ein tier auch eine gewisst verantwortung mit sich bringt und das wenn sie sich nicht drum kümmern die tiere weg kommen°

entweder die kinder kümmern sich vernünftig um ihr tier oder es kommt wieder weg.
zumindest damit drohen kann man.
Und wie oft würdest Du drohen, bevor Du es wahr machst? Ist ja doof, immer damit zu drohen und die Drohung nie wahr zu machen. Das nächste Mal wissen die Kinder doch dann sofort, dass sie Dich gar nicht ernst nehmen müssen.
Da Hilft nur die Schock methode, gieb die tiere 24 stunden zum nachbar und sag du hast sie wegegeben weil sie vernachlässigt wurden. da bricht gleich alles aus ;)
Wenn das Tier nur wegen dem Kind angeschafft wurde und ich es selbst nicht möchte, würde ich mein Kidn vor die Wahl stellen. Wenne s sich nicht drum kümmert, würde ich das Tier abgeben. Vorausgesetzt natürlich ich möchte es auch nicht. Und mir würde das nicht schwer fallen, ich mag keine Hamster oder Kaninchen ^^
Es wird hier auch kein Tier verhungern oder so, es geht mir nur darum, wie das in anderen Familien gelöst wird und was die Kinder aus dem jeweiligen Verhalten lernen.
Es ist auch nur eine ganz normale Antwort.
Klang mein Kommentar anders? Sorry, war nicht so gemeint. Deine Antwort hat mir gut gefallen :-)