Frage von Blue12berry, 34

Was macht eurer Meinung nach guten Unterricht aus (Lehrperson, Methoden, usw...)?

Antwort
von testwiegehtdas, 9

Der Lehrer sollte das Thema so vermitteln, dass es möglichst alle verstehen.

Ja, ich sage möglichst. Denn wenn es nach dem x-sten Anlauf jemand immer noch nicht versteht sollte man nicht ewig hängen bleiben sondern dem Schüler auch mal sagen, er müsse das dann selber nachlesen.

Wir hatten mal ein Thema 5 (!!!) Stunden lang, dabei hatten es nach 30 Minuten, also 2/3 einer Stunde, alle außer einem verstanden. Der Lehrer wollte aber unbedingt, dass es alle verstehen, weshalb wir am Ende den Stoff nicht geschafft haben (sowas kam öfter vor, meist war es der gleiche Schüler)

Dabei sollte er nicht trocken und langweilig alles runter rattern sondern eine Lernatmosphäre schaffen, auch von seiner Unterrichtsart, die interessant ist.

Bei einem Chemielehrer durften wir nur EIN Experiment im Halbjahr machen, dabei hatten wir viele Themen wo lehrreiche und schnelle Experimente möglich gewesen wären (hatte das Thema vorher auf anderer Schule schon gehabt). In einem Halbjahr war es dann sogar nur eins was er vorne gemacht hat. Ein anderer hat alles als Versuch gemacht, immer so das die Schüler es durchführen sollten, das hat ewig gedauert und natürlich haben wir hier den Stoff auch nicht geschafft, "trockenen" Stoff hat er eh komplett ausgelassen. Gut fand ich da meinen einen Lehrer, da durfte man je nach Thema mal mehr mal weniger Versuche machen, es wurde aber auch mal ohne Versuch erklärt oder er hat es nur vorne vorgemacht. Das war eine gute Mischung.

Der Lehrer sollte nicht zu laut reden, nicht zu leise, nicht zu schnell oder langsam. Zudem sollte es weder total monoton noch extrem "aufgeregt" sein.

Zudem sollte der Lehrer Sachen unterschiedlich erklären können. Ich hatte auch mal einen, der hat bei Nachfragen 1 zu 1 das wieder erzählt, was man davor schon nicht verstanden hat. Gleiches Beispiel, gleiche Wortwahl, alles gleich, wie auswendig gelernt. Dabei waren es Sachen wo es mehrere Lösung gegeben hat.

Ich mag es wenn Beispiele auch mal praktisch und aus dem täglichen Leben sind. Natürlich ist eine total veraltete Frage auch mal lustig, wenn der Dozent die Aufgaben mit DM wieder auskramt, aber total lebensferne Aufgaben (warum braucht Susi für ihren Obstsalat 300 Wassermelonen???) sind dann schon eigenartig auf Dauer und nur beim ersten mal lustig.

Als Mathelehrer auf die Frage wofür man im echten Leben den Dreisatz braucht zu antworten "dann kann man Sachen ausrechnen" finde ich persönlich nicht so gelungen. Das motiviert keinen, der es nicht versteht, denn "Sachen ausrechnen" kann ich auch anders. Zumal es da wirklich viele Beispiele im Alltag gibt, wo es einem helfen kann.

Antwort
von Kuhlmann26, 7

Hier wird der Unterricht beschrieben, den ich als einzigen für akzeptabel halte. Praktiziert wird er seit fast 50 Jahren (genauer gesagt seit 1968) an der Sudbury Valey School in Framingham, Massachusetts, USA.

http://sudbury-berlin.de/sudbury-schulkonzept/texte/unterricht/

Gruß Matti

Antwort
von Zumverzweifeln, 24

Eine engagierte Lehrperson, die den Stoff anschaulich vermittelt und Übungen/Aufgaben aus der Lebenswelt der Schüler hat, die denen sinnvoll und nützlich erscheinen und auch noch Spaß machen.

Guter Unterricht ist Arbeit!

Antwort
von AriZona04, 19

Ein Lehrer, der mit Engagement dabei ist und nicht sich selbst irgendeinen Krams herunterleiert; der bei den Schülern Interesse und Fragen weckt!

Antwort
von Max93776, 24

Naja auf jeden Fall ein Thema auf das man sich spezialisiert hat und natürlich wie der Unterricht ausgeführt führt entweder Laptop , Tablets oder Beamer oder einfach nur Abschreiben...

Kommentar von paulklaus ,

Merkwürdig ! Ich bin vier Jahrzehnte ohne Laptop, Tablet, Beamer ausgekommen...

pk

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