Frage von nikamalin, 128

Was macht die Angst mit uns beim Thema Flüchtlinge wir sind doch eigentlich alle nur MENSCHEN?

Antwort
von Leobeer, 69

Diese Aussage ist extrem ehrenhaft, sie zeigt, wie sehr du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Auch ich habe keine Angst vor Flüchtlingen.

Doch Menschen, die keine finanziellen Rücklagen haben und dazu vielleicht auch noch ein schwaches Selbstbewusstsein sehen möglicherweise ihre Existenz bedroht, da sie glauben, Flüchtlinge könnten ihnen ihre Arbeitsplätze wegschnappen. Außerdem machen viele die reißerischen Berichte der Medien unruhig, da darin der Anschein erzeugt wird, alle "Ausländer" wären eine Gefährdung für die Allgemeinheit, nehmen daraufhin eine Kategorisierung vor und stufen alle als gefährlich ab.

Doch solche Menschen sind in der Unterzahl und jeder sollte sich fragen, wie er denn Willkommen geheißen werden möchte, wenn seine ganze Familie tot ist und man selber hunderte Kilometer weit zu Fuß durch die Wüste gewandert ist, um ein besseres Leben führen zu können.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten!

VG Leo

Antwort
von pingu72, 53

Ich als Frau habe Angst Nachts alleine draußen zu sein. Natürlich könnte ich jederzeit auch von deutschen Männern überfallen und vergewaltigt werden...

Aber Fakt ist, daß für viele Ausländer Frauen nichts wert sind und als "Freiwild" gelten. Ich bin eben auch nur ein Mensch.... und ich fürchte dass diese Ängste berechtigt sind.

Kommentar von ReverserK ,

ja kann man nachvollziehen aber wenn du sagts viele Ausländer.... mit Ausländer meinst du wohl eher die Leute die aus den Arabischen Raum kommen oder?

Kommentar von pingu72 ,

Unter anderem. Ich meine keine bestimmten, denn es gibt (wie immer) solche und solche.... Man kann nicht alle in eine Schublade stecken. Es kommt uA auf den Glauben und die Erziehung an. 

Kommentar von mtx95 ,

Nein kommt es nicht. Es kommt auf den Menschen an. Mann muss sich doch nur die Missbrauchsskandale in christlichen Einrichtungen anschauen. Es gibt genau so viele deutsche Idioten wie in jedem anderen Land. Der Glaube hat damit nichts zu tun. 

Kommentar von Minilexikon ,

Auf die Erziehung kommt es schon zum Teil an. Man wird ja zum Teil im Glauben erzogen, zum Teil in einer Kultur und zum Teil auf Basis der eigenen Ansichten der Eltern. Zu den Missbrauchsfällen gehört allerdings noch ein Stück mehr dazu...

Kommentar von pingu72 ,
Natürlich könnte ich jederzeit auch von deutschen Männern überfallen und vergewaltigt werden...

...denn es gibt (wie immer) solche und solche.... Man kann nicht alle in eine Schublade stecken...

Es kommt uA auf den Glauben und die Erziehung an.  

uA = unter Anderem!!! 

Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;)))

Antwort
von Plautzenmann, 51

Du hast vollkommen Recht. Allerdings geht es uns nur so gut, weil jeder (oder die meisten) ihren Teil zum Ganzen beitragen. Wenn auf einmal 5 Millionen untätige, hungrige Mäuler hinzukommen, ist unser "Wohlstand" im Nu dahin und man darf auch Deutschland zu den "Entwicklungsländern" zählen. Das ist jetzt reichlich überspitzt dargestellt, aber es macht die Angst der Massen anschaulich: Die Angst vor Veränderung, vor allem zum Schlechten. Diese Angst wird zudem von rechtspopulistischen Käseblättern noch instrumentalisiert, um auch die bisher ruhigen Bürger zu verunsichern.

