Frage von Imago8, 146

Was konntet ihr von einem Tier über euch selbst lernen?

Egal ob Haustier oder Wildtier...Elefant oder Ameise...im Urlaub, im Garten hinterm Haus, im Wald, in der Wüste oder im Wohnzimmer...

Welche Erkenntnis(se) über euch selbst habt ihr durch die Begegnung mit einem Tier gewonnen?

Mich würde auch die Tierart interessieren.

Zusatzfrage:

Glaubt ihr, dieses Tier hat auch etwas von euch gelernt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hyaene, 45

Ich lern(t)e von meinen Hyänen.


  • Was ich gelernt habe:

Wie wichtig Regeln, Disziplin, Benehmen und auch Erziehung sind, da es sonst in einem Chaos (wie bei uns Menschen) endet. Ohne einen gewissen Rang - auch, wenn sie einem manchmal ungerecht vorkommen - würde doch alles zusammenbrechen. Wie es bei uns zum Beispiel schon durch dieses Chaos die Inflation gibt.

Ebenso habe ich viel über die Natur gelernt. Wie falsch wir Menschen oft denken und urteilen.

Bestes Beispiel: Die Jagd. Viele Menschen (so war es auch bei mir) meinen immer wieder, wie brutal doch die Wildnis und das Reißen von Tieren ist. Doch schaut man sich mal die Jagd an, sieht man, wie gefährlich sie auch für die Jäger selbst sind. Wenn die Jäger wieder nach Hause gehen, weiß man für was diese "Brutalität" gut war. Nämlich für das eigene Überleben und auch...

Für die Babys und Kinder, welche sich dann an der Brust der Mami satt trinken können. Auch nur, weil die Mami jagen war. So ist es eben in der Natur. Es muss gestorben werden, damit andere überleben. Mitleid hat keinen Platz, wenn es um das eigene Überleben geht. Die Menschen sehen die Jagd als so brutal an, obwohl sie dann selbst Omnivoren sind. Natürlich ist es nicht so schlimm, denn immerhin sehen wir ja nicht, wie ein anderes Leben für uns ausgelöscht wird. ;-D Zudem sollten wir doch bitte auch mal weiter schauen. Wie oft werden denn andere Tiere von uns getötet, ob wohl dies weder der Gesunderhaltung dient, noch unser Überleben sichert (Pelze, Mastgans, Federbetten)?


  • Was ich über mich selbst gelernt habe:

Wie verwöhnt ich eigentlich noch bin. Ich jammerte, was das Zeug hielt! Heute ärgere ich mich darüber, wie verrückt! Ich habe das nicht und das nicht. Ich schaute mir immer nur die "Nachbarn" an, welche sich ein Auto leisten können, in den Urlaub fliegen, tolle Möbel besitzen usw... Was ich allerdings vergaß, ist, dass es neben dem super reichen Deutschland auch noch andere Gegenden gibt... 

Denn darauf bin ich erst durch meine Hyänen gekommen. Ich schaute mir ihr Leben an und bemerkte, wie einfach wir es (hier zu Lande) doch haben. Ich kann zum Kühlschrank gehen, wenn ich hungrig bin... Ich kann zum Arzt gehen, wenn ich krank bin... Ich kann auch mal im Bett bleiben, wenn es mir schlecht geht... Wenn ich Durst habe oder mich waschen möchte, drehe ich den Wasserhahn aus... Ich sitze in meiner geschützten Wohnung, wenn es draußen stürmt und hagelt, uvm. Außerdem bin ich und meine Familie gesund. =) In der Natur ist man schon hin, wenn man sich bloß mal etwas verstaucht hat. Zumindest als Jäger.

Was ich dadurch eben von oder auch durch meine Hyänen lernte, ist etwas sehr kostbares:

Das Schätzen. Und das konnte ich von keinem Menschen lernen. Nicht in dieser mehr, als verwöhnten Welt! Aber, wie ist es immer wieder so schön? Je besser es dem Menschen geht, desto mehr jammert er. Wohl auch, weil er sich zu viel Gutes gewohnt ist und schon mit Kleinigkeiten überfordert ist. So, wie es auch bei mir der Fall war. Dank meiner Hyänen kann ich mich auch über vermeintlich Kleines freuen. ;-)



Glaubt ihr, dieses Tier hat auch etwas von euch gelernt?


Nein, wie und warum auch? ;-D Sie können mich ja nicht beobachten. Zudem sprechen wir nicht die gleiche Sprache. ^^ Was sollten sie auch von uns Menschen lernen? Sie beherrschen doch schon das, was sie für ihr Überleben und ihre Familie brauchen. Außerdem leben sie ein ganz anderes Leben, als wir Menschen...

Kommentar von Hyaene ,

Noch etwas ganz wichtiges, was ich noch vergaß zu erwähnen!

Durch meine Hyänen lernte ich auch anderen Werte kennen! Unter anderem bemerkte ich dank ihnen, wie sinnlos und unüberlegt doch oft unsere Moral ist und dass es bei uns keine wirkliche Gesellschaft gibt... 

Kommentar von Imago8 ,

Danke für die ausführliche Antwort!

Kommentar von Hyaene ,

Bitte, bitte. :-D 

Kommentar von Hyaene ,

Und wieder sehe ich, dass ich noch etwas ganz wichtiges vergaß. ^^ 

Was ich oben schrieb, gilt natürlich auch für das Emotionale, nicht "nur" Materielle. Auch, wenn man sich selbst viele Dinge gewohnt ist, wie Obdachlosigkeit, Schläge, Alkoholismus und vieles mehr... Es wird IMMER jemanden geben, dem es schlechter geht, als einem selbst...

