Frage von sophie1235, 70

Was macht eine Investition zu einer guten Investition?

Gemeint ist eine Investition im Sinne einer Kapitalanlage, kein Konsum wie beispielsweise ein Autokauf.

Danke!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berkersheim, 16

Autokauf als Konsum über Kredit finanziert ist lediglich ein personen- und zeitverschobener Konsum. Personen A...Y sparen und Person Z kann sich von dem Gesparten einen Kredit nehmen und ein Auto jetzt kaufen. Dafür verpflichtet er sich, zum Zeitpunkt 0+5 Jahre den Preis des Autos + 10% zurückzuzahlen. Vorteil dieses Zeitgeschäfts: Z kann sich ein Auto jetzt leisten und A...Y bekommen Zinsen auf ihr ausgeliehenes Gespartes. Nachteile: Risiko der Inflation, wenn Preis + 10% in 5 Jahren real weniger wert ist als der Preis heute. Risiko des Kreditausfalls: Betrug, Krankheit, Tod des Kreditnehmers, wenn der Kreditnehmer gar nicht vorhatte, den Preis +10% zurückzuzahlen oder ausgerechnet mit dem neuen Auto einen Unfall baut.

Dagegen ist eine Investition ein "Kredit" in eine Produktionsidee, eine Projektidee. Ob man selbst auf einen Teil des Gewinns verzichtet und ihn für eine Produktionsidee einsetzt oder ob man fremde Kreditgeber sucht oder Mitbeteiligte, ist zunächst egal. Der Finanzierungsformen gibt es sehr unterschiedliche. Dabei ist eine gute Investition, wenn man sich nach der Investition mindestens um soviel besser stellt als vorher zuzüglich der Zinsen. D.h. eine gute Investition verdient mindestens die Zinsen der Finanzierung. Schlecht sind alle Investitionen, die ihre Zinsen nicht bezahlen können und längerfristig sogar zur Belastung werden.

Wenn eine Gemeinde ein Schwimmbad baut und die Bürger die Annehmlichkeit dieses Sport- und Freizeitangebots schätzen und frequentieren und Eintritt zahlen, mit dem die Unterhaltung und der Zinsdienst und Kreditrückzahlung sagen wir über 15 Jahre geleistet werden können, ohne dass dadurch der Stadtetat belastet wird, ist das eine gute Investition. Wenn langfristig dann noch soviel Geld aus den Einnahmen übrig bleibt, um die nach einiger Zeit anfallenden Reparaturdienste leisten zu können ohne Zuschüsse aus der Stadtkasse, dann war das Schwimmbad eine gute Investition. Sie hat allen Nutzen gebracht ohne nach gewisser Zeit der Allgemeinheit als Kostenblock auf die Füße zu fallen.

Dazu müssten allerdings alle Investitionsobjekte von Gemeinden als Investitionsprojekte extra erfasst und abgerechnet werden, dass man Kosten und Überschüsse auch klar zuordnen kann. Das erfolgt in den meisten Fällen nicht und irgendwann werden Schwimmbäder geschlossen, weil sie angeblich nicht mehr lohnen. In Wirklichkeit wurden z.B. in der guten Phase die Gewinne sonstwo verbraten, ökonomisch ratsame Reparaturen so lange geschoben, bis sie richtig teuer wurden und die Gelder, die das Schwimmbad erwirtschaftet hat, überall sonstwo ausgegeben, nur nicht zum Erhalt des Schwimmbads. Da die meisten Bürger und auch Politiker von komplexer Ökonomie keine Ahnung haben, wird halt alles durcheinander gemauschelt, emotional hochgekocht (das Schwimmbad nutzen eh nur die Reichen, die sich den Eintritt leisten können) und so finden sinnvolle Projekte ihren Untergang im allgemeinen ideologischen Gezerre.

Antwort
von DeeDee07, 43

- möglichst hohe Rendite
- möglichst geringes Risiko
- positive ethische Konformität wünschenswert

Antwort
von wuukong, 44

Kommst drauf an wie alt und wie viel Erfahrung man hat .mit 16 wird es zB.schwer in Start UPS oder änlichen zu investieren aber wenn du schon Erfahrung hast kannst du dich beraten lassen zB.über Geld anlegen und anderem bei der Commerzbank.

Antwort
von AppleTea, 43

Na wenn mehr draus wird, hast du es gut angelegt

Antwort
von qugart, 28

Eine Investition ist dann gut, wenn die Rendite die Kosten übersteigt. Bei den Kosten muss aber auch die anfallende Steuerlast mitgerechnet werden.

Antwort
von raisemik, 7

Investitionen werden normalerweise an der zu erwartenden Rendite im Verhältnis zum Risiko bewertet, dem Risiko-Ertrags-Verhältnis. Eine sehr gute Investition wäre beispielsweise eine Investition mit einer erwarteten Rendite von 8%, bei einem sehr geringen Risiko, wie z.B. bei Staatsanleihen.

Nun ist es so, dass Investoren immer ein Portfolio haben. Das heißt sie haben viele verschiedene Anlageobjekte im Portfolio, die unterschiedliche Risiko-Ertragsverhältnisse aufweisen. Das Portfolio sollte so gewählt werden, dass das Risiko soweit wie möglich diversifiziert wird. Das Risiko soll also gestreut werden.

Aktuell sind Investition aber gar nicht so einfach, aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB und Schwankungen an der Börse. Viele Investoren wollen, bzw. müssen deshalb mehr Risiko eingehen.

Viele suchen sich momentan Start-Ups oder kaufen kleine und mittelständische Unternehmen oder beteiligen sich mit stillen Beteiligungen an Gesellschaften. Das Risiko ist höher, aber für die hohen möglichen Renditen ist das vertretbar.

Antwort
von Jipslica, 34

meiner Meinung nach, wenn ein guter Gewinn und die Sicherheit gewährleistet ist

Antwort
von Schnulli00, 39

Kommt drauf an was du für dich als "gut" empfindest. Was macht denn ein Auto zu einem guten Auto?

Antwort
von Vyled, 44

Die Frage ist, was du für "gut" empfindest...

Ich selbst sehe oft Investoren die in Firmen bzw Start Ups mit Geld helfen. Es gibt jemanden, der das fast nur macht und damit schon mehrere Millionen gemacht hat - am Tag!

Man muss natürlich ein gutes Gespür haben, was gut werden könnte und was eben nicht. Aber natürlich kann man damit auch stark abstürzen und ein Projekt wird z.B. gar nichts.

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