Frage von M0nk4y, 129

Was Macht ein Tischler/Schreiner in der Ausbildung?

Ich interessiere mich für das Arbeiten mit Holz und denke gerade über eine Ausbildung als Tischler nach, kann mir einer sagen wie die Ausbildung aussieht, wie oft bin ich in der Berufsschule und was mache ich dort? Wo lerne ich das arbeiten mit dem Holz und wie genau sieht die Arbeit eines Tischlers aus, bekomme ich einen Bauplan und muss ihn dann umsetzen oder muss ich auch mal selbst Designen? Und eine Frage die mir besonders wichtig ist, mit was für Maschinen arbeite ich, eher mit großen industriellen oder mit einfachen wo auch mal Handarbeit gefragt ist?

Antwort
von wilees, 62

Tischler/in - BERUFENET - Berufsinformationen einfach finden

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/...dkz=4460

Ausbildungsgehalt Tischler

    Ausbildungsjahr: 420-560 Euro
    Ausbildungsjahr: 480-650 Euro
    Ausbildungsjahr: 580-740 Euro

Einstiegsgehalt 

1470

bis

2100 Euro

(Brutto)

Tischler/in / Schreiner/in - Kreishandwerkerschaften MEHR und Trier ...

www.das-handwerk.de › Ausbildung › Berufsbilder

Tischler/in / Schreiner/in


Der Tischler bietet kreative Ideen und technische Lösungen für individuelle Problemstellungen und Aufgaben. Die vielfältigen Aufgaben des Tischlers versprechen ein abwechslungsreiches und interessantes Tätigkeitsspektrum.

Einen Unterschied zwischen Tischler und Schreiner gibt es grundsätzlich nicht. Das Berufsdeld ist identisch. Die offizielle Berufsbezeichnung gemäß der Handwerksordnung lautet allerdings Tischler.Im Süden Deutschlands ist jedoch eher der Begriff Schreinergebräuchlich. Eine genaue regionale Abgrenzung lässt sich kaum ziehen.Außerhalb Deutschlands gilt: Schweiz - Schreiner, Österreich - Tischler.


Voraussetzungen:

Handgeschicklichkeittechnisches VerständnisVorliebe für Arbeit mit natürlichen Materialienzeichnerische Begabung Interesse am Umgang mit Technik und Maschinen       


Aufgaben und Tätigkeiten:

Das  Arbeitsspektrum der Tischler ist vielseitig. Grob gesagt sind sie für
Entwurf und Gestaltung, Konstruktion und Herstellung von einer breiten
Palette der unterschiedlichsten Einrichtungen und Geräte unserer Umwelt
zuständig. Wohnungen, Arbeitsplätze, Gaststätten, Theater und Kirchen
werden von Tischlern gestaltet und ausgebaut. Sie fertigen
Wandverkleidungen in edlen Hölzern, aber auch in Kunststoff, sowie
Deckenverkleidungen und auch Treppen fallen in ihr Metier. Außerdem
gestalten sie Türen, Fenster und Fassadenelemente. Tischler stellen
Möbel in Serie her, immer häufiger fertigen sie auch Einzelmöbel
individuell nach den persönlichen Wünschen der Kunden. Auch in
Freizeitanlagen, wie Sporthallen, Schwimmbädern, Sauna- und
Massageräumen, Umkleidekabinen oder Bürgerhäusern sind die Arbeiten der Tischler gefragt.

Das Tischlerhandwerk stellt Wohnmöbel, Laden-, Labor- und sonstige Spezialmöbel her. Aber nicht nur für den Innenausbau ist der Tischler Spezialist. Bei Fragen der Energieeinsparung und Schallschutz ist er der richtige Ansprechpartner was moderne Fenster- und Türanlagen angeht, aber auch im Rahmen der Altbausanierung. Das Tischler-Handwerk berät den Kunden außerdem hinsichtlich der neu eingeführten Wärmeschutzverordnung und restauriert bzw. repariert antike Stücke.

Auch Kegelbahnen und Bowlinganlagen kommen heute nicht ausschließlich vom Fließband. Kegelbahnbauer, die dem Berufsbild des Tischlerhandwerks zugeordnet sind, sind an der Installation und Instandsetzung der vollautomatischen Sportanlagen maßgeblich beteiligt. Außerdem hat sich eine große Anzahl von Tischlern auf den Innenausbau großer Yachten und Frachtschiffe spezialisiert. Auch Segelflugzeuge kommen aus der Werkstatt der Tischler, ebenso wie Schlitten, Skier und Skibobs neben einer Vielzahl
anderer Turn- und Sportgeräte sowie die Gehäuse zahlreicher Geräte, z.B.
Radio, Uhren, Fernsehen.

