Frage von mathislife, 31

Was macht eine gute Facharbeit in Mathematik aus, kann man mit Universitäten kooperieren, Wie arbeitet man im Studium, haben Sie Themenvorschläge oder Fragen?

Einen wunderschönen guten Tag, Ich werde bald meine Facharbeit in Mathematik schreiben, ich selbst bin an der Mathematik interessiert und würde auch gerne Mathematik studieren. Nun ist die Facharbeit meine erste Arbeit die wirklich wisenschaftlich sein soll und daher möchte ich mich schon mal an die Gepflogenheiten im Mathematikstudium antasten und eine sehr schöne Arbeit ablegen. Überlegt hatte ich mir, dass ich die Facharbeit mit LaTex schreiben könnte und was wirklich super wäre evt. mit einer Universität kooperieren könnte. Nun stellen sich mir aber noch Fragen: Bieten Universitäten solche Kooperationen an? Wie könnten gute Fragestellungen in Mathematik zu z.B. der Potentialtheorie,Schrödingergleichung oder Riemanschen Geometrie aussehen? Wie finde ich nun eine solche Fragstellung? Gibt es in Mathematik noch andere Anforderungen oder Dinge die die Facharbeit insgesamt aufwerten würden ( z.B. könnte ich die Facharbeit auf Englisch schreiben und mich so auf die englische Fachliteratur vorbereiten) ? Könnte ich auch etwas aktuelles nehmen? Wie erbringe ich am besten eine Eigenleistung? Was würde die Facharbeit gut machen in ihren Augen oder aufwerten? Haben Sie evt. Themen- bzw. Fragenvorschläge? Felder die nicht in Frage kommen:

-Musik

Wie gehe ich am besten vor? Ich scheue keine Arbeit und Kritik, ich danke ihnen vielmals für ihre Hilfe Mit freundlichen Grüßen, mathislife

Antwort
von Groovling, 15

Hi!

Ich denke, eine Kooperation mit Professoren wird kaum nötig sein, Facharbeiten sind inhaltlich nicht so schlimm dass sie dich (wenn du an Mathe interessiert bist) wirklich überfordern können. Du sollst ja "nur" lernen, wissenschaftlich sauber zu arbeiten, niemand verlangt bahnbrechende Erkentnisse. Die erwähnten Themen kommen mir jetzt für einen Schüler schon ziemlich heftig vor (nicht böse gemeint - aber da braucht man schon echt Vorwissen. Der Begriff "glatte Mannigfaltigkeit" aus der Riemannschen Geo wird in einem Mathestudium erst im 3. Semester eingeführt.)

Was du mal tun kannst, wäre einfach in ne Bib zu gehen und dir ein paar (leichte) Bücher anzuschauen. Damit du ein Gefühl bekommst, in welche Richtung du überhaupt willst. Mathe ist ja ein recht weites Feld ;)

In Latex zu schreiben würde ich dir dringend empfehlen, das ist viel viel einfacher da du direkt Formeln eintippen kannst.
Du musst allerdings mit ein paar Tagen Eingewöhnungszeit rechnen, LaTex ist nicht sonderlich schwer, aber man stößt am Anfang doch recht regelmäßig auf Probleme.

Kommentar von mathislife ,

Das die Themen etwas übertrieben sind stimmt wohl (haha). Ich habe ganz vergessen zu erwähnen aber ich habe mir gestern auch viele Bücher ausgeliehen und auch schon reingeschuppert ( insgesamt um die 3500 Seiten Mathematik und Physik xD) Ich schreibe dann auch am besten in LaTex, bei der Kooperation mit der Universität.. Ich bin da auch nur drauf gekommen, weil eine Uni meinte, sie hätte xyz bei der Facharbeit betreut und das in Mathematik, wobei ich ehrlich gesagt auch nicht ganz wüsste wozu. In die Bibliotheken der Universitäten kommt man ja eh als Schüler. Bei den Themen ist einfach die Sache, dass die Standardthemen einfach schon zichmal abgearbeitet wurden und ich auch keine Lust hätte einfach über Pi zu schreiben. Also was auf den ersten Blick sehr interessant wirkt:

Mathematische Logik, Konvergenz, Differentialgleichungen (natürlich nicht komplett als Thema xD das wäre viiiel zu weit gefasst) Satz von Stokes, Taylorsche Reihen, Anfangswertproblem, Randwertproblem, Mannigfaltigkeit, Cauchy-Riemannsche-Differentialgleichung, Riemannsche Flächen, Gaußsche Krümmung; Statistik ist auch interessant und viiiieel, Fehler..., Newton-verfahren, mathematsiche Optimierung, Topologie (besonders interessant), Potentialtheorie, Newtonsche Problem, Eulersche Differentialgleichung, Cauchy- und Minkowskische Ungleichung, Logizismus, Formalismus, Intuitionismus, Fourrier-Transformation, Schrödingergleichung, black scholes Gleichung, Strömung, Bohrsche Postulate......

Ach ka... die Schulmathematik kann ich und das wäre natürlich verdammt viel Arbeit sich da reinzuarbeiten... ich kenne sie ja jetzt auch nur vom lesen

Vielleicht weißt du ja weiter

Kommentar von Groovling ,

Mein Tipp wäre (auch enorm aufwändig, aber geil) :

"Einführung in die Galoistheorie." Das kann man einigermaßen oberflächlich halten und schön aus der Schulmathe herleiten. Und recht faszinierend ist es auch noch. Gib das mal auf Youtube ein ;) Oder das Banach-Tarski-Paradoxon. Wobei das schon weit über Schulstoff ist...

Und in Uni-Bibs kommt jeder rein, wurde noch nie nach nem Ausweis gefragt. ;)

Viel Spaß bei der Themensuche!

Kommentar von mathislife ,

Das ist es. Du bist mein Held xD Danke, wirklich vielen Dank. Also die beiden Sachen schauen wirklich super interessant aus und ich habe sie weder in der Liste meines Lehrers gesehen und zu denen kann man auch so schön eine Frage formulieren. Also ich schaue mir erstmal beides an aber in Richtung des Zweiten würde ich schon gerne gehen. Wenn du willst kann ich dir auch irgendwann schreiben und dich auf dem laufenden halten, schließlich hast du mir auch geholfen :)

Mit freundlichen Grüßen,

der ruhigere mathislife

Kommentar von Groovling ,

Cool, freut mich, dass ich helfen konnte! :)

Banach-Tarski ist halt faszinierend, weil völlig kontraintuitiv. Allerdings braucht man da schon ein paar Begriffe aus dem Studium, denn es beruht grob auf etwas, das man "messbarkeit" nennt. Wofür man wiederum wissen muss, was eine Sigma-Algebra ist. Maß- und integrationstheorie (also alles was man auf diesen beiden Begriffen aufbaut) ist übrigens auch essentiell für höhere Stochastik.

Und nur um dich gewarnt zu haben: Im Mathestudium ist Maß-und Integrationstheorie mit Abstand das schwierigste Pflichtfach. Bei uns fielen so grob 80-95% pro Semester durch die Prüfung. Und das lange nachdem die "unteren 50%" uns verlassen hatten. Es gibt also sicher auch leichtere Themen ;)

Galois ist technisch weniger aufwändig, dafür aber noch abstrakter. (Algebra ist mitunter die am schwersten vorstellbare Mathematik)

Mathematische Optimierung ist auch geil, man braucht aber sehr routinierten Umgang mit Linearer Algebra... War neben Galois mein "Spezialgebiet" an der Uni ;)

Halt mich mal auf dem Laufenden, schließlich sind wir ja demnächst Kollegen :D

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community