Frage von dodoG, 120

Was mache ich nur mit meinen Söhnen?

Meine beiden Söhne sind 36 und 35 Jahre alt. Ich hatte mehr als 15 Jahre keinen Kontakt zu ihnen. Ich verließ damals ihren Vater und sie blieben bei ihm. Für Schule und Berufsausbildung haben sie sich nie interessiert. Sie lebten vom Amt und von Gelegenheitsjobs. Anscheinend fanden sie dieses Leben bequemer. In ihrem Freundeskreis wurde auch viel gekifft und gekokst. Mittlerweile hat der Älteste eingesehen, dass er sein Leben ändern muss und macht eine Entgiftung. Plötzlich meldet er sich häufig bei mir und wünscht sich, dass ich ihn besuche. Gleichzeitig gibt er aber mir die Schuld an seiner heutigen Misere und wirft mir vor, ich sei träge und wolle nicht arbeiten. Dabei bin ich 58 und finde einfach nichts mehr. Zuvor hatte ich 18 Jahre als Sekretärin gearbeitet. Ich finde seine Vorwürfe unverschämt. Gern würde ich ihm helfen, aber ich merke, mir geht es nicht gut dabei. Mein zweiter Sohn steckt noch immer im Schlamassel und kommt von den Drogen nicht weg. Er sieht nicht ein, dass er süchtig ist. Wenn er kein Geld mehr hat, kommt er zu mir. Ich ertrage das alles nicht mehr. Am liebsten möchte ich von hier wegziehen. Wie mache ich meinen Söhnen klar, dass sie alleine zurechtkommen müssen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mikey86, 34

Hi

Klingt alles sehr niederschmetternd was du Schilderst. Aber lass dir eins mal sagen...

"Ich zieh den Hut vor dir" !! Und das ist mein ernst. Tolle Mama.

Nicht jede Mutter guckt hierbei so lange zu. Leider kenne ich auch einige, die gaben schon längst auf und liefen davon.

Leider.. und das muss dir Klar sein/werden, bist du im Moment der Fussabtreter deiner Söhne. Drogen verändern den Charakter. Man vergisst was einem doch am nächsten Stand.. die Familie..

Das du im Moment Vorwürfe anhören, oder die Privatbank spielen musst, ist dringendst abzustellen. Ich weis.. leichter gesagt als getan. Dreh um Gotteswillen den Geldhahn zu.. 

Deine Jungs benötigen demnach beide Profesionelle Hilfe. Wenn du Ihnen wirklich helfen willst, sei Ihnen eine mentale, jedoch bitte keine finanzielle Stütze. Begleite Sie zum Arzt. 

Aber mach dir selbst den Grössten Gefallen.. wenn du merkst es ist "too much" dann nimm dir Zeit, abstand und Ruhe..

"DENN DIES IST DEIN RECHT"

Darfst mir gerne auch Privat schreiben. Kann dir/euch auch kontaktadressen mitteilen und werde dir gerne beistehen.

Alles Liebe

Kommentar von acidfairy ,

Mega süß !

Kommentar von dodoG ,

Danke für Deine lieben Worte! Leider bin ich selbst zur Zeit krank und fühle mich mit dem ganzen überfordert. Mein jüngster Sohn sieht es leider absolut nicht ein, dass er Hilfe braucht. Und Beratungsstellen sucht er bestimmt nicht mit mir auf. Wie also soll ich ihm helfen? Außerdem verstehen sich auch beide Söhne untereinander nicht.

Kommentar von Mikey86 ,

Hallo

Umso wichtiger ist es jetzt, das du auf deinen Körper hörst. Wenn du aktuel Krank bist, geschwächt oder was auch immer, musst DU jetzt wieder zu kräften kommen.

Dein jüngster hat es noch nicht begriffen, so wie du schilderst. Es gäbe hierzu zwei möglichkeiten. Jedoch bin ich mir nicht sicher, das auch nur eine davon, dir (einer liebenden Mutter) gefallen wird.

1. Wende dich ans Amt. Es gibt Anlaufstellen, bei welchen du ihn sogesehen "anschwärzen" kannst bezüglich Drogenmissbrauch. Er wird daraufhin von einem Fachmann begutachtet und kann gegebenenfalles zwangs eingewiesen werden.

2. Lass ihn fallen. Die wohl brutalste Art einer Mutter, ihrem Kind klar zumachen, "STOP. BIS HIERHIN UND NICHT WEITER"

Jedoch aus erfahrung sehr effektiv. 

Klärendes Gespräch, die Problematik klar nennen, ihn bitten zu gehen und KLAR UND DEUTLICH ZU VERSTEHEN GEBEN, ERST DANN WIEDER ZUKOMMEN, WENN EINSICHT UND HANDLUNGSBEDARF VORLIEGT.

Dieser Schritt braucht überwindung. Aber allein aus dem Nutzen, zu DEINEM Selbstschutz.... 

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, alles Gute, gute und rasche Genesung. 

Wie erwähnt, darfst du mich gerne jederzeit kontaktieren.