Das Tischler-Handwerk verbindet traditionelle und solide handwerkliche Techniken mit dem Einsatz hochmoderner Bearbeitungsmaschinen, die eine präzise Herstellung und Passgenauigkeit des Werkstücks gewährleisten. Die positive Einstellung des holz- und kunststoffverarbeitenden Handwerks zum technischen Fortschritt, zu schnellen Maschinen und zeitsparenden Geräten hat viele »schweißtreibende« Tätigkeiten verdrängt.


Aus- und Weiterbildung:

Die Ausbildung dauert im allgemeinen drei Jahre und schließt mit der
Gesellenprüfung ab. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen
Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt
werden.
Nach bestandener Gesellenprüfung können Kurse zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung besucht werden, die nach mind. dreijähriger Berufstätigkeit abgelegt werden kann. Der Tischlermeister hat die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen oder als angestellter Meister und Betriebsleiter tätig zu sein.
Da die Weiterbildung sowohl in einer künstlerischen als auch in einer technischen Disziplin erfolgen kann, besteht für Tischler mit Fachhochschulreife, Abitur oder mit dem Meisterbrief außerdem die Möglichkeit, an einer Fachhochschule, Technischen Hochschule bzw. Universität als »Diplom-Ingenieur« oder auch als »Diplom-Designer« abzuschließen.


Perspektiven:

Die wirtschaftliche Lage des Tischlerhandwerks kann, auf längere Sicht
betrachtet, als sehr günstig und aussichtsreich bezeichnet werden.
Angesichts der steigenden Technisierung nimmt das Bedürfnis der Menschen nach Individualität zu, so dass die kreativen Ideen und das hohe
Qualitätsbewusstsein des Tischlerhandwerks auch in Zukunft gefragt sein
wird. Außerdem ist das Tischlerhandwerk anpassungsfähig und
aufgeschlossen gegenüber material- und fertigungstechnischen sowie
maschinen-technischen Neuerungen und wird daher auch zukünftig seinen
festen Platz in unserer Volkswirtschaft haben.

Kommentar von M0nk4y ,

Danke aber das habe ich schon alles gelesen, ich habe eher auf eine Antwort von einem Tischler gehofft der mir aus erster hand berichten kann.

Antwort
von Annikarlchen, 52

ich würde Dir unbedingt empfehlen, mind. einen Tag Hospitation oder auch gerne etwas länger Praktikum zu machen. Theoretische Infos sind gut, aber es ist auch wichtig, dass man es mal in der Praxis ausprobiert hat, um zu sehen, ob es einem liegt.

Kommentar von M0nk4y ,

Ich bin gerade in einer schulischen Ausbildung und hatte bis jetzt keine Zeit außerdem ist der Gedanke eine Tischler ausbildung zu machen noch ziemlich frisch, ich weiß auch nicht so wirklich ob ich die Ausbildung abbrechen soll oder nicht.

Antwort
von Shalidor, 49

Warum machst du nicht einfach ein Praktikum und findedt es selber heraus? Du machst halt das, was ein Tischler so macht. Alles was mit Holz zu tun hat. Und nein, du baust nicht einfach so drauf los so wie du willst, sondern immer nach Kundenwünschen. Undgearbeitet wird mit großen aber auch kleinen Maschinen.

Antwort
von kaplan79, 35

Tischler. Hab ich auch erlernt. Schöner Beruf, aber ich hab ihn erlernt im Jahre 2000. Da war es schon so, dass ein Tischler nur noch Küchenmonteur war und nur noch auf Montage war. Überlege es Dir gut. Ist zwar eine Hammer Erfahrung, aber Zukunft hat dieser Beruf leider nicht. Außer, Du bildest Dich, wie ich, weiter zum Holztechniker und bist weltweit unterwegs als Projektleiter im Messebau. Generell würde ich dir raten, Elektro technisch einen Beruf zu wählen, schau dir einfach mal die Lage heutzutage an, alles wird immer digitaler....Zukunfts-Potential !

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