Frage von sarinajaus, 15

Was machst man im Fach Psychologie in der Oberstufe?

Welche Schwerpunkte werden behandelt?

Antwort
von CelineBiene, 5

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22. Pädagogik-Psychologie
A. Fachbezogene Hinweise
Grundlage der schriftlichen Abiturprüfung in Niedersachsen sind die Einheitlichen Prüfungsanforderungen
in der Abiturprüfung (EPA) für das Fach Pädagogik-Psychologie (2006) sowie die Rahmenrichtlinien (RRL)
für das Berufliche Gymnasium - Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik - (Februar 2004).
Die Thematischen Schwerpunkte fokussieren die Inhalte einzelner Lerngebiete auf einen jeweils komplexen
Sachzusammenhang. Bei der Behandlung aller Lerngebiete in der Qualifikationsphase ist so eine vorbereitende
Vertiefung der gewählten Thematischen Schwerpunkte möglich, ohne die anderen Inhalte zu
vernachlässigen. Die konkrete Ausgestaltung der Themenvorschläge wird sich nach den Anforderungen
der EPA für das Fach Pädagogik-Psychologie richten, wobei sowohl fachliche Kompetenzen bezüglich der
Themeninhalte, als auch methodische Kompetenzen bei der Bearbeitung der Textvorlagen und
Teilaufgaben vorausgesetzt werden.
B. Thematische Schwerpunkte
Thematischer Schwerpunkt 1: Soziale Einstellung und Diversität als Ausgangspunkt der Sozialen
Arbeit.
• Der Kern des ersten thematischen Schwerpunkts liegt in der Auseinandersetzung mit Inhalten des
Lerngebietes 5 „Persönlichkeit im sozialen Kontext begreifen“. Dabei stehen eine problemorientierte
Analyse und mögliche Bewältigungsstrategien im Spannungsfeld zwischen Herkunftskultur
und gegenwärtigen gesellschaftlichen und individuellen Anforderungen von Jugendlichen mit
Migrationshintergrund im Fokus. Zudem findet die Entstehung und Wirkungsweise sozialer Einstellungen
gegenüber ausländischen Jugendlichen Berücksichtigung. Hier sind insbesondere aktuelle
Diskurse des Diversitätsansatzes zu berücksichtigen.
• In diesen Kontext werden aktuelle Aufgaben und gesetzliche Grundlagen der Jugendhilfe, z. B.
SGB VIII (KJHG), wie sie im Lerngebiet 9 „Handlungskonzepte in der sozialen Arbeit vergleichen“
vorgesehen sind. einbezogen. Diese sind im Zusammenhang mit Zielen und gesellschaftlichen
Funktionen der Jugendhilfe, insbesondere für Einrichtungen der Jugendarbeit, zu analysieren
und zu beurteilen.
Thematischer Schwerpunkt 2: Persönlichkeitsmodelle und affektive Störungen
• Der zweite Schwerpunkt greift die Thematik Depression im Erwachsenenalter auf. Definitionen, Erscheinungsformen
und mögliche Ursachen werden einbezogen. Die Möglichkeiten und Grenzen
therapeutischer Hilfsangebote mit dem Schwerpunkt der systemischen Therapie werden diskutiert
(Lerngebiet 6 „Psychische Störungen und Hilfsangebote vergleichen“).
• In diesem Zusammenhang finden geeignete Persönlichkeitsmodelle (Tiefenpsychologie oder Lerntheorien)
aus dem Lerngebiet 4 „Erleben und Verhalten anhand von Persönlichkeitsmodellen verstehen“
Berücksichtigung.
Thematischer Schwerpunkt 3: Bildung und Erziehung in der Schule unter erschwerten Bedingungen
• Im Zentrum des dritten thematischen Schwerpunkts stehen Inhalte des Lerngebiets 7 „Bildung und
Erziehung als gesellschaftliche Aufgabe bewerten“. Vorrangig werden Erziehungs- und Bildungsaufgaben
(z.B. gesetzliche Grundlagen und Funktionen) von Schule und Berufsausbildung in den
Blick genommen.
• Als weiterer Aspekt wird der mögliche Zusammenhang von sozial abweichendem Verhalten und
Bildungserfolgen von Mädchen und Jungen im Jugendalter aufgegriffen (Lerngebiet 8 „Sozialisation
unter erschwerten Bedingungen analysieren“). Hierbei werden integrative Handlungsansätze
wie Empowerment oder Partizipation einbezogen.
(Quelle: Kultusministerium)

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