Frage von rockylady, 23

Was macht den Mensch so leichtgläubig?

Vorab: Es ist keine gefestigte Meinung meinerseits, ich hinterfrage sowas bloß gern. Es heißt, der Mensch sei von Natur aus konfliktscheu & gutgläubig.

Wenn man sieht, wie viele doch eigentlich oft kluge Menschen zb einen Text bei Facebook teilen, welcher an sich sinnlos ist (FB wird nun kostenpflichtig, doch wenn du diesen Text in deiner Chronik teilst, bist du fein raus), bestätigt es diese Theorie.

Natürlich gibt es auch die Skeptiker, doch ist das überhaupt menschlich oder doch eher geprägt von Erfahrung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nube4618, 19

Ich hätte noch einen anderen Aspekt: Wenn wir uns etwas wünschen, z. Bsp. reich zu sein, im Lotto zu gewinnen, ohne Anstrengung abzunehmen und zu einer Top Figur zu kommen, sind wir nicht so kritisch wie bei Sachen, die uns nicht ansprechen, oder die keine Vorteile für uns ergeben. 

Für diese These spricht auch die Tatsache, dass wir Komplimente auch gerne annehmen, selbst wenn wir wissen müssten, dass es eher Schmeicheleien sind, wogegen wir mit Kritik mehr Mühe haben und sicher hinterfragen, ob sie wirklich angebracht und gerechtfertigt ist. 

Antwort
von Woropa, 19

Solange ein Mensch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht hat, immer alles gut gelaufen ist für ihn, dann ist er eben leichtgläubig. Er kommt dann gar nicht erst auf die Idee, das irgendetwas nicht stimmen könnte oder er misstrauisch sein sollte.  Wenn man aber schon mal reingefallen ist oder reingelegt wurde, dann ist man automatisch skeptischer und misstrauischer und glaubt nicht mehr so leicht alles.

Antwort
von mejo3475, 13

Hallo rockylady,

ich habe zwei Antwortansätze, keine davon muss stimmen, aber was besseres kann ich nicht anbieten.

[Bequemlichkeit und Hilflosigkeit] Glauben ist halt eine bequeme Sache und oft auch nicht vermeidbar, da wir selten in der Lage sind, die Dimensionen eines Problems, die Faktenlage zu einer Behauptung oder Konsequenzen unseres Handelns bzw. des Handelns anderer zu überblicken.

[Evolutionärer Vorteil] Ich vermute, dass es für unsere Vorfahren evolutionär von Vorteil war, etwas leichtgläubiger durch die Welt zu laufen. Die entscheidungsfreudigen und folgsamen Menschen waren vielleicht den skeptischen, zögerlichen, individualistischen Menschen im Vorteil, weil sie besser für die Gruppe arbeiten konnten.

Wäre schön, wenn jemand mehr weiß und vielleicht auch einen Beleg hat, damit wir es nicht nur glauben müssen.

Antwort
von Peppi26, 11

Das nennt sich Mitläufer! Viele schicken sinnlose Dinge einfach weiter ohne deren eigentliche Bedeutung zu kennen!

Kommentar von rockylady ,

Ist der Mensch evtl von Natur aus ein Herdentier und kein Einzelgänger?

Kommentar von Peppi26 ,

Ja natürlich! Gesellschaft ist wichtig sonst geht der Mensch zu Grunde! Dennoch sollte man nicht jeden Mist mit machen! ich mag Menschen nicht die so gutgläubig sind!

Antwort
von Claramaria145, 11

Hallo rockylady,

Ich musste bei deiner Frage wirklich schmunzeln, weil ich mir das gleiche schon oft gefragt habe, vor allem wenn ich manche Freundinnen von mir beobachte die wirklich gut- bzw. leichtgläubig sind.

Vorweg ich würde mich nicht als gutgläubigen bzw. leichtgläubigen Menschen bezeichnen. Zu deiner Frage: Ich denke, dass es sowohl menschlich als auch von Erfahrung geprägt ist. Menschlich in dem Sinn, dass wir von Natur aus (meistens) den einfacheren Weg suchen. Wenn man gutgläubig ist muss man nicht alles hinterfragen und sich damit auseinandersetzen (zumindest nur in einem gewissen Rahmen). Wir gehen Problemen und Konflikten aus dem Weg. Als gutgläubiger Mensch ist es einfacher diese Probleme nicht so stark wahrzunehmen. Auf der anderen Seite spielt denke ich Erfahrung eine sehr erhebliche Rolle. Ich persönlich wurde in vielerlei Hinsicht in meinem Leben oft enttäuscht und hereingelegt, weswegen ich sehr misstrauisch gegenüber allem bin. Eine Person die diese Erfahrung nicht gemacht hat wird wohl eher gutgläubig sein.

Ist zumindest meine Ansicht. :)

Antwort
von KMorgen, 11

Kann sein das Menschen versuchen wirklich nur Konflikten aus den Weg zu gehen und versuchen wollen in dieser heilen Traumwelt zu bleiben....vlt ist es auch ein Versuch zu einer Gruppe zu gehören

Antwort
von Silmoo, 9

Schlechte Erfahrungen machen klug, vielleicht gehts für bestimmte Menschen nicht anders.

Antwort
von Voeglein, 10

Eine Frage der Erziehung, wie ich finde. Was man nicht beigebracht bekommt, weiß man auch nicht - außer man bringt es sich z.B. durch (schlechte) Erfahrungen selbst bei.

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