Ihr kennt das vielleicht auch: Man liest oder hört ein Gedicht irgendwo, kennt es vielleicht sogar noch aus der Schulzeit, und es bleibt einfach im Kopf hängen (es muss sich nicht mal reimen!), während man andere ganz schnell wieder vergisst! Warum ist das so, und was macht eurer Meinung nach ein gutes Gedicht aus?

ein gutes gedicht hat eine schöne sprachmelodie, bringt einen zum lachen, oder zum nachdenken, oder gar zum heulen!
Meiner MEINUNG NACH MERKT MAN SICH GEDICHTE DIE EINEN PERSÖNLICH BEFREFFEN ODER DIE EINEN EINEN GUTEN WEGWEISER BIETEN:
Biggi2000 am 26. Februar 2008 12:27 DH

Der ins Ohr gehende Rythmus vieler Kindergedichte, der ansprechende und lustige Inhalt. Bsp: "Es sitzt ein Vogel auf dem Baum, er flattert sehr und kann nicht heim, ein schwarzer Kater schleicht hinzu, die Krallen scharf, die Augen gluh. Den Baum hinauf und immer höher, kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: Weil das so ist und mich doch gleich der Kater frißt, so will ich keine Zeit verlieren, will ein wenig quinquilieren und lustig sein, als wie zuvor. Der Vogel-scheint mir- hat Humor!" W.Busch, kann ich auswendig. ;-)

Wenn man sich in die Aussage des Gedichtes hineinversetzen kann (z.B. Herr von Ribeck auf Ribeck) dann bleibt es auch für immer hängen.
Biggi2000 am 26. Februar 2008 12:27 DH
Je nachdem, wie viele Silben die genutzten Wörter enthalten und wie die Wörter angeordnet sind, ergibt sich eine typische Sequenz, deren Rhythmus sich besonders einprägt - oder gegebenenfalls auch nicht.

wenn einem ein gedicht so richtig gut gefällt, oder wenn es einem nicht wieder aus dem kopf geht, dann sollte man es sich aneignen, zum eigenen besitz machen - und das heisst: du lernst das gedicht auswendig. zum beispiel das schönste liebesgedicht des 20. jahrhunderts:
Sieh jene Kraniche in großem Bogen!
Die Wolken, welche ihnen beigegeben
Zogen mit ihnen schon, als sie entflogen
Aus einem Leben in ein andres Leben.
In gleicher Höhe und mit gleicher Eile
Scheinen sie alle beide nur daneben.
Daß so der Kranich mit der Wolke teile
Den schönen Himmel, den sie kurz befliegen
Dass also keines länger hier verweile,
Und keines andres sehe als das Wiegen
Des andern in dem Wind, den beide spüren
Die jetzt im Fluge beieinander liegen.
So mag der Wind sie in das Nichts entführen;
Wenn sie nur nicht vergehen und sich bleiben
So lange kann sie beide nichts berühren
So lange kann man sie von jedem Ort vertreiben
Wo Regen drohen oder Schüsse schallen.
So unter Sonn und Monds wenig verschiedenen Scheiben
Fliegen sie hin, einander ganz verfallen.
Wohin, ihr? Nirgendhin. Von wem davon? Von allen.
Ihr fragt, wie lange sind sie schon beisammen?
Seit kurzem. Und wann werden sie sich trennen? Bald.
So scheint die Liebe Liebenden ein Halt.
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bertolt brecht, terzinen über die liebe
Ja, ein wunderschönes Gedicht. Wenn man nicht grade mit Brecht liiert war, kann man es mit Genuss lesen.....
ein gedicht muss was haben das einen erstens reitz und zweitens muss es irgendwas einzigartiges haben meiner meinung nach
DH