Du kannst an einer tollen Villa vorbeigehen und glauben, dass die Menschen glücklich sind, die sich so ein "tolles" Heim leisten können. Aber du weißt nie, ob hinter den Gardinen gerade eine Mutter sitzt, die ihr totkrankes Kind in den Schlaf wiegt... 

Kommentar von Hyaene ,



Auch, wenn man sich selbst viele Dinge gewohnt ist, wie Obdachlosigkeit, Schläge, Alkoholismus und vieles mehr...

Der Eltern, meinte ich natürlich. ^^ Ansonsten ist man ja auch selbst dran Schuld. ;-P Wobei man das auch bei den meisten Problemen tatsächlich ist. ;-)

Boar... Dass ich jedes Mal irgendwas vergesse... -__-

Kommentar von Hyaene ,

Heu? 😮 Danke für den Stern. ☺

Antwort
von michi57319, 69

Mein Hund war mir eine große Lehrmeisterin. Geduld ist nicht meine größte Stärke, als sie noch lebte, hatte ich mehr davon.

Zudem hat sie mir gezeigt, wie wichtig es ist, innerliche Ruhe zu haben. Ich habe diese auch irgendwie mit ihr zusammen verloren.

Ob sie von mir was gelernt hat, weiß ich nicht. Sie hat aber gelernt, mich bis ins kleinste Detail zu "lesen". Sie kannte jede Geste, konnte meine Sprache und auch Worte deuten. Mit und bei mir wurde sie mutiger und selbstsicherer. Ob das als Lerneffekt verstanden werden kann, weiß ich nicht.

Da wir häufig "eins" waren, konnten wir uns in diesen Momenten auch wortlos und ohne direkten Blickkontakt verständigen.

Davon können sicherlich nahezu alle Hundebesitzer erzählen.

Antwort
von Dackodil, 52

Das ich nicht der Nabel der Welt bin.

Was sollte ich Tiere lehren? Sie wissen alles was wichtig ist.

Kommentar von Imago8 ,

Mich würde interessieren, was das aus deiner Sicht ist....das wichtige, was die Tiere (schon) wissen.

Kommentar von Dackodil ,

Google mal nach "das gute Leben" (7,5 Mio Treffer). Als Einstieg:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6chstes_Gut

Seit der Antike sind ganze Bibliotheken darüber geschrieben worden und fertig sind wir immer noch nicht.

Jede Katze, die sich beim Aufstehen reckt und streckt ist da, wo viele nach 10 Jahren Meditation nicht sind.

Antwort
von jww28, 42

Hi,

also mein erster Hund hat mir beigebracht das man nicht blauaäugig losgeht und sich ein Hund kauft :) und das ich bei weiten nicht die Nerven habe die ich mir vorher vorgestellt habe.

meine Katzen zeigen mir jeden Tag, wie wichtig es ist auch mal egoistisch zu sein und das zu fordern was man will ;)

mein Hamster zeigt mir wie man ruhig über den Winter kommt ohne Winterschlaf :)

Meine Fische zeigen mir jeden Tag wie schön bunt und froh die Welt sein kann :)

Meine Hündin zeigt mir leider aber auch das wir alle älter werden und irgendwann gehen müßen und das man jeden Tag genießen sollte, denn es könnte der letzte sein :(

Antwort
von sternenmeer57, 63

Schildkröte,  mit ihrer Ruhe 100 Jahre alt werden.

Antwort
von wolfram0815, 67

Von meinen Katzen lerne ich täglich, was wirklich wichtig ist im Leben!

Kommentar von Imago8 ,

...und was genau ist es?

Kommentar von wolfram0815 ,

1.) ein geregeltes Leben, sprich ohne Wecker "rechtzeitig" aufstehen aber auch genügend Ruhezeiten. Das ist wichtig!

2.) Ab und zu was einfaches feines zum Essen und frisches Wasser tut es auch.

3.) Ein paar Streicheleinheiten

4.) Ein sicheres Zuhause

5.) sich an den einfachen Dingen des Lebens erfreuen.

Antwort
von priesterlein, 62

Ja, von einem Schwein habe ich gelernt: Es schmeckt.

Kommentar von Imago8 ,

...und hat das Schwein etwas von dir gelernt?

Kommentar von priesterlein ,

Nein, es hatte mich einfach nur durch den Wald gejagt.

Kommentar von Imago8 ,

es hat dich gejagt? wieso denn das?

Kommentar von priesterlein ,

Ich kam zu nah, hatt es so eingewühlt nicht früh genug bemerkt.

Kommentar von Imago8 ,

klingt, als wenn es ein Wildschwein war?

Und was ist dann passiert?

Kommentar von priesterlein ,

Ja, es war ein Wildschwein und ich lebe noch, das Schwein nicht mehr. An mir lag es nicht, denn ich rannte nur um mein Leben. Seitdem halte ich Schweine für sehr viel gefährlicher als sie aussehen.

Kommentar von Imago8 ,

achso, also bist du dem Schwein so lange davongerannt, bis es irgendwann einsehen musste, dass es keine Chance gegen dich hat und erschöpft zusammenbrach und starb, woraufhin du von ihm gekostet hast.

Kommentar von priesterlein ,

Ich glaube nicht, dass man einem Schwein davonrennen könnte. Es wurde getötet.

Kommentar von Imago8 ,

ach, wirklich? ;-)

Kommentar von Imago8 ,

Bei einer Drückjagd? Oder wie kam das?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community