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Was kommt da auf mich zu?

gefragt von SuperMarion am 16.06.2007 um 10:36 Uhr

Meine Mutter kommt langsam ins pflegebedürftige Alter, was bedeutet es sie selbst zu Hause zu pflegen? Ist ein Wohnheim vielleicht die bessere (Alter)native? Ich bin mir so unsicher und hätte auch Schuldgefühle wenn ich sie ins Heim abschieben würde, aber ich will mich auch nicht selbst kaputt machen! Was denkt ihr, wie würdet ihr handeln?


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Reply


Wasserschweinchen
beantwortet von Wasserschweinchen am 16. Juni 2007 11:12
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Es kommt darauf an, in welcher Verfassung deine Mutter ist. Wird sie langsam vergesslich, vielelicht sogar Altsheimer (ist das so richtig geschrieben?) ? Oder ist sie "einfach" nur alt, so dass sie den Haushalt nicht mehr schafft? Im ersten Fall würde ich sie ins Heim geben. Es klingt gerade unmenschlich, so soll es aber gar nicht rüberkommen. Ich spreche nur aus eigener erfahrung: Mein Großvater hatte für seine Mutter eine Hauspflege arrangiert, die erst super half, dann aber irgendwann nicht mehr wollte, weil meine Urgroßmutter inzwischen ein richtiges "biest" geworden war (tut mir Leid, Uroma.). Außerdem war es nicht angenehm, in ihre Wohnung zu gehen, weil sie oft auch einfach vergessen hat, auf die Toilette zu gehen...Irgendwann konnte mein Großvater nict mehr. Er hatte sie jeden Tag besucht und seine Mutter war immer schlimmer geworden. Sie hat sogar geschlagen. Es hat ihm dann sehr Leid getan, aber trotzdem musste er sie ins Heim stecken. Da ging es ihr dann eigentlich auch recht gut, bis sie starb. Ich glaube, du musst da kein schlechtes Gewissen haben, wenn du sie immer noch regelmäßi besuchst. Und sollte sie geistig noch völlig fähig sein und ihr noch genug Platz habt: Dann sollte ds ganze kein Problem sein, wenn sie zu euch zieht. Sie wird bei den Mahlzeiten mitessen, braucht wohl natürlich auch ab und zu eure Hilfe, aber sonst sollte das Leben mit ihr nicht allzu schwer werden!


Edgar Niklaus
beantwortet von Edgar Niklaus am 16. Juni 2007 10:46
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Zu Hause pflegen bedeutet: Zeit haben für die Mutter, viel Liebe und Zuneigung aufbringen, Opferbereit sein. Das ist der Preis. Ein Preis den man bezahlen sollte angesichts dessen, was eine Mutter alles für ihr Kind tut. Aber frage deine Mutter selbst was sie möchte. Es ist ihr Leben und somit auch ihre Entscheidung.


elkera
beantwortet von elkera am 16. Juni 2007 10:54
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Wenn man die Möglichkeit und die Zeit hat, würde ich meine Mutter zu Hause pflegen. Zur Entlastung gibt es ja die ambulanten Pflegedienste. Und wenn man mal Abstand braucht, gibt es die Kurzzeitpflege (bis zu 28 Tage Aufenthalt), so das man kein schlechtes Gewissen haben muß.


WildeFee
beantwortet von WildeFee am 16. Juni 2007 10:56
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Es gibt doch auch Hauspflege, die nach Hause kommt, so dass Du nicht die ganze Arbeit hättest.

Ich kann diesen Konflikt gut nachvollziehen, würde meine Mutter in dem Falle auch nicht in ein Altersheim abschieben wollen. Aber zum Glück gibt es ja solche Hilfen. Frag doch mal bei der Caritas oder beim Diakonischen Werk. Was es noch für Möglichkeiten gibt, weiß ich jetzt nicht aus dem Handgelenk.

Was sagt denn Deine Mutter selbst zu dem Thema?


anonym
beantwortet von Hans1943 am 16. Juni 2007 12:48
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Ich hatte das Glück, dass meine Mutter geistig noch top bis zuletzt war und ich das letze Jahr Ihres Lebens Zeit hatte bei Ihr zu sein. Ich bin froh, dass sie bis zuletzt in ihrer vertrauten Umgebung bleiben konnte. Ich glaube, man kann keine absoluten Verhaltensweisen aufzeigen, es muss von Fall zu Fall entschieden werden. Ansonsten schließe ich mich Wasserschweinchen voll und ganz an. Alles Gute für Euch Hans




Kommentar von Simple_avatar4smallWasserschweinchen am 16. Juni 2007 20:11

danke!


anonym
beantwortet von Heller am 17. Juni 2007 10:43
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Das ist eine schwere Entscheidung, die zu treffen ist. Dafür gibt es keine uniformierte Antwort. Jeder muss da entsprechend seiner Möglichkeiten,Fähigkeiten und dem Willen des zu Betreuenden ganz individuell entscheiden, vielleicht dazu auch die Meinung von Freunden, die mit den Umständen vertraut sind, erforschen. Erfahrungsgemäß besteht zunächst bei jedem "Alten" eine Abneigung gegen einen Heimaufenthalt. Deshalb sind gemeinsame Besuche solcher Einrichtungen meist hilfreich.


anonym
beantwortet von poetvl am 16. Juni 2007 22:53
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Ist sicher eine Frage, die jeden irgendwann mal beschäftigt und kann sicher auch nicht pauschal mit ja oder nein beantwortet werden. Jeder Fall liegt hier wohl anderst. Da es in aller Regel die Töchter sind, welche die Pflegearbeit der Eltern übernehmmen, zumindest den grössten Teil, haben die Söhne ( Männer) hier sicherlich eine andere Einstellung. Es ist wirklich ein ganz diffisiles Thema, welches man sehr vorsichtig und mit viel Fingerpitzengefühl behandeln muss. Ich meinerseits behaupte zum jetzigen Zeitpunkt, das ich, ausser meiner eigenen Frau, keine andere Person zuhause pflegen möchte, sofern dies möglich wäre. Ich wollte aber auch von niemandem zuhause gepflegt werden. Es ist für alle sicherlich ein richtiger Einschnitt in die eigene Lebensgestaltung, die
sehr gut überlegt sein muss. Ein Heim hat immer noch etwas anrüchiges und hat wohl immer mit " abschieben " usw. zu tun. Das Gewissen plagt. Es gibt bestimmt sehr gute Heime, und es hat keinen Sinn, wenn es wirklich nicht geht, die Pflege unter allen Entbehrungen und grösster körperlicher und physischer Belastung selber übernehmmen zu wollen. Man könnte eventuell selbst zum Pflegefall werden.




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