Frage von Maisstueck, 89

Was macht die EU und Merkel gegen das undemokratischer Bewegung in der Türkei bzw. Diktator Erdogan?

Hallo,

letzte Woche hat der türkische Parlementpresident angekündigt dass man in der neue Verfassung die Laizismus weglassen sollte. Heute hat sich der Davutoglu sich zurückgezogen weil er angeblich wegen Erdogan Macht sein Job nicht mehr ausüben konnte. Jetzt sucht Erdogan eine neue Ministerpräsident was er eigentlich nicht machen darf. Türkische Währung verliert an Wert...

Jetzt handelt die EU mit der Türkei und Diktator Erdogan.

Was macht die EU und Merkel gegen das undemokratischer Bewegung in der Türkei bzw. Diktator Erdogan?

LG

Antwort
von TT1006, 24

In zwei Worten: Gar nichts. Äh, Quatsch: Fast hätte ich vergessen, dass die EU der Türkei ein paar Milliarden Euro von hinten reinbläst, damit die ihren Kampf gegen den IS (*hust* Kurden *hust*) weiterführen und ein paar Flüchtlinge menschen(un)würdig unterbringen können.

Eine absolute Schande, dass wir denen ihre Diktatur noch finanzieren und nur auf Rücksicht auf ... die diplomatische Lage? nicht mal die Dinge ansprechen, die einfach nicht gehen. Pressefreiheit? F*ck it! Toleranz gegenüber grundsätzlich friedlich eingestellten Minderheiten? Wozu denn? Einhalten von eigenen Gesetzen? Wozu heißt man bitte Erdogan?

Ich hoffe inständig, dass allen voran die CDU bei der nächsten Wahl 2017 mal so richtig abgestraft wird! Denn die beschähmende Türkeipolitik ist ja nicht das einzige. TTIP, unsere Bundeswehr, Abhörskandal, Ausländermaut, ... - nichts, aber auch gar nichts positives hat die CDU/CSU bisher zustande gebracht. Die Sozis haben mit dem Mindestlohn wenigstens ein klein wenig Glaubhaftigkeit zurückerlangt ... ein ganz, ganz kleines bisschen. Aber um ehrlich zu sein will ich noch weniger, dass die AfD auch bundesweit so gut abschneidet wie in einigen Bundesländern! Wann verstehen diese Menschen endlich, dass Blau das neue Braun ist?!

Aber ich weiche vom Thema ab ... wie deutlich geworden sein dürfte, halte ich nicht viel von der (deutschen) Türkeipolitik. Nur um ein paar Flüchtlinge loszuwerden und das Problem scheinbar (!!!) in den Griff zu bekommen schieben wir hier einem menschenverachtenden Staat Milliarden zu. Für mich ein No-Go.

Antwort
von Ontario, 15

Erdogan will aus der Türkei einen islamischen Staat ( Religionsstaat) machen. Durch den Rücktritt von Davutoglu könnte sich einiges in der Türkei ändern. Evtl. Neuwahlen, die dann Erdogan zu noch mehr Macht verhelfen wird. Die Presse.-und Meinungfreiheit hat er schon stark eingeshränkt. Wer sich gegen Erdogan stellt, also seine Meinung nicht teilt, hat mit Sanktionen zu rechnen.  Es ist anzunehmen, dass der Nachfolger von Davutoglu der Schwiegersohn von Erdogan wird. Gegen die unbürokratiche Bewegung in der Türkei hat die Merkel und die EU nichts entgegenzusetzen. Die Merkel hofiert Erdogan, Sie hat sich erpressbar machen lassen. Diese Situation nutzt Erdogan gekonnt aus. Die Merkel hat das Flüchtlingproblem nicht in den Griff bekommen.Mit  Ihrem Welcome to Germany  hat sie sich ein Problem geschaffen, über dessen Ausmasse sie keine Ahnung hatte. Sie glaubte, in diktatorischer Form jedem EU Land vorchreiben zu können, wieviele Flüchtlinge es aufnehmen muss. Dieser Schuss ging nach hinten los. So blieb nur die Türkei für sie der rettende Anker. Milliarden verlangt Erdogan - und - er bekommt sie, damit er die Flüchtlinge in seinem Land behält. Das verkauft uns die Merkel als Erfolg, was er mitnichten ist. Erdogan wird seine Ziele verfolgen, egal was die EU oder Merkel davon halten. Man hat sich von Erdogan abhängig gemacht. Schuld an der ganzen Misere ist nun mal Merkel., das darf man nicht vergessen. Bevor sie ihr Welcome herausposaunt hat, hätte sie abklären müssen, wie es mit der Bereitschaft anderer EU Länder aussieht, Flüchtlinge aufzunehmen. Das hat sie nicht gemacht. Polen, Tschechien, Ungarn, Österreich und andere EU Länder haben ihr die "rote" Karte gezeigt.. Uns wird das noch Milliarden kosten, die wir zahlen müssen. Falls die Merkel auf weitere Forderungen Erdogangs nicht eingehen würde, öffnet er die Grenze und auf uns würde eine Flüchtlingswelle, ungeahnten Ausmasses zukommen.Aber "wir schaffen das" ? Freilich schaffen wir das auf Kosten derer, die ihre Steuern zahlen. Derzeit hört man von Vorschlägen, dass man den "günstigen" Kraftstoffpreis an den Tankstellen erhöhen sollte, um so von den Autofahrern Milliarden abzuzocken, die dann in die Kassen Schäubles fliessen. Irgendwoher muss schliesslich das Geld kommen, um dem "wir schaffen das" gerecht werden zu können. Trübe Aussichten für unser Land.

