Frage von Exactemy, 105

Was machen Nulleiter, Phase und Erdung?

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Strom, 59

dann wollen wir erst einmal die verhältnissmässigkeiten klären...

der Trafo bei euch im Viertel oder Dorf hat 3 Ausgangswicklungen. an einem Ende sind sie mit einander und mit dem Ausgang des Trafos verbunden. das ergibt dann den sogenannten Mittelleiter. die anderen Enden der Spulen sind jeweils mit einem Anschluss verbunden. das ergibt dann die drei Außenleiter, auch Phasen genannt.

zwischen dem Mitteleiter und den Außenleitern sind jeweils 230 volt zu messen, zwischen 2 der 3 Außenleitern 400 Volt.

Am Hausanschlusskasten, spätestens am Zählerkasten ist der Mitttelleiter mit der Erdung (Potenzialausgleich) verbunden. wie die bezeichnungen erdung und potenzialaugleich vermuten lassen. werden hier spannungsunterschiede zwischen metallischen gebäudeteilen und infrastruktur wie z.B. Wasserleitungen, Heizungsrohre, metallische abwasserrohre etc. ausgeglichen und das ganze mit der Erde verbunden. dies erfolgt über einen in das fundament eingelassenen fundamenterder.

weil der mittelleiter mit dem potenzialausgleich verbunden ist, wird er ab hier zum neutralleiter, er ist also (theoretisch) elektrisch neutral zur Erde. die alte bezeichnung null oder nulleiter kommt daher, dass die spannung zwischen Null und erde eben 0 ist. jedenfalls sher nahe an diesem wert.

übrigens, ab dem verteiler heißt die erdung "schutzleiter" weil die primäre funktion dieses leiters eben nicht der ausgleich von Spannungspotenzialen ist, sondern im fehlerfall, wenn z.b. eine phase ans gehäuse der, sagen wir, waschmaschine gerät, der strom richtung erde abfließen kann um gefährdung von Personen zu vermeiden.

lg, Anna

Antwort
von Branko1000, 54

Die Phase (Außenleiter) versorgt das Betriebsmittel, z.B. die Steckdose mit Strom.

Über den Nullleiter (Neutralleiter) fließt den Strom wieder zurück.

Über die Erdung (Schutzleiter) fließt im Fehlerfall der Strom weg, also er hat die gleiche Funktion wie der Neutralleiter, nur das beim Schutzleiter nur bei einem Fehlerfall Strom fließt.

Antwort
von dompfeifer, 49

Bei unserem europäischen Stromversorgungs-Verbundnetz werden drei Leiter mit zeitversetzter Wechselstromphase zu den Verbrauchern geführt. Diese drei "Phasen" genannten Außenleiter führen gegenseitig eine Spannung von 400 Volt.

Durch die Erdung des Mittelpunktleiters wird erreicht, dass jede der drei "Phasen" eine Spannung von 230 V gegen Erde führt. Zur Versorgung der Haushaltsgeräte führt man an die normalen Haushaltssteckdosen einen Leiter der drei Phasen und als zweiten Leiter den geerdeten Nullleiter. Seit einigen Jahrzehnten wird ein weiterer geerdeter Leiter als Schutzleiter mitgeführt.

Antwort
von acoincidence, 38

.... Sie versorgen unsere Steckdosen mit Spannung. Und helfen wenn ein Stecker in dieser eingesteckt ist dem Strom durch die Verbraucher fließen zu lassen. 

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