Es bleibt abzuwarten, ob wirklich alles schlechter wird mit den Flüchtlingen, aber zunächst werden sie uns einfach nur sehr sehr viel Geld kosten. Ich bin zwar überzeugt, dass unsere Wirtschaft das eine Zeit lang ertragen kann, aber ich denke auch, dass man nicht dem Wahn verfallen sollte, die ganze Welt retten zu wollen. Jedes Land sollte seinen Teil dazu beitragen. Aber dass das geschieht, ist unwahrscheinlich und Deutschland alleine kann nicht alle Flüchtlinge der Welt aufnehmen.

Zudem muss man sich fragen, was jetzt auf einmal anders ist, da es in den Flüchtlingsländern zum Teil bereits seit 20 Jahren Krieg gibt und auf einmal ist es so dermaßen unmenschlich geworden, dass alle flüchten müssen? Ich spreche niemandem sein Recht darauf ab, zu leben, wie er/sie es will. Allerdings gehört es auch dazu, nicht wie eine Heuschreckenplage über ein Land herzufallen und wenn dieses abgegrast ist, zum nächsten weiter zu ziehen. Und ich befürchte, davor haben viele Bürger Angst. Dass all die Hilfesuchenden das "Rettungsboot" zum Kentern bringen.

Antwort
von Minilexikon, 26

Das Problem fängt bei der Bezeichnung an. Genauso wie bei Homophobie (=Schwulenhass) bedeutet bei Xenophobie (=Fremdenhass/Ausländerfeindlichkeit) -phobie Angst (wie in Klaustrophobie, der Angst vor engen Räumen).

Das nehmen viele wörtlich und führt zu einer im Einzelfall sogar fragwürdigen Rechtsprechung wie in bereits mehreren Fall, in denen kein fremdenfeindliches Motiv zu erkennen gewesen sei, sondern allein eine Angst die mit einer Freilassung des Täters gutgeheißen wird.

Im Zweifelsfall sollte man daher die Bezeichnung "Ethnozentrismus" benutzen.

Viele Menschen haben auch Angst vor dem "Schrödingerschen Ausländer", der sowohl die Arbeitsplätze wegnimmt, als auch Sozialleistungen bezieht. In Wahrheit dürfen Asylbewerber bis zur Annahme ihres Asylantrages nicht arbeiten und müssen demnach ja Sozialleistungen beziehen, um über die Runden zu kommen.

Das führt natürlich dann zu Hass nicht Angst, die dann an den falschen Ausgelassen werden, die nicht verstehen, dass die Gesetze nicht von den Flüchtlingen gemacht werden.

Die Lage spitzt sich durch die Medien, Pegida und AfD, sowie die Verweigerung der Aufnahme von Flüchtlingen durch andere EU-Mitgliedstaaten immer weiter zu.

Dann gibt es neben AfD und Pegida auch noch sogenannte "Besorgte Bürger", das heißt, sie machen sich Sorgen, also so ähnlich wie Angst, oder besser gesagt: Sie schüren Angst und stecken sich immer wieder gegenseitig an.

Und wenn jemand denkt, dass ich damit sagen will, dass jeder, der Angst hat, etwas falsch macht, möchte ich das an dieser Stelle auch noch klarstellen. Wer Angst hat, der kann gerne Angst haben; das ist natürlich. Aber wer aus Angst zu Gewalt oder ähnlichen greift, ist kriminell; wer sie gegen Flüchtlinge richtet, ist rassistisch. Ganz einfach.

Klar, kann man Angst bekommen, wenn es sich bei der Menge an Flüchtlingen, die zu uns kamen, kommen und noch kommen werden, um Zahlen handelt, mit denen Otto Normalverbraucher im Alltag nicht wirklich zu tun hat.

Zudem kursieren viele Gerüchte über Flüchtlinge, die oft so nicht ganz richtig sind. Aber sie erfüllen ihren Zweck: Sie verunsichern und führen ggf. sogar zu Hass.

