Frage von askingyou22, 108

Was lässt sich zur derzeitigen Situation zwischen Russland und Europa sagen?

Antwort
von Ontario, 21

Die Einnahme der Krim hat zu Differnzen geführt, obwohl die Krim früher schon zur damaligen UdSSR gehörte. Dann die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine, die nach wie vor nicht beendet sind. Man hat Putin ins Abseits gestellt, anstatt ihn mit an den Verhandlungstisch zu holen. Hinzu kommen die Sanktionen gegen Russland, für die sich auch die Merkel ausgesprochen hat. Putins Strategie scheint offenbar die zu sein, sich alles wieder zurückzuholen, was durch den Wegfall des "eisernen Vorhangs" verloren ging. Das Thema Syrien lasse ich mal aussen vor, denn da spielen strategische Überlegungen für Russland eine Rolle. Putin ist nicht Jelzin und schon gar nicht Gorbatschow. Putin ist ein Stratege und aus meiner Sicht ein "Wolf im Schafspelz". Den darf man nicht unterschätzen. Da hilft nur diplomatisches Vorgehen, bzw. miteinander reden. Die Sanktionen gegen Russland treffen das Land schwer, hinterlässt aber auch bei uns Wunden. Für die Industrie und die Bauern bei uns, ist ein Markt eingebrochen. Ursprünglich gute Gesschäftsbeziehungen mit Russland sind auf Eis gelegt. Das alles erschwert freilich den Umgang miteinander. Ein Miteinander kühlte sich merklich ab. Diese Sanktionen werden Russland Ansporn dazu sein, sowohl ihre Argrawirtschaft, als auch die Industrie aufzubauen. Das wird zwar einige Jahre dauern, bis man das geschafft hat, aber man wird es erreichen. Am Ende sitzt Russland am längeren Hebel. Es hat Gas und Öl in ausreichender Menge, was wir brauchen, aber nicht haben. Russland wird zum Selbstversorger und wird kaum mehr auf Importe angewiesen sein. Schon der Anbau von Weizen reicht den Russen derzeit aus, um die Bevölkerung damit zu versorgen. Aber nicht nur das. Russland exportiert bereits Weizen. Das ist ein Anfang. Wäre es da nicht sinnvoller, die Sanktionen aufzuheben und mit Russland wieder zu verhandeln ? Die Polen, als auch Ungarn suchen bereits eine Annäherung an Russland. Beides sind EU Staaten. Diese Entwicklung wird die Merkel nicht aufhalten können, denn IHR Europa ist so, wie sie sich das vorstellt, ein Kartenhaus das schneller zusammenfällt , als es ihr Recht sein kann. Man sieht das schon daran, wie "bereit" einige EU Länder bei der Aufnahme von Flüchtlingen sind. Diese Entwicklung wird Putin mit Genuss verfolgen. Durch die Politik Merkels destabilisieren wir uns selber. 

Kommentar von Fielkeinnameein ,
Die Einnahme der Krim hat zu Differnzen geführt, obwohl die Krim früher 
schon zur damaligen UdSSR gehörte. Dann die kriegerischen
Auseinandersetzungen in der Ostukraine, die nach wie vor nicht beendet
sind.

Nur zu Info, die Einnahme der Krim kam erst nachden die Prorussische Regierung durch eine Proamerikanische Regierung ausgetauscht wurde.

Antwort
von voayager, 33

Die Formulierung allein ist schon "köstlich", Russland ist also auf einmal nicht mehr Teil von Europa. Vermute mal, dass dir bestimmte Medien dein Bewußtsein dsbzgl. eingenbelt hat, die Hetze gegen dieses Land sein Teil dazu beiträgt, dass du ziemlich gedankenbefreit solch eine Gegenüberstellung vornimmst.

Doch nun zu deiner eigentlichen Frage: der Kalte Krieg zwischen "West gegen Ost" war nur mal kurz in der Ära Gorbatschow und Jelzin unterbrochen, nun wird er eben wieder fortgesetzt. Da Russland nicht nach der Pfeife der USA und seiner Lakaien als auch Mittäter tanzt, wird dies ihm verübelt. Nach dem beinah-Ausverkäufer Jelzin, der alle imperialistischen Herzen höher schlagen ließ, kam ein Mann namens Putin just  im letzten Moment und stoppte dieses widerliche Treiben seines Vorgängers. Genau das verübeln ihn nun die maßgeblichen NATO-Staaten. Die Felle sind ihnen weggeschwommen, der Haß ist daher groß.

Kommentar von Hegemon ,

"Die Formulierung allein ist schon "köstlich", Russland ist also auf einmal nicht mehr Teil von Europa."

Eben. Sowohl die Fragestellung als auch die Tatsache, daß dieser Unfug kaum jemandem auffällt, belegen, daß - freundlich formuliert - das bundesdeutsche Bildungssystem stark reformbedürftig ist.

Kommentar von EgonL ,

Soso, dieser Putin! In Gestalt des Friedensengel !!!

Das ist ja der Knaller !!!

Antwort
von TUrabbIT, 34

Stark angespannte Verhältnisse die z.T. mit dem Kalten Krieg verglichen werden. Haupt Streitpunkte sind der Umgang mit dem Bürgerkrieg in Syrien. Es werden zwar auch gemeinsame Feinde bekämpft, aber ansonsten unterschiedliche, teils verfeindete Gruppen unterstützt oder z.T. auch gegenseitig die jeweiligen Verbündeten der anderen bekämpft.

Dazu hat man sich in der Anspannung und dem Streit um die Flüchtlingssituation in Europa gegenseitig medial beharkt und Vorwürfe gemacht. Neben dem Umgang mit den Flüchtlings- bzw. Migrantenströmen ist die Türkei ein wuchtiger Streitpunkt.

Diese ist in der NATO und wird von der EU politisch gebraucht um die Flüchtlingssituation in Griff zu bekommen, macht sich aber unbeliebt und verschlimmert die Situation durch den erneuten Krieg mit den Kurden Organisationen zunächst in der Türkei und inzwischen auch in Syrien, die mindestens passive Unterstützung von muslimisch extremistischen Gruppen wie den IS in Syrien und provoziert Russland durch Abschuss eines Kampfjets und Angriffe auf syrische staatliche Kräfte (die von Russland unterstützt werden).

Dazu sind sowohl russische als auch westliche Militärkräfte im syrischen Luftraum aktiv, ohne eine gemeinsame Luftraumüberwachung und Koordination, wodurch es jederzeit zu einem Zwischenfall kommen kann.

Kurz: Spannungen ohne Ende und die Türkei gießt fleißig Öl dazu, es fehlen nur noch wenige Funken und es gibt eine Katastrophe.

Antwort
von Fielkeinnameein, 15

Das Thema ist sehr komplex aber im Grunde deutet alles auf die gute alte "Strategy of tension" hin.

Mfg

Antwort
von JBEZorg, 14

Es gibt keine Situation zwischen Russland und Europa, so wie es keine Situation zwischen Schaf und Bauer gibt. Der Bauer wird doch eher mit dem Hirten sprechen wenn er nicht will, dass Schafe auf seiner Wiese grasen und nicht mit dem Schaf das eh dem Hirten gehorcht.

Europa ist zur Zeit kein selständiger Spieler in der Geopolitik. Russland macht alles mit den USA aus, mit den Leuten, die Europa sagen was es zu machen hat. Und USA haben einen Wirtschaftskrieg gegen Russland angefangen. Sind wir also im Krieg. Der Rest sind Spielzüge.

Antwort
von Welling, 32

Gespanntes Verhältnis

Antwort
von BrilleHN, 50

In einem Satz: Es herrscht wieder kalter Krieg und das schon seit 2014 nur dass der Begriff "kalter Krieg" jetzt verharmlosend als "Spannung" bezeichnet wird.

Antwort
von EgonL, 23

Moskau spielt das Spiel der Realpolitik (und ist darin sehr versiert), das ihm aus seiner Sicht der aktuellen Situation am angemessensten erscheint. Es hat bestimmte Interessen einiger EU-Mitgliedstaaten kultiviert, um die europäische Konstruktion zu schwächen.

Kommentar von JBEZorg ,

Lach, ihr Propagandaopfer versteht alles rückwärts. Die einzigen, die der EU zusetzen wollen sind die USA. Was hat Russland davon die EU zu schwächen?

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Korrekt.

Antwort
von VMakarov2acc, 40

und ich war fest davon überzeugt die russische föderation gehört zu europa.......

ansonsten lies zeitung, aber nicht nur eine richtung

konsumiere medien aller seiten , das heisst sowohl ,, westliche `` als auch russische oder komplett neutrale

sieh dir beiträge zb auf YT an als bsp dr daniele ganser, dirk müller oder die anstalt und tu ausnahmsweise was die Bild nicht kann, bild dir DEINE meinung

Antwort
von Aoleson, 55

Sie ist belastet.

Kommentar von askingyou22 ,

Tatsächlich ..

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