Lieben Gruss

Kommentar von dodoG ,

Hallo Mickey86, danke für Dein Angebot, Dich privat zu kontaktieren. Leider weiß ich nicht, wie das hier geht. Habe das bisher noch nie gemacht. Mir ist klar, dass ich rigoros vorgehen muss. Aber genau damit habe ICH ein Problem. Ich kann sehr schlecht "nein" sagen zu meinem Sohn, besonders, da er mir sowieso schon Leid tut, weil er in einem Hotel untergebracht ist und auch keine Wohnung findet. Wo soll das hinführen, wenn ich ihm auch nicht mehr helfe? Zum Arzt oder zur Beratung wird er nie von selbst gehen. Er behauptet, er habe ja nicht solche Probleme wie sein Bruder und könne ganz anders damit umgehen. Am liebsten würde ich für einige Monate weit weg sein. Aber wegen ihm die Flucht ergreifen? Ich weiß, dass das auch irgendwo feige ist von mir, aber ich finde sonst keine andere Lösung.

Antwort
von Babylos, 30

Huhu ich habe zwar nicht solche Söhne sondern einen solchen Vater !! Seid dem ich lebe und sogar 2 Jahre zuvor konsumiert er alles was er in die Finger kriegen kann... Also Drogenabhängige geben immer anderen Leuten die Schuld an Ihrer Misäre aber du aber die aber ich wollte ja gar nicht oder ich wusste gar nicht ist der Grundbaustein eines Satzes dieser abhängigen Leute ... Gib ihm auf gar keinen Fall Geld egal wie sehr er unter seinen entzugserscheinungen leidet auch die werden besser wenn du ihm das Geld gibst wird er die in 10 Jahren auf dem tut mir leid Sterbebett weil er an einer Leberzirrhosen leidet die Schuld geben da du ihm das Geld gegeben hast für seine Drogen diese Vorwürfe werden nie aufhören mein Vater ist nun seid 20 Jahren immer und immer wieder bei der Entgiftung und hat es bis jetzt nicht geschafft clean zu bleiben also mache dir nicht zu viele Hoffnungen das der eine Sohn seinen Entzug macht denn das kann manchmal nicht von langer Dauer sein mache Ihnen mit klaren Worten begreifbar das du für sie körperlich da bist solange sie sich ändern (wenn du das möchtest) und das du für ihren Konsum nicht aufkommst ... Ich wünsche dir für diese aus eigener Erfahrung sehr sehr sehr schweren Zeit viel Kraft und Durchhaltevermögen liebe Grüße ! 

Kommentar von dodoG ,

Hey, danke für Deine Antwort. Es ist nur sehr schwer, sie zu lesen, da Du weder Punkt noch Komma setzt. Ist nicht böse gemeint, aber demnächst bitte etwas deutlicher!

Kommentar von Babylos ,

Tut mir leid hatte Pause in der Nachtschicht. Und dachte man könnte es auch so entziffern, tut mir leid! Ist sonst nicht meine Art 😳 

Könnte noch Satzzeichen einfügen, wenn es überhaupt nicht zu entziffern war?

Antwort
von Lovelypinklady, 35

Ich finde es sind deine Söhne und somit musst du auch jetzt wo sie älter sind trotzdem noch Verantwortung übernehmen für sie. Ich verstehe den Wunsch seines Sohnes dich öfter zu sehen gut, denn ich denke die Mutter-Sohn Beziehung ist in jedem Alter besonders wichtig. Wenn er dir Vorwürfe macht versuche nicht abzublocken sondern versuche sachlich mit ihm über deine Sichtweise und deine Gefühle zu reden, wahrscheinlich wird er es dann verstehen. Zu deine anderen Sohn: ich finde du solltest ihm nicht immer Geld geben wenn er danach fragt sonder ihn spüren lassen was passiert wenn er es für Drogen oder sonstiges ausgibt, du solltest ihn sonst aber vor allem Mental unterstützen.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Kommentar von dodoG ,

Wie bitte soll ich einen 35-Jährigen kontrollieren und wissen, wofür er sein Geld ausgibt? Und für erwachsene Kinder muss man keine Verantwortung mehr übernehmen!

Kommentar von Lovelypinklady ,

Nicht kontrollieren, du musst ihm nur kein Geld geben wenn er darum Bittet. Und mit deinem 2. Punkt finde ich machst du es dir zu leicht. Er ist innerlich dein Sihn undzear immer und solange hast du auch die Verantwortung!

Kommentar von Lovelypinklady ,

Das heißt natürlich nicht, das du dir nicht mal eine Auszeit nehmen kannst, denn mir ist klar wie schwer und niederschmetternd diese Situation für dich ist, also scheue dich auch nicht mal eine Auszeit zu nehmen.

Antwort
von Jenny100arm, 27

Das ist eine sehr schwere Situation, ich würde das offene Gespräch mit beiden zusammen suchen am besten mit einer Person des Vertrauens nebendran.
Dieses Gespräch sollte möglichst im "Normalzustand" Ihres jüngeren Sohnes statt finden.
Sie sollten den beiden offen sagen was Sache ist, die beiden sollten sich außerdem gegenseitig unterstützen.
Außerdem sollten Sie Ihren Söhnen klar machen dass es um ihre gesundheitliche Verfassung nicht sehr gut geht und sie das alles psychisch und seelisch sehr belastet.
Ich hoffe die Antwort hilft ein wenig weiter.
Viel Erfolg
Jenny

Kommentar von dodoG ,

Gegenseitig unterstützen geht leider nicht! Die beiden verstehen sich nicht. Außerdem ist einer ja jetzt in der klinik und der andere lebt weiter weg. Ich habe auch noch meine betagten eltern, um die ich mich kümmern muss. 

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