Antwort
von ReverserK, 37

Angst braucht man in dem Sinne nicht zu haben und so gesehen muss man wenn man schon Angst hat abends rauszugehen auch vor andere Leute die hier Leben und Ausländer Angst haben. Ich persönlich Bin dafür das man den Leuten die hier her kommen sagt dass die. Sich Benehmen müssen. Es stimmt zwar dass die größtenteils wegen uns fliehen aber da man nicht sagen kann benehmt euch wie ihr wollt(da sonst einige Leute die AFD wählen würden und die dann das Land ins Chaos stürzen) muss man denen die Regeln erläutern, dann sehen wie die sich Benehmen und notfalls zurück schicken.

Antwort
von Akainuu, 64

Manchen Menschen ist die Menschlichkeit abhanden gekommen, weshalb sie sich nachts bei einem Flüchtlingsbus treffen, die Leute attackieren und "Wir sind das Volk" brüllen.

Keine Sorge, diese Leute sind weder das Volk, noch Menschen. Diesen "Wesen" brauchst du keine Beachtung zu schenken.

Das Flüchtlingsthema ist umstritten. Kritik an Flüchtlingen ist nicht unbedingt falsch. Jeder Mensch hat das Recht, dass er seine Meinung äußern kann. Das tut man aber nicht, indem man sich wie oben beschrieben verhält.

Angst ist immer ein Zeichen von Schwäche. Die Leute setzen sich nicht richtig mit dem auseinander, was ihnen Angst macht und flippen dann komplett aus.

Antwort
von mtx95, 34

Deine Ansichten in Ehren, aber dieser Ansatz ist zu simpel. Natürlich sind wir alle Menschen. Ich bin deiner Meinung, dass wir alle gleich sind. Niemand von uns sollte sich anmaßen, irgendeinem Flüchtling vorzuschreiben wie er sich zu verhalten hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Schuld an vielen Kriesenherden in dieser Welt sind. Wir haben uns über Jahrhunderte an Fremden Kulturen bereichert, Völkermord begangen, Menschen versklavt. Jeden Tag werden hunderte Kinder mit deutschen Waffen hingerichtet. Jeder Mensch hat das Recht auf Asyl. Nur "Wir sind doch alle gleich" ist mir ein bisschen zu platt. Das hier ist nicht das Ikea-Kinderland sondern die echte Welt. Hier muss man Kompromisse eingehen, um Lösungen zu finden. Nur die eine richtige Lösung hat im Moment noch niemand.

Kommentar von Erwin43 ,

"Niemand von uns sollte sich anmaßen, irgendeinem Flüchtling vorzuschreiben wie er sich zu verhalten hat."

Doch sehr wohl, hier kann keiner machen was er will, es gibt Gesetze an die sich jeder zu halten hat, auch Flüchtlinge. 

"Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Schuld an vielen Kriesenherden in dieser Welt sind. Wir haben uns über Jahrhunderte an Fremden Kulturen bereichert, Völkermord begangen, Menschen versklavt."

Auch falsch, das waren die Engländer und die Franzosen, Belgier, Spanier und die Ammis. Deutschland hatte fast keine Kollonien und die auch nur kurz und hat die Einheimischen nicht mal so schlecht behandelt.

Antwort
von mokikimo, 9

Das ist nicht nur Angst, das ist Hass. 

Heutzutage kann man nirgendwo mehr in Frieden leben. Überall auf der Welt gibt es Gewalt und Hass. Auf der Arbeit, in der Schule, im Laden, wenn man draussen (mit seinem Hund) spazieren geht, einfach überall. Die Flüchtlinge fliehen vor dem Krieg, kommen hier an und werden voller Hass und Gewalt begrüßt. Die Welt ist einfach nur lieblos (der Grossteil der Welt). Solange es Menschen gibt die böses tun wird es kein Frieden auf der Welt geben. Und daran kann kein Mensch auf der Welt etwas ändern. Wie es in der Bibel steht:"...wird die Liebe der meisten erkalten." (Matthäus 24:12). 

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