Frage von Privatgirl135, 101

Was mache ich falsch mit meinem Araber?

Hallo zusammen. Zurzeit reite ich einen 6 jährigen Araber Wallach er ist das beste Pferd schaut auf den der er auf dem rücken trägt und ist immer aufmerksam. Seit ein paar Tagen ist jetzt ein Problem aufgetaucht nämlich wenn wir Ausreiten dan kann irgendswo auf dem weg eif stehen bleiben. Dann bekommt man ihn nicht mehr vorwärts und wen man ihn treiben will dann fängt er ganz leicht an zu buckeln. Wenn ich dan Absteige und 1 Meter Laufe dan kann ich wieder aufsteigen und er läuft als ob nichts passiert wäre und das ist jetzt schon 1-3 mal passiert . An was kann das liegen . Danke für eure antworten.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 38

Keine Ahnung, woran das liegen kann.

Eines nur weiß ich: einen Araber kann man nicht zwingen. Wenn du also versuchst - nach dem Motto: ich bin der Boss - das Pferd vorwärts zu treiben, verlierst du. Natürlich habe auch ich schon mal versucht, meinem Vollblutaraber zu zeigen, wer Cheffe ist. Wenn ich dann mein Pferd scharf einatmen höre, dann weiß ich: "Oh oh,,," jetzt wird es gefährlich."

Es KANN also ein Machtkampf sein, das weiß ich nicht. Und den Machtkampf muss man anders führen als mit anderen Pferden. Man muss versuchen, sich mit diesen Pferden anzufreunden. Also eher nix : "Ich Cheffe", sondern: "wir sind Freunde."

Das Absteigen von dir war also schon mal ganz gut.  Allerdings hätte ich keine Lust, jedes Mal abzusteigen. Wenn es mein Pferd wäre, würde ich das Pferd einfach mal stehen lassen. Rückwärts gehen, seitwärts gehen ist verboten. Entweder stehen oder nach vorne gehen. Dazu kann man dann das Pferd ganz leicht treiben. "Komm, es ist doch langweilig, hier in der Pampa rumzustehen. Sollen wir nicht weitergehen? Wie wär´s." Und wenn er nicht will, dann eben Geduld haben. "Okee, dann bleiben wir halt stehen, bis wir schwarz werden. Ist mir auch recht."

Und dann bei der kleinsten Reaktion, dass er doch vorwärts gehen will, dass er es in Betracht zieht: Loben:

Das wäre mein Weg. Vom  Araber kannst du alles bekommen, wenn ihr ein Team seid und Sympathie  und Vertrauen da ist. Wenn du ihn zwingst, bekommst du NICHTS. 

So ist diese Rasse nun mal.

Kommentar von Heklamari ,

Seeehr wahr !!!

Antwort
von Koala94, 20

also ich hatte dieses Problem auch mal......allerdings hab ich einen Haflinger und die sind ja vom Charakter her ganz anders^^ Bei meinem war es einfach austesten was er so machen kann. Ihn einfach stehen zu lassen hat bei mir nichts gebracht der wäre auch 30 Minuten so dagestanden und hätte sich gedacht: jawoll hab gewonnen :) Ich hab ihn Vorhand und Hinterhand Wendungen gehen lassen oder minikleine Zirkel.....immer schön gebogen im Hals (denn wenn ein Pferd gebogen ist, dann kann es nicht buckeln oder zumindest extrem schwer!) nach 2, 3 kleinen Drehungen oder minizirkeln ist er dann auch wieder geradeaus gegangen und irgendwann wurde ihm das ganze zu dumm und er hat es bleiben lassen und ist einfach brav vorwärts gegangen!! Ob das jetzt für einen Araber auch das richtige ist weiß ich nicht, aber ausprobieren kann ja nicht schaden^^

Viel Erfolg bei deinem Problem :) 

Antwort
von xXlaraleinXx, 23

Ich bin kein Freund vom gewaltsamen Durchsetzen oder dieses ich bin Boss mein Pferd hat immer das zu tun was ich will (solche antworten kommen bestimmt noch ;), bestimmt auch solche wie “du kannst nicht reiten, übe erstmal in der Halle etc“ ) Also ich würde dann einfach mal die Zügel langlassen um ihm zu zeigen das ich ihm vertraue und ihn eben nicht zwinge... Wie jemand anderes hier schon schrieb, rückwärts, seitwärts etc ist dann tabu, stehen kann er von mir aus bis ihm die Beine abfallen. Red mit ihm, weise ihm immer mal sanft den weg nach vorne aber ohne viel Druck. Bewegt er sich, wenn auch nur wenig, nach vorne, dann lob ihn. Manchmal weiß man ja nicht was Pferde so sehen und da müssen sie einfach lernen selbst mit klar zu kommen. Ich als Mensch kann nicht jede Situation immer lösen und das Pferd damit total hilflos machen. Wenn er buckelt dann kann man auch mal mehr eingreifen und ihm klar machen das hier die Grenze der Freundschaft ist... gucken ja, bocken Nein! Ein Pferd was lange steht wird irgendwann den Kopf senken und abschnaufen, ein Zeichen der inneren Entspannung, dann kann man auch beStimmt wieder weiter vorwärts gehen. Das kann man übrigens auch in der Halle üben, einfach mal stehen lassen und warten bis dieses lange ausatmen kommt, dann loben. Später können es die Pferde viel schneller und man kann sie so entspannen und Situationen leicht und ohne Stress entschärfen

Antwort
von Punkgirl512, 47

Das klingt nicht so, als ob es dein eigenes Pferd wäre, sondern deine RB oder ähnliches.

Hast du einen Reitlehrer? Was sagt der dazu?

Bitte, bitte, frage unbedingt den Besitzer des Pferdes, was du tun sollst!

Ich würde die Krise kriegen, wenn meine RB sich Tipps aus dem Internet holt, wo ich dir doch zig mal besser helfen kann VOR ORT.

Also: Besitzer & Reitlehrer hinzuziehen.

Kommentar von Dahika ,

Es kommt freilich auf den RL an. Ca 95% aller Reitlehrer können mit Araber nicht umgehen.

Kommentar von Privatgirl135 ,

ich habe 2 Pferde und ich Wechsel immer AP sie gehören beide mir

Kommentar von Punkgirl512 ,

Und was sagt dein Reitlehrer dazu? 

Ich mein, auch wenn man 2 Pferde hat, braucht man doch hin und wieder mal Unterricht.

Kommentar von sukueh ,

Find ich auch sehr vernünftig, sich Hilfe vor Ort zu holen. Vielleicht passt ja plötzlich an der Ausrüstung was nicht oder es bestehen gesundheitliche Probleme ?

Ich würde mir bei solchen Sachen nie irgendwelche Ratschläge aus dem Internet holen, sondern immer lieber auf jemanden Vertrauen, der sowohl meine Reiterei kennt (also auch weiß, was er bzw. ich mir an Durchführung/Umsetzung der Tipps auch "zutrauen" kann) und eben auch das Pferd kennt bzw. sieht, um beurteilen zu können, ob eben evtl. irgendwelche "äußerlichen" Probleme Grund dafür sein können.

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