Da ich im Internet die abenteuerlichsten und verschiedensten Preisangaben finde, erhoffe ich mir hier kompetente Antworten.
Meine Mutter ist 88 Jahre alt und versteht akustisch nicht mehr ganz so gut. Wir würden ihr gerne schon jetzt ein Hörgerät kaufen, damit es mit dem schlecht Hören nicht schlimmer wird.
Nun wüsste ich gerne, was ungefähr ein normales, gutes Hörgerät für ältere Menschen kostet und wieviel die Krankenkasse übernimmt.
Herzlichen Dank im Voraus!
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ab 300.- geht es los bis zu 8.000.-. Ein normal gutes Höhrgerät, das heißt kein so kleines und keines was im Ohr sondern hintern Ohr sitzt; eines das digital bestimmte Frequenzen hervorhebt wird pro Stück so an die 500-700 Euro kosten. Die Krankenkasse übernimmt davon so 40-100.- Euro.
Ihre Mutter muss zuerst zu einem HNO. Über ein Audiogramm wird die Form und der Grad der Schwerhörigkeit ermittelt. Die Verordnung für Hörgeräte wird bei einem Hörgeräteakustiker vorgelegt. Dieser macht dann noch einmal ein Audiogramm und sucht dann ein geeignetes Hörgerät aus. Die Krankenkasse bezahlt für zwei Hörgeräten ca. 780 Euro (ist abhängig von der Krankenkasse!). Sind die Hörgeräte teurer, muss der Differenzbetrag (= Eigenanteil)zum Festpreis selber getragen werden. Vom Hörgeräteakustiker müssen zuerst eigenanteilsfreie Festpreisgeräte angeboten werden. Pro Hörgerät wird eine Verordnungsgebühr in Höhe von 10 Euro erhoben. Dazu kommt noch ein geringer Eigenanteil für die Ohrstücke.
Barbara 1957 hat korrekt geantwortet. Unbedingt zuerst ärztliche Untersuchung, der Arzt berät welche Art von Hörgerät helfen kann, hängt von Hörstörung Ursache ab. Meine Mutter gleichen Alters verweigert begründet das Tragen des Hörgerätes. Bei ungenauer Einstellung kommt bei Veränderung totale Lautstärke ins Ohr und findet es als unangenehm technisches Gerät an sich zu tragen, auch als Angstgefühl, das sie selber nicht pflegen u. einstellen kann. Bekam von mir praktische Unterstützung. z.B. Haustürglocke und Festnetzanschluß Telefon ist mit Licht gekoppelt, also Licht blinkt in Wohnung. Wenn sie schläft, kann sie Glocke , Haustüröffnung, Telefon so laut regeln, das sie hört. Wir Kinder bis Urenkel melden uns immer telefonisch vorher an zu Besuch, Fremde brauchen meine Mutter nicht stören bei Schlaf. Diese Annehmlichkeiten bedürfen nur einer kleinen Bastelei und meine Mutter fühlt sich geschützt. Zum Fernsehen in Wohnbau ist ein Lautstärke Problem, das mit extra dafür konzipierte Kopfhörer oder Lautsprecher neben Lieblingsplatz zum Fernsehen zu lösen.
Was Ihr wünscht für Eure Mama ist zweitrangig, was will Eure Mama ?
Es tut mir leid, Dir zu schreiben das "schlechter Hören" ein Alterungsprozeß ist und durch ein Hörgerät nicht gestoppt werden kann. Die genaue Aussage gibt Dir auch Mutter Hausarzt. Meine Mutter würde nicht einmal zu HNO Arzt gehen, ist humorvoll und sagt: "was ich hören will höre ich"! Sie hat Recht, niemals einen älteren Menschen bevormunden im Glauben, wir wüßten es besser und wollen helfen. Zähle die Jahre, wo wir in dem Alter sind und uns schwer tun am PC zu schreiben und bietest mir an, brauchst ja nur mehr zu sprechen. Danke nein werden wir schreiben, solange ich nur langsamer bin und nur Schreibfehler mache ist es für mich ok.