Antwort
von Interesierter, 29

Gar nichts!

Die inneren Angelegenheiten sind alleinige Sache der Türkei. Die deutsche Regierung muss und wird sich hier heraushalten.

Was glaubst du, würde es hinführen, wenn sich Deutschland in die Entscheidungsprozesse anderer Länder einmischen und damit deren Souveränität in Frage stellen würde?

Wenn überhaupt, dann kann hier nur über die UN Druck aufgebaut werden. Auch davon ist nicht auszugehen, solange die Türkei keine anderen Länder bedroht.

Kommentar von HansH41 ,

Ich wünschte, deine Maximen wären auch dem türkischen Präsidenten bekannt.

Antwort
von wfwbinder, 39

Wieso sollte man etwas gegen Erdogan machen? Die Türken haben ihn gewählt und sie haben ihn.

Die Türken sind Natomitglied und haben den Bosporus, da sind sie wichtig und sie sind nützlich in der Flüchtlingsfrage. Dafür gibt es Zugeständnisse (siehe Visafreiheit).

Wenn sich die Flüchtlingsfrage wieder entspannt, wird man auch die Zügel wieder anziehen.

Ausserdem hat auch Erdogan nicht das ewige Leben (auf Erden) gepachtet. Er ist einen Monat jünger als ich, wird sich also in allerspätestens 30 Jahren auch vom Acker machen und sich bei Allah und Mohammed versammeln. Aber mal sehen, eventuell gibt es ja schon vorher einen Kandidaten, der den türkischen Wählern dann doch besser gefällt.

Kommentar von mehrDemokratie ,

Die sind zwar kein NATO-Mitglied, die USA unterhalten jedoch in der Türkei eine Militärbasis.

Kommentar von wfwbinder ,

Google hilft: Die Türkei ist der NATO am 18. 02. 1952 der Nato beigetreten und hat sie nicht verlassen.

Antwort
von Bobby66, 44

Also ich würde mal sagen - die EU und Fr. Merkel tun wenig bis gar nichts (gut der Botschafter gibt mal eine Protestnote ab - wenn überhaupt) und bis dahin braucht man die Türkei - und da macht man auf europäische Manier die Augen und Ohren zu ....Geschichte wiederholt sich immer!

Antwort
von voayager, 10

Eine Frau Merkel macht da garnichts, schon weil sie ihren Deal mit Erdogan nicht gefährden will.

Antwort
von Modem1, 39

Man gibt der Türkei Visafreiheit. Die EU ist von der Türkei in der Flüchtlingsfrage gefangen. Sie kann nur polemisch an die Pressefreiheit erinnern. Es kommt so das sich die Türkei unter Erdogan schleichend Islamisiert.

Antwort
von tinimini, 13

es gibt keine Demokratie in Europa.

Antwort
von tryanswer, 34

Nichts, denn es handelt sich dabei um innere Angelegenheiten der Türkei.

Antwort
von mehrDemokratie, 1

Na, na, Du bist ja ganz schön kess, Erdogan als Diktator zu bezeichenen.

Wenn Erdogan westlichen und US-Geostrategischen Interessen dient, dann könnte er ein Massenmörder sein und Ihm würden die Stiefel geleckt.

Alles klar? Erdogan ist kein Diktator sondern, sondern ein "respektables" Staatsoberhaupt, mal so ganz unter Waffenhändlern und Kriegstreibern.


Antwort
von Realito, 19

Sie halten still, was ein grosser Fehler ist!

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