PS: Nicht nur mit Mama etwas lauter sprechen sondern immer Gesicht zuwenden. Wir besitzen die Fähigkeit von den Lippen lesen zu können. Es nützt nichts, angenommen Du stehst auf Leiter um Mama die Vorhänge zu wechseln und sagt laut, bitte den nächsten und stehst seitlich ihr gegenüber. Geht nicht ! Probiere aus. Siehe Mama an und sage halbleise wo sie Deine Lippen sieht, bitte Mama den nächsten Vorhang. Mama denkt ja selbst mit und kann von Deinen Lippen ablesen was Du meintest. Zum Test meiner Erfahrung, sagt Du beim nächsten Mal, Mama Onkel Franz hat uns gestern angerufen und Du verlässt plötzlich die Aufmerksamkeit der Mama und sie wird antworten " was willst Du jetzt". Nebenbei gebe ich ehrlich zu, das dies auch bei mir 60 Jahre geschieht wenn andere Frage kommt als erwartet. Man denkt ja eigene Gedanken weiter und kann sich im Alter nicht so schnell umstellen wie in jungen Jahren. Nebenbei geschieht Hörminderung ohne akute Erkrankung des Ohres schleichend langsam zum Fortschritt.
Nehme zu meiner Antwort auch gerne Kritik entgegen, lerne niemals aus.
maennlich52
Die ist sicher eine Antwort, die im Hinblick auf das Alter der Patientin unbedingt Sinn macht !! DH !!

ohh die sind verdammt teuer. ich glaube so um die 3000€ kosten die schon. was die krankenkasse übernimmt weiss ihc nicht
Es wird wohl immer sehr auf das Telefonieren geachtet. Telefonieren kann meine Mutter ohne Hörgerät sehr gut, da wir das Seniorentelefon laut gestellt haben. Es ist ihr auch egal, ob das Hörgerät einen "Bügel" hinter der Ohrmuschel hat. Hauptsache, sagt sie, sie versteht wieder alles vernünftig.
Ich bin jetzt 52 Jahre alt und muss seit 13 Jahren beidseitig Hörgeräte tragen. Schwerhörigkeit ist nicht nur eine Sache des Alters. Es gibt verschiedene Formen der Schwerhörigkeit und ich will es jetzt nicht kompliziert machen. Eine einfache Ursache wie z.B. Ohrenschmalz, der sich vor dem Trommelfell als größeres Stück festgesetzt hat, beeinträchtigt die Schallleitung. Dann hört man wirklich alles nur leiser. Bei der anderen Form der Schwerhörigkeit fallen bestimmte Tonhöhen aus und der Betroffene versteht entweder hohe Töne, tiefe Töne oder den normalen Sprachbereich schlechter bis gar nicht mehr. Hier liegt die Ursache im Innenohr. Das Verstehen von Sprache ist erschwert, weil einzelne Buchstaben nicht mehr gehört werden. Folge: Wörter müssen geraten werden. Dann gibt es noch Fälle, bei denen beide Formen zusammen auftreten. Die Ursache für eine Schwerhörigkeit kann nur ein Ohrenarzt feststellen. Hörgeräte können auch nicht vorbeugend gekauft werden. Und Hörgeräte werden auch auf die jeweilige Hörsituation angepasst. Bei einer Hörverschlechterung müssen dann nicht unbedingt neue Hörgeräte angeschafft werden. Beruflich habe ich mit vielen älteren Menschen zu tun, die ihre Hörgeräte als Verbesserung ihrer Lebensqualität empfinden. Generell muss im Umgang mit Schwerhörigen einiges beachtet werden: Schon vor dem Gespräch Blickkontakt aufnehmen und auch während eines Gespräches halten, damit notfalls vom Mund abgelesen werden kann. Dann muss auch deutlicher und etwas langsamer gesprochen werden. Das haben wir alle im ersten Schuljahr gelernt und im späteren Leben leider wieder verlernt. Kurze Sätze werden besser verstanden und gedeutet, und wenn trotzdem mal nachgefragt wird, muss das Gesagte geduldig wiederholt werden. Jeder Mensch macht etwas unbewusst: Er setzt Mimik und Gebärden beim Sprechen ein. Für Schwerhörige sind Mimik und Gebärden zusätzliche und unentbehrliche Hilfsmittel, um etwas zu verstehen.
Hallo,
nach meinen Erfahrungen kosten normale und eträglich große Hörgeräte zwischen 500 und 2000 Euro, wobei die Krankenkassen wenig bis ganz wenig der Kosten übernehmen.
Viel Erfolg...
Dago
http://www.hoergeraet